Italien*leiht sich frisches Geld*und muss*dafür Rekordzinsen zahlen. Die Geschlossenheits-Gesten*von Merkel, Monti und Sarkozy bleiben*damit wirkungslos. Jetzt steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank, endlich als*Feuerwehr einzuspringen. Doch die hat andere Pläne.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...799923,00.html
Sie haben vollkommen recht. Aber eine homogene (mehr oder weniger leistungsfähige, mehr oder weniger verschuldete) Wirtschaft EINES Landes kann das viel schneller und flexibler umsetzen. Oder eben nicht. Dann muss der entsprechende Staat auch die Folgen seiner Politik tragen. Und nicht der Nachbar.
Der Punkt ist doch, das sich der Staat im Normalfall über seine Einnahmen, also zum grossen Teil über Steuern zu finanzieren hat. Die ganze Schräglage entsteht ja dadurch, das der gesamte Westen, nicht nur der Euro Raum, seit Jahrzehnten mehr Geld ausgibt als er einnimmt. Die Differenz sind Schulden. Das System ist notwendig, weil der Wähler natürlich dort sein Kreuzchen setzt, wo für ihn das meiste bei rauskommt. Jeder Politiker, der seiner Wählerschaft erklärt, das er entweder Steuern erhöht oder Leistungen kürzt weil er 1.) einen ausgeglichenen Haushalt anstrebt und 2.) gott bewahre, langfristig die Zinszahlungen zurückschrauben will, handelt zwar vernünftig wird aber niemals gewählt werden. Jetzt haben wir halt Berge von Schulden, in den Bilanzen der 'Markteilnehmer' als Guthaben, und gleichgültig was sie auf ihre bunten Baumwollscheinchen drucken, es ändert an der Situation rein gar nichts.
Die zweite Seite der Medaille sind die 'Marktteilnehmer' deren Guthaben nichts mehr wert sind, sollten die Staaten nicht fleissig weiter Schulden machen um die alten zu finanzieren und Notenbanken die angesichts des Schuldenberges alles dafür tun, um zu verhindern das die Zinsen steigen.
Die Qual der Wahl ist zwischen vernünftig haushaltenden Staaten, d.h. Kürzung von Sozialleistunge, Erhöhung von Steuern, 'Marktteilnehmer' die über das zutiefst kapitalistische Konzept des Bankrott auf eine gesellschaftlich gesunde Grösse zusammengeschrumpft werden oder aber 3. Welt wo wir uns um soziales auch keinen Kopf mehr machen müssen.
Recht haben Sie, nur lässt unser System das nicht zu. Sie können dem Wähler nicht beibringen, das er "den Gürtel enger schnallen muss" und erwarten das er solche Politiker wählt.
Wir haben das ja in Deutschland im Mini Masstab einige Zeit betrieben, wir haben trotzdem mehr ausgegeben als wir hatten, nur nicht ganz so viel. Der Wähler hat sich beklagt und sein Kreuzchen das nächste mal wo anders gesetzt. Aber wir ständen heute mit runtergelassenen Hosen da, hätte man die Exzesse nicht wenigstens etwas begrenzt.
Diese Steuer, wie sie sie Deutschland wollte, war eine Posse. Die Steuersätze lagen im Zehntel- bis Hundertstel-Promille-Bereich. Dadurch hätte diese Steuer auch nur ein paar Milliarden gebracht - angesichts des Volumens der Transaktionen ein lächerlicher Betrag. Von einer abschreckenden Wirkung, die man sie sich davon erwartete, kann keine Rede sein. Das Scharmützel mit London war nichts weiter als eine Theateraufführung, um das Gesicht zu wahren. Leerverkäufe sind meines Wissens zumindest in D schon seit einiger Zeit verboten. Ich glaube nicht, daß man mit derartigen Eingriffen noch etwas retten kann, denn keine dieser Maßnahmen greift an den Ursachen an: Die Verschuldung in vielen Ländern dieser Gemeinschaft, und die Unmöglichkeit, die unterschiedliche Wirtschaftskraft durch unterschiedliche Wechselkurse abzufedern. Ersteres kann nur sehr langfristig behoben werden, und letzteres klappt nicht mehr, seit man den Euro wahllos über Länder gestülpt hat, die dafür noch nicht tauglich waren. Wenn man sieht, welche Länder den Euro haben, ist klar, daß der Euro bestenfalls eine mittelmässig stabile Währung sein kann, irgendwo auf B-Niveau. Diese Tatsache holt uns jetzt ein.
Vor wenigen Wochen hat Herr Draghi dem deutschen Sparer rd EU. Mrd. 15 gestohlen und nun sollen es weitere EU Mrd. 15 werden, damit Italien weiterhin dem dolce vita frönen und weiterhin hohe Profite auf Kosten des deutschen Sparers machen kann. Draghi geht den selben Weg wie Bernake in den USA der zu absolute nichts geführt hat. Offensichtlich hat Draghi in USA nichts anders gelernt als Cooking Books, um seinen Freunden in den Bankkreisen über den Zerfall der griechischen Ökonomie und dessen Bail-out durch Deutschlands Profite zu sichern.
Mit dem Bernake-Weg hat Herr Draghi seine Unfähigkeit bewiesen, und, wie in jedem guten Unternehmen, sollte sein Vertrag über die dreimonatige Probezeit hinaus nicht verlängert werden.
Es ist offensichtlich, daß den Superökonomen dies- und jenseits des Atlantik noch nicht eingefallen ist, daß der Wirtschaft durch die Zinserniedrigung mehr finanzielle Mittel entzogen wird als durch Niedrigzinsen über die Banken ermöglicht wird. Es sind die Rentner, die Geld ausgeben, ihnen sollte man höher Zinsen geben, statt zu stehlen. Überdies ist die Zinserniedrigung doch nur ein Bail-out durch die Hintertür für Italien.
Der EZB insgesamt sei, zum besseren Verständnis der deutschen Seele, die Novelle „ Michael Kohlhaas“ ans Herz gelegt. Soweit ich verstehe, gibt es 25000 NPD Anhänger in Deutschland, Hitler hat mit viel weniger angefangen, die Macht wurde ihm in die Hände gespielt durch charakterlose, eigennützige Manipulationen, nicht unähnlich jenen, mit denen man heute Leute wie Draghi, Juncker, Barosso etc dem Deutschen Michel die Hosen ausziehen. Auch könnte es helfen sich daran zu erinnern, daß 1948 der einfache Bürger mit DM 40 anfangen mußte, und daß Ersparnisse auf 10% abgewertet wurde.
Das ist ja richtig aber kein Grund den Euro aufzugeben. Die derzeitige Hysterie ist irrationonal. Sehen Sie sich die Grösse von Griechenland an, das ist ein Witz. Spanien hatte bis vor kurzen sogar einen ausgeglichenen Haushalt.
Das ganze Spielchen ist einzig der Versuch der 'Marktteilnehmer' die EZB in die Rolle einer europäischen FED zu drängen, und das nicht zum Vorteil Europas. Egal was die Politiker machen, das Spielchen geht weiter solange nicht kräftig Kohle bereitgestellt wird. Entweder via EZB oder über die individuelle Notenbanken, das spielt keine Rolle.
Sehen sie sich die US Zinsen an, sehen sie sich das Haushaltsdefizit an, im Gegensatz zu Europa die komplette Unfähigkeit der dortigen Politik, sehen Sie sich an was die Kollegen in den nächsten Jahren an Schulden am Markt platzieren müssen. Wenn da die Zinsen steigen, gute Nacht Marie. Nee, man braucht neben der FED, der BoE die EZB um den Markt mit Geld zu fluten,ansonsten gehen die Lichter aus und der grösste Teil der 'Marktteilnehmer' belly up.
Nee, hier geht es um die wirtschaftliche Zukunft der 'Marktteilnehmer' vs. die Zukunft von ein paar Ländern die den 'Marktteilnehmern' auf den Leim gekrochen sind um ihren Wählern Wohltaten (USA:Weltmachtsträume) zu finanzieren , die sie sich nie leisten konnten.