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Rekordzinsen für Italiens Schulden: Märkte*misstrauen*Merkels Heile-Welt-Handschlag

Italien*leiht sich frisches Geld*und muss*dafür Rekordzinsen zahlen. Die Geschlossenheits-Gesten*von Merkel, Monti und Sarkozy bleiben*damit wirkungslos. Jetzt steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank, endlich als*Feuerwehr einzuspringen. Doch die hat andere Pläne.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...799923,00.html
  1. #90

    Zitat von horstma Beitrag anzeigen
    Diese Steuer, wie sie sie Deutschland wollte, war eine Posse. Die Steuersätze lagen im Zehntel- bis Hundertstel-Promille-Bereich. Dadurch hätte diese Steuer auch nur ein paar Milliarden gebracht - angesichts des Volumens der Transaktionen ein lächerlicher Betrag. Von einer abschreckenden Wirkung, die man sie sich davon erwartete, kann keine Rede sein.
    Das ist richtig, wenn man aber bedenkt das heute schon mal eine paar hundert Mrd. um den Globus gejagt werden, nur um von Zinsunterschied im Bereich von Promille zu profitieren, dann macht das schon Sinn um den Finanzsektor einzudampfen.
    Zu den CDS Leerverkäufen, ich warte darauf, das jemand, sagen wir Italien oder Spanien, seine Schulden mit CDS versichert, sie nicht zahlt und dafür die 1:800 gehebelten Gewinne einstreicht. Ich denke, alles was das bisher verhindert hat, ist die Erkentniss, das es danach keinen Finanzsektor mehr gibt. Aber irgendwann nutzt einer diese Erfindung unserer Finanzgenies.
  2. #91

    Zitat von demo68 Beitrag anzeigen
    Weil Merkel das so will.
    Nee, weil der Wähler die andauernde Garantie von Friede, Freude, Eierkuchen von dem Politiker, dem er seine Stimme gibt erwartet.
    Nicht auf Mutti schimpfen, Mutti macht was das beste für ihre Klientel ist und das im Moment noch nicht mal schlecht.
  3. #92

    °

    Zitat von Aliolos Beitrag anzeigen
    dann liegt die Lösung doch auf der Hand:



    7%-7%=0% Effektivzins
    also einfach die Inflationsrate rauf.
    Ja Sie haben`s auch kapiert, worin die Problemlösung auch hier in €uroland mal wieder bestehen wird.

    Entschuldung = kalte Enteignung der doofen Sparer, durch Inflation.

    Scheint sich also doch zu lohnen, über seine Verhältnisse zu leben und nix für schlechte Zeiten beiseite zu legen oder in die Realwirtschaft zu investieren, um damit die Arbeits-Produktivität zu verbessern.
  4. #93

    bald ist Alles-auf-einen-Schlag gelöst....

    Angela Merkel muß nur ihre Epochenwechsel-/Perestroika-Rede halten und schon sind alle Fehlentwicklungen in den Industreistaaten, einschl. Euro-Schuldenmacherei und -Krise, mit einer selbstläuferischen Lösungs- und Ende-Perspektive versehen und alle, die auf einen worst-case-Fall spekulierten, werden dann als Verlierer und als Nicht-Zuende-Denker dastehen.

    Angela denkt bekanntlich vom Ende her, aber sie redet nicht darüber. Da ist sie Chaosphysikerin, die weiß, dass man nur die TippingPoint-Rede halten darf, wenn es um Revolution geht, d.h. um den Sturz des Regimes zu starten, das alle Fehlentwicklungen zu seinen Gunsten angezettelt hat.

    Aber wer ist schon - wie Angela Merkel - ein evolutionsprozess- und chaosphysikalisch informierter Zeitgenosse?
  5. #94

    Staatsangehoerigkeit ist nicht das Problem

    Zitat von Shaft13 Beitrag anzeigen
    Sind sie Deutscher?
    Oder hat es andere Gründe,warum sie Deutschland an europa verkaufen wollen und in den Abgrund schicken wollen?

    Deutschland war mit der DM Exportweltmeister.Es geht also auch ohne den Euro.
    Und nicht vergessen,am wenigsten in Europa haben die Deutschen Arbeitnehmer vom Euro profitiert.
    ... die Engstirnigkeit ist es. Man kann nicht einerseits einen halbseidenen Bailout Fond mit einer Billion und genau den Mechanismen, die man hier immer so gerne geisselt ("Hebel" etc) auflegen und auf der anderen Seite wirksame Instrumente verweigern OHNE an die Wand zu fahren. Genau in der Illusion wiegt man sich aber in Deutschland. Man hat dort nicht begriffen, dass man sich schon lange an Europa verkauft hat, spaetestens in Maastricht.

    Noch engstirniger ist nur noch der oede Legalismus (Vertragsbruch, Kanzlereid und der ganze Quatsch), der den anderen Europaeern nun ploetzlich entgegen gehalten wird. Pedantischer geht's nimmer. Und ausserdem hat man sich schon in den vergangenen Monaten darum einen feuchten Kericht geschert.
  6. #95

    An das Gute glauben?

    Zitat von cycokan Beitrag anzeigen
    Ich würde niemals CDU wählen, habe aber ein gewisses Vertrauen in Frau Merkels Intelligenz und ihr Unbestechlichkeit. Sie ist, mMn eine von ganz wenigen Politikern, die keine persönlichen materiellen Ziele verfolgen.
    Geld ist nicht ihre Motivation, ich sehe eher den Nerd in ihr, der beweisen will, dass man Probleme mit Verstand und ohne Testosteron lösen kann, oder mindestens unter Kontrolle hält.

    Eine enge Zusammenarbeit D / F / I, plus die kleineren und mittleren Nachbarn aus Österreich und Benelux, halte ich für sehr sinnvoll und richtungsweisend.
    Hier gibt es die wirtschaftliche, kulturelle und historische Kongruenz, die eine tiefere politische Union oder gar, eines Tages, eine Föderation erlaubt. Im Prinzip das mittelalterliche Frankenreich, abendländisch christliche Kultur, römisch-französische Rechtssprechung und soziale Marktwirtschaft.
    Da kann man sich einig werden, glaube ich.

    Und dieses Kerneuropa muss jetzt einfach voranschreiten, anstelle sich von Internen, wie, vor allem, externen Spekulnten jagen zu lassen.

    Ich denke, die Lösung der derzeitigen Probleme wird politisch gefunden, nicht durch irgendwelche obskuren Marktkräfte. Und die Lösung wird nicht angloamerikanisch sein.

    Eigentlich habe ich den Eindruck, dass Merkel Schritt für Schritt die Macht der Politik über die Spekulanten zurück gewinnt.

    Ich finde das gut, dass sie sich nicht drängen lässt, denn ich glaube, die Hysterie der Märkte beruht zum größten Teil auf Propaganda von Leuten, die auf schnelles Geld aus sind.

    Wer will die Kanzlerin von Deutschland eigentlich zwingen, zumal, wenn Deutschland starke Verbündete hat?

    Ein einiges Kerneuropa muss bald entstehen und kann sich dann um die Länder an der Peripherie kümmern. Das ist für mich die vernünftigste Lösung.
    Wenn man was verändern will, dann muss man grundsätzliches am bestehenden System verändern, nur andere Strukturen Europaweit zu machen reichen da nicht aus.
    So wie es zur Zeit besteht, dass das Finanzkapital machen kann was es will, so kann nichts funktionieren.
    Und das die Entwicklung weitergehen wird dass müssten doch alle schon wissen, auch wenn man glaubt am Besitzstand noch festhalten zu müssen und damit sind wohl nicht die einfachen Bürger gemeint.
    HR
  7. #96

    Märkte?

    Zitat von Ghanima22 Beitrag anzeigen
    Das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Die Märkte möchten das die EZB und die BoE die Märkte mit Geld flutet. Sonst sieht es düster aus. Es ist föllig egal was die Politiker machen, alles andere als QE der EZB ist den Märkten zu wenig.
    Die "Märkte"? Die haben Adressen und Hauptsitze. Es sind die Panel-Banken

    http://de.euribor-rates.eu/bank-panel.asp

    Und die brauchen dringend Liquidität. Am liebsten wäre es ihnen, wenn die EZB ihnen dazu die Anleihen auf dem Sekundärmarkt abkaufte. Schließlich schlummert in den Bankbilanzen zusätzlich immer noch der Großteil der einst mit AAA versehenen Derivate aus den Crash-Jahren 2007/2008. Und deren Nominalwert liegt immer noch bei rund 700 Billionen (deutsche Billionen) Dollar (2008: 865 Billionen). Quelle jeweils: BIZ
  8. #97

    völlich richtisch...

    Zitat von Baikal Beitrag anzeigen
    per Gesetz darf die Nationalbank den Staat nicht finanzieren, daher holen sich die Banken ihr Geld billigst bei der EZB, kaufen damit dem Staat Anleihen ab und eben jener Staat, der - im Fall der BRD zu 27 Prozent an der EZB beteiligt ist - zahlt den privaten Banken dafür einen weit höheren Zinssatz als die Bank der EZB. Die Banken wiederum verkaufen die Staatsanleihen zwecks Refinanzierungen an Anleger, die sich den Kauf leisten können und kassieren dafür Zinsen.Die Zinsen kommmen aus dem Staatshaushalt und den finanzieren die Steuerzahler, natürlich auch jene, die sich den Kauf nicht leisten können. Und so wird von unten nach oben umverteilt und das geht mit dem Euro noch besser als mit den Einzelwährungen. Und deshalb gibt es ja auch den Euro. Und deshalb ist auch bald Schluß, denn das System wird zu einer Art Kettenriefveranstaltung und die ist dann zu Ende wenn es keine neuen Mitspieler mehr gibt.
    ABER: nicht ganz zu Ende durchgespielt.
    Denn WENN, es so laufen wird (davon bin ich genauso wie sie überzeugt), dann wird der Punkt kommen (ist bei dem Verhalten der Abschöpfer nicht anders zu erwarten. DIE sind ja so was von naiv gepolt), wo DIE immer noch nicht erkennen wollen, dass sie nur weiter versklaven...ääääh, verkaufen können, wenn es auch welche gibt, die ihre Ware in irgendeiner Form auch bezahlen können. Mit was auch immer. Wenn aber keiner mehr kaufen kann, dann ist auch der größte (Geld)-Schein nichts mehr wert. Denn ich bekomme ja nichts mehr dafür.

    In der Vergangenheit wurde dieses Problem immer gelöst, indem man einfach mal Krieg spielte. Den Verlierer (war Zufall, Der Gewinner auch. Und es war KEINE militärische Glanzleistung), musste dann über lange Jahre das vorher aufgebaute Defizit des Gewinners (Was für ein Hohn) abtragen.

    HEUTE, im sogenannten Zeitalter der "zivilisierten Zeit" kann man so ganz offen natürlich keinen Krieg mehr führen. Jedenfalls nicht so einfach mal ins europäische Nachbarsland einfallen. DAS macht man heute anders ! Indem man z.B. am Kapitalmarkt einfach mal NICHT die Anleihen eines bedrohten Landes kauft. Und sommit den gewählten (ob er mir nun gefällt oder nicht, spielt hier keine Rolle)Trottel gegen die Wand fährt, und durch einen Diktator ersetzt. Wer es wird, enscheidet der größte Gläubiger nach dem Prinzip: WER verspricht die höchste Rückzahlungsquote auf die eigentlich wertlosen Forderungen?

    Krieg ist aber immer noch die "beste" Wahl. Nur nicht mehr gegen einen für alles Schlechte verantwortbaren Nachbar, sondern HEUTE gegen das eigene Volk ! Denn das rechnet ja garnicht damit.

    Zur Ablenkung, wird dann einfach mal eine Achse des Bösen weit, weit weg ...tausende Kilometer entfernt, zum "echten Feind" erklärt.

    Allerdings (man mag mir Naivität unterstellen) glaube ich nicht wirklich, das es Krieg im Ursprünglichen geben wird.

    Vielmehr wird der Weg gegangen werden, der die Reichen reicher macht, und die Armen NOCH ärmer.....Inflation ! Keine große, sondern so immer an der Quitschgrenze. Nach ein paar Jahren, wird dann immer nur ein prozentual nicht gefährlicher Anteil der Bevölkerung feststellen, dass sie beschissen wurden.

    Da die aus rein biologischen Gründen bald sterben werden, ist dann das Problem auch gelöst.....


    Allerdings habe ich (noch) nicht den Glauben verloren, an die möglichen Unbill, die da den "Reichen" ein Strich durch die Rechnung macht (machen könnte).
  9. #98

    Wer ist schon wie Angela Merkel evolutionsprozess- und chaosphysikalisch informiert?

    Zitat von Rüdiger_Kalupner Beitrag anzeigen
    Angela denkt bekanntlich vom Ende her, aber sie redet nicht darüber.
    Da ist sie Chaosphysikerin, die weiß, dass man nur die TippingPoint-Rede halten darf, wenn es um Revolution geht, d.h. um den Sturz des Regimes zu starten, das alle Fehlentwicklungen zu seinen Gunsten angezettelt hat.
    Warum will BK Merkel immer nur Zeit gewinnen? Liebe Leute wisst ihr das? Wir dürfen jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken.
    Ich kann Euch das sagen: Hier ist die Lösung des Rätsels:

    Wie ihr wisst, nimmt die Entropie und damit das Chaos im Universum ständig zu. Ihr seht: Die Zeit arbeitet für uns.

    (Lord Arioch)
  10. #99

    Zustimmung

    Zitat von Hubert Rudnick Beitrag anzeigen
    Wenn man was verändern will, dann muss man grundsätzliches am bestehenden System verändern, nur andere Strukturen Europaweit zu machen reichen da nicht aus.
    So wie es zur Zeit besteht, dass das Finanzkapital machen kann was es will, so kann nichts funktionieren.
    Und das die Entwicklung weitergehen wird dass müssten doch alle schon wissen, auch wenn man glaubt am Besitzstand noch festhalten zu müssen und damit sind wohl nicht die einfachen Bürger gemeint.
    HR
    .......

    Es ist ja der Kardinalfehler, daß tunlichst nicht systemisch vorgegangen wird, obwohl mittlerweile das kleinste Licht geschnallt haben müßte, daß unser Finanzsystem kollabiert ist. Mit unzähligen Tricks und Manipulationen daran herumzuwirtschaften, führt jedenfalls nicht weiter, sondern macht die Schräglage immer hoffnungsloser.
    Daß die Anleihen diverser Länder nur zu immer höher werdenden Zinssätzen auf dem Markt gebracht werden können, hat ja nicht nur was mit der Bewertung, sondern auch mit einem immer größer werdenden Überangebot zu tun. Und da die Schulden immer höher werden, muß der Zinssatz zwangsläufig immer weiter steigen, sonst nähme ja niemand mehr diesen Schrott.
    Der Markt scheint da klüger, als seine Lenker!
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....








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