AFPChina treibt den Aufstieg seiner nationalen Währung voran. Jetzt plant die Führung in Peking laut "Financial Times" einen Deal mit anderen aufstrebenden Schwellenländern wie Brasilien und Indien. Sie sollen künftig Kredite in Renminbi erhalten - der so als Alternative zum US-Dollar gestärkt wird.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...820040,00.html
...wird wenig überrascht sein, dass auf den Listen:
World Economic Outlook Database April 2010 -- WEO Groups and Aggregates Information
Country and Lending Groups | Data
der Schwellenländern auch der Iran zu finden ist...
Die Chinesen werden also hier wohl von hinten durch die Brust in`s Auga (vulgo: diplomatisch) versuchen die Vormachtstellung der USA natürlich auch im Mittleren Osten in`s Wanken zu bringen, schön langsam...
...denn wie sagte schon Konfuzius: Es ist nicht von Bedeutung, wie langsam du gehst, so lange du nicht stehen bleibst....
Der aufsteigende Euro hat uns schon einen
erbärmlichen Währungsstreit mit den USA
gebracht , der die Idee eines vereinigten
Europas in Demokratie unter
Erhalt unserer kulturellen Vielfalt pulverisiert.
Ein offener Angriff wie ihn China gegen
die Neoliberalen Faschisten in den USA
führen wollen führt direkt zu militärischen
Auseinandersetzungen.
Genau dieser Versuch führte bei Gadaffi
zu seinem vorzeitigen Ende .
Meines Erachtens hat das Vorhaben keinerlei Konsequenzen, solange Renminbi nicht frei konvertierbar ist. Klingt irgendwie nach einer Art "Transferrubel" aus dem Ostblock. Wenn die Schwellenländer sich hierauf einlassen und Renminbi dann irgendwann frei konvertierbar würde (wohl verbunden mit erheblicher Aufwertung der künstlich niedrig gehalten Währung), würden sich entsprechend deren Verbindlichkeiten in Landeswährung zu Renminbi deutlich erhöhen. Viele Ungarn haben so was ähnliches ja mit dem Franken / Euro-Krediten mitgemacht. Warum sollte dann der Renminbi im langfristigen Zahlungsverkehr überhaupt attraktiv sein? Dies geht nur, wenn er konvertierbar wäre, was China aber verhindern will, um die eigene Wirtschaft nicht abzuwürgen.
Insoweit ist in diesem Vorhaben nur ein sinnloses Muskelspiel zu sehen, von dem sich sicherlich die Finanzhysteriker beeindrucken lassen und Angst bekommen.
Hmm, könnte interessant werden. Die Chinesen versuchen ihre Währung als Weltwährung zu etablieren und den Dollar/Euro zu schwächen. Aber die Stabilität des Renminbi hängt von dem Konsumverhalten der Länder ab dessen Währung Sie schwächen wollen. Und dazu werten die Chinesen damit ihre US-Staatsanleihen ab.
Diese Argumentation ist in sich stimmig, basiert aber auf der Prämisse, dass es dem Imperium auch weiterhin gelingen kann, den Dollar als Leitwährung durchzusetzen.
Dass diesem Ziel seine horrenden Militärausgaben dienen - aus amerikanischer Sicht ist das Aufbringen von 700 Mrd /Jahr und die damit einhergehende Verschuldung (bei den Chinesen) eine Investition in den Energiesektor, die sich durch niedrig gehaltene Einkaufspreise für Rohstoffe auszahlen soll - darf vermutet werden.
Die Vermutung gründet aber nicht nur auf der Imperialismustheorie des divdide et impera, sondern auch auf der Tatsache ihrer Praktizierung durch eine Politik der kriegerischen Zerschlagung von multiethnischen Staaten wie Sowjetunion, Jugoslawien, Libyen oder Syrien, und auch mit der Einheit Afghanistans, die zu sichern als Kriegsziel vorgeschoben worden ist, wird es nach 2014 nicht mehr weit her sein.
Das Hauptziel des US-Imperialismus dürfte allerdings weiterhin die Verhinderung eines wirtschaftlich starken Europas sein, eine Strategie, die zumindest von Helmut Schmidt einmal im Sinne einer Relativierung der dominanten Stellung des Dollars für die "Bezahlung" von Rohstoffen geäußert worden ist, was - desssen muss man sich bewusst sein - einer Kriegserklärung an das Pentagon gleich zu setzen ist.
Der Fiskalvertrag ist solch ein Versuch, den Euro als eine Währung, die - im Unterschied zum US-Dollar - nicht auf Pump/Verschuldung gebaut ist, in Stellung zu bringen, ist es doch - zumindest für den Gegner der Imperialismustheorie - schwer erklärlich, warum es, wenn nicht der Renmimbi, so doch wenigstens der Euro nicht als zweite "Leitwährung" geschafft hat.
Meine Antwort lautet: wenn der Preis für Rohstoffe in den USA das deutsche Niveau erreicht hat, dann fliegt dieses Land in die Luft, lebt es doch - wie alle imperialistischen Systeme vor ihm auch - auf Pump, genauer gesagt: auf Kosten Dritter, auf der Ausbeutung nicht nur der materiellen Reichtümer der Dritten Welt, sondern auch der Arbeitskräfte, die in Europa auf Weltniveau qualifiziert und dann durch ein gnadenlos schuldenfinanziertes System eingekauft worden sind.
Verfolgt man den Präsidialwahlkampf und erkennt man, dass es gerade die deutschen Karrieristen sind, die jetzt überstürzt "nach Hause" streben, dann weiß man was in den Staaten die Glocke geschlagen hat - und dann hat man allen Grund, um den Weltfrieden zu kämpfen!