Religionen im Test: Werden Sie jetzt Super-Scientologe!

In seinem Buch "Das können Sie glauben!" macht sich Stefan Kuzmany auf die Suche nach der besten Religion. Im letzten Teil unseres Vorabdrucks präsentieren wir Ihnen einen - frei erfundenen! - Schnellkurs vom normalen Menschen zum Operierenden Thetan der Scientology-Kirche.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...794466,00.html
  1. #110

    10 Gebote

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Würden die Menschen diese Gebote befolgen - es ginge uns allen so viel besser.
    Eigentlich nicht.

    Die 10 Gebote sind gewiß sinnvoller als der Unfug, den Leute wie Mohammed oder L. Ron Hubbard verzapft haben.

    Dennoch sollte man nicht dem Irrtum unterliegen, zu meinen, ihre Befolgung verbessere die Gesellschaft.

    Allein das erste Gebot, welches das Fundament religiöser Verblödung zementiert, hat durch die Leute, die sich danach richteten, Leid und Grausamkeit in unvorstellbarem Maß bewirkt.
    Das Bilderverbot verstümmelt die Kreativität der Menschen.
    Das Namensverbot verstümmelt auch noch die Psyche, hier ersetzt Angst den Verstand.
    Das Sabbatgebot ist, streng beachtet, eine riesige Verschwendung menschlicher Möglichkeiten, eine Vernichtung von Produktivität und Wohlstand.
    Das Gebot, die Eltern zu ehren, ist einer der wesentlichen Faktoren, die Kindesmißbrauch begünstigen.
    Das Tötungsverbot ist ein Freibrief für diejenigen, die es mißachten.
    Das Ehebruchverbot ist eine absurde, völlig unnötige Beschneidung menschlicher Freiheit und Natürlichkeit.
    Das Diebstahlverbot ist selbst von Kardinälen schon zurecht angezweifelt worden.
    Das Falschzeugnisverbot klingt gut, doch manchmal ist eine kleine Schwindelei besser für alle Beteiligten.
    Und das Begehrensverbot ist eine totalitäre Grausamkeit, die zum Glück niemand durchsetzen kann.

    We gesagt - es gibt Schlimmeres. Man sollte aber nicht dem Irrtum unterliegen, die 10 Gebote für etwas Gutes zu halten.
  2. #111

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Der Mensch ist von Natur aus religiös, also abergläubisch. Er glaubt an die merkwürdigsten Sachen, etwa daß er klug ist.
    Der gute jüttemann bezog es aber seiner Artung gemäß auf kirchliche Bekenntnisse.
    In dem von mir eingestellten Link stand deutlich zu lesen, dass sich für die Meinungsforscher der Bertelsmann-Stiftung "religiös" durch den Glauben an die Existenz eines Gottes, ein göttliches Prinzip und an die Unsterblichkeit der Seele definiert.
    Mit "Aberglauben" im Sinne der Angst vor schwarzen Katzen hat Religiösität also überhaupt nichts zu tun.
    Bitte lesen, dann kommentieren, okay?
  3. #112

    -

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Und vertan haben sich dabei allenfalls die Meinungsforscher, nicht ich, denn die haben das mit den 70 % Religiösen ermittelt
    http://www.bertelsmann-stiftung.de/c...hten_84470.htm
    Vielen Dank für den Link; dort kann jeder selbst ausprobieren, ob er von der Bertelsmann Stiftung (BS) als religiös bezeichnet wird. Man sollte die Studie allerdings kritisch sehen:
    Zitat von Ulli Schauen, das Kirchenhasser-Brevier, S.285
    Die vielen Fragen in der BS Umfrage sind so aufgebaut, dass Sie auch ein Nichtgläubiger, Hindu oder Buddhist [zustimmend] beantworten kann. ... Ich denke oft über religiöse Themen nach ..., erlebe manchmal Situationen, in denen ich mich "mit allem eins fühle" (ist halt so'n Gefühl, vor allem zu Karneval). Ich interessiere mich dafür, "mehr über religiöse Themen zu erfahren" ... und meditiere ein bißchen... Nach der Definition der Bertelsmänner bin ich religiös, auch wenn ich mich nie so bezeichnen würde...
    Die BS hat die Befragungsergebnisse zugespitzt. Denn eigentlich geht es bei der 70-Prozent-Ziffer nicht um "Religiosität", sondern um "Resonanzfähigkeit für religiöse Semantik", sagt der für den Fragenkatalog verantwortliche Wissenschaftler Stefan Huber.
    Tja, abgesehen davon, dass 64 % aller Statistiken sowieso frei erfunden sind, sollte man bekanntermaßen keiner glauben, die man nicht selbst gefälscht hat.
  4. #113

    Gab es eine Aufklärung IM Christentum?

    Zitat von deb2006 Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt möchte ich Christentum und Judentum auch nicht mitr dem Islam gleichsetzen. Da gibt es gewichtige Unterschiede. Eine wesentliche ist, dass es im Islam nie eine Aufklärung gab.
    Soweit ich weis gab es eine Aufklärung in Europa, die von der christlichen Kirche 200 Jahre lang mit allen Mitteln bekämpft wurde. Dieser Kampf endete erst dem 2. vatikanische Konzil 1967(!). Also hat der Islam ab jetzt noch Zeit bis zum Jahr 2200 um eine ähnliche Leistung abzuliefern....
  5. #114

    Vakuumfluktuationen

    Zitat von geotie Beitrag anzeigen
    Nebenbei sollte man sich die Frage stellen, ob das Universum nicht auch ohne Gott existieren kann.
    Als Alternative kann der Interessierte die Wikipedia-Artikel zur Quantenphysik studieren. Da gibt es viele seltsame Phänomene, z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Casimir-Effekt und geheimnisvolle Kräfte, virtuelle Teilchen, dunkle Energie … Diese Dinge sind noch unvorstellbarer als jede Religion.
  6. #115

    Wieviele Kirchgänger?

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Nochmals: Könnten Sie sich die Mühe machen, Ihre forschen Behauptungen endlich, endlich einmal durch nachprüfbare Zahlen zu belegen?
    Die Zahlen werden von den Kirchen genau so geheim gehalten, wie der Bestand von toxischen Anleihen bei den Banken.
  7. #116

    Grauslig

    Zitat von DaveAddison Beitrag anzeigen
    Dass hier die Frage gestellt wird, ob Scientology eine Religion ist oder nicht, beruhigt mich sehr.

    Denn:
    Scientology ist keine Religion. Sondern ein ultra-libertäres Wirtschaftsunternehmen, in dem die Anerkennung als "Kirche" oder "Religion" aufgrund der damit verbundenen Privilegien zur Erhöhung des Betriebsergebnisses beiträgt. Der ökonomische Erfolg der "Gemeinschaft" wird zudem höher eingestuft als der Wert menschlichen Lebens. Darüberhinaus wird ein faschistoides und totalitäres Menschen - und Gesellschaftsbild vermittelt.

    Eine Gleichsetzung mit Christentum, Islam oder Judentum ist absolut ungehörig. Und eine Gleichsetzung erfolgt hier durch die Aufnahme in die Artikelserie. Ein voller Erfolg für die PR-Abteilung in Clearwater: egal, ob sich der Artikel über die kruden Praktiken und den wirren mystischen Überbau nun lustig macht oder nicht.
    Good Job, Tom.
    Da täuscht Du Dich - ob kleinteilig ein Vorbeter in einer Madrasse oder Rabbi den Gläubigen abzockt oder katholische und reformierte Kirchen das staatliche Steuerwesen - es geht immer ums Betriebsergebnis vor Gemeinschaft die nur ein Kostenpunkt ist. Insofern sehe ich nur einen Unterschied in der Erfolgsrechnung von Scientology - die quetschen besser aus als die Anderen - ausser der Apple Evangelismus - die erfolgreichste Religion der Welt und fast so reich wie der Vatikan...
  8. #117

    Glaubenslehre fundamentalistischer Materialismus

    Momentan wird uns ständig eine Glaubenslehre aufoktroiert, die manche als fundamentalistischen Materialismus bezeichnen. Nach dieser Glaubenslehre ist alles, was existiert aus der Materie entstanden. Das Leben ist durch Zufall entstanden. Dies ist ungefähr so logisch, als müsste man nur ein paar Eimer voller Buchstaben lange genug ausschütten und irgendwann würde dann Schillers Glocke rauskommen. Diese Glaubenslehre hat uns auch den Gehirnfetischistenkult gebracht. Die Hohenpriester dieses Kultes bezeichnen sich auch als Psychiater. Sie sind ein erbärmlicher Haufen von Angsthasen, die eine höllische Angst vor allem Lebendigen haben. Aus diesem Grund versuchen sie, aktive Kleinkinder schon in Methylphenidat schluckende Zombies zu verwandeln. Dieser Kult des Materialismus ist so erbärmlich lächerlich, dass die Vertreter dessen absolut keinen Anlass haben auf andere Religionen wie Christentum oder Scientology herabzublicken. Vertreter des Kultes, Psychiater, haben sich auch schon erdreistes, Religionsstifter als pathologisch einzustufen und das, obwohl diese teilweise schon länger als zweitausend Jahre tot sind. Das zeigt und beweist wie durchgeknallt sie selber sind. Wer lebhafte Kinder als krank einstuft und sie unter Drogen setzten will, der muss wirklich einen gewaltigen Sprung in der Schüssel haben.
  9. #118

    Über die Existenz Gottes und die Berechtigung von Religionen

    Zitat von lupenrein Beitrag anzeigen
    Bei soviel Übereinstimmungen im Vergleich von den damaligen Königen und heutigen Oberhäupten von Kirchen und Sekten , muss jeder normal denkende Mensch in heftiges Grübeln kommen....
    mag man so oder so denken, solange es wie der Alte Fritz zuläßt, dass "jeder nach seiner Fasson selig wird".

    Aus der Tatsache, dass Könige sich auf das Gottesgnadentum berufen haben zu schließen, dass Gott und Religionen grundsätzlich von Übel seien, das ist eine seltsame Logik, so es denn überhaupt eine Logik hat.
  10. #119

    das ist leicht erwiesen

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Nochmals: Könnten Sie sich die Mühe machen, Ihre forschen Behauptungen endlich, endlich einmal durch nachprüfbare Zahlen zu belegen?
    hier haben sie eine karte der zahl der regelmäßigen kirchgänger in deutschland:

    http://images.zeit.de/lebensart/2010...2-thickbox.jpg

    es dürfte wohl klar sein, dass selbst diese niedrigen zahlen für die städte noch zu hoch sind und vor allem auf dem land zustande kommen. jeder kann es beobachten. in berlin gehn nur noch 2% aller gläubigen sonntags in die kirche, in münchen 5,5%. selbst im ländlich geprägten bistum würzburg sinds nur 16%, in würzburg selber kaum mehr als 3%. damit dürfte es wohl belegt sein, nciht wahr?

    spannend ist vor allem die tatsache: in manchen städten ist die zahl der kirchgänger auch nicht höher als die zahl der scientologen.