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Rekordrennfahrer Michael Schumacher: Liebevoller Werwolf
APWenn er das Visier herunterklappt und mit 18.000 Umdrehungen im Rücken über die Fahrbahn schießt, kennt Michael Schumacher keine Freunde - so wurde er Rekordweltmeister. Dabei ist der 43-Jährige, der jetzt seinen Abschied aus der Formel 1 erklärt hat, genau das: ein lieber Kerl.
http://www.spiegel.de/sport/formel1/...-a-859530.html
- #1 04.10.2012 19:12 von
schrecklich langweilig
Seit es Schumacher gibt, gibt es keinen Glamour mehr in der Formel 1, nur noch Leute, die wie Roboter handeln und reden. Für die Doofen ist er ein Held, für den Rest der häßlicher Deutscher: präzise, pünktlich und schrecklich langweilig.
- #2 04.10.2012 19:18 von
Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Fouls -> Erfolg?
Dieser liebe Kerl zeigt aber am Steuer das, an was Deutschland und Europa krankt: Rücksichtslosigkeit, mangelne Fairness und purer Egoismus, bis hin zur im Prinzip beinahe Sabotage an den Mitfahrern.
Auch ein Josef Ackermann mag privat ein lieber Kerl sein, aber wenn der die Krawatte umbindet und mit Vorstand/Unternehmen im Rücken kennt er auch keine Freunde mehr, ausser Frau Merkel.
Ich respektiere einen Damon Hill, ich respektiere einen Mika Hakkinnen (mein Lieblingsfahrer), ja auch einen Jaques Villeneuve. Diese Jungens waren ab und an harte Hunde auf und neben der Strecke, was oft genug bloß Show war, aber die waren keine egoistischen Rampensäue.
Sie sich doch mal einer den S. Vettel an. Und M. Schumacher 1996, nach ebenfalls 2 Titeln. Man kann auch ohne grobe Fouls Weltmeister werden. Dass der "Schumi" dafür auch noch bewundert wird...
In der Tat war er in der 2000er bis 2004er Titelreihe oftmals der Beste. Dann kamen wieder unnötige Stallregien dazu, die bestimmt auf seinem Mist gewachsen sind.
Solch einen Fahrer, solch im Allgemeinen einen Menschen, der auf dem Weg zum Erfolg weder Freund noch Feind kennt und sinnbildlich über Leichen geht... Verabscheuungswürdig klingt hart, was anderes fällt mir aber gerade nicht ein. - #3 04.10.2012 19:37 von
Schumacher hat...
die Formel 1 nicht nur in Deutschland bekannt gemacht, sondern auf der ganzen Welt. Wenn Schumacher so schrecklich "langweilig" wäre, wäre er wohl kaum Teil der Marketingstrategie geworden. Auch für Ecclestone, der Vermarkter der Formel 1, ist es wohl ein Rückschlag, dass Schumacher nun zurücktritt. Wenn irgendjemand nur einen Formel 1 Fahrer kennt, ist das wohl Schumacher.
- #4 04.10.2012 19:38 von
- #5 04.10.2012 19:41 von
Ein Spitzensportler
der Können UND Fairness miteinander verbindet ist unsterblich. Schumi war niemals fair, weshalb soll man ihn respektieren?
- #6 04.10.2012 19:41 von
Positiver gesagt:
Die Formel 1 ist durch Schumacher zu einem wesentlich professionelleren Sport geworden. Physische Fitness rückte als notwendige Qualifikation mit in den Vordergrund, Präzision ist Pflicht geworden, es ist kühler geworden, das Flair der alten Recken der 70er und 80er verloren. Mit dem Risiko. Seit Senna starb, wurde die F1 sicherer, durch Schumacher präziser und athletischer. Das ist auch beides ein Verlust. Aber Sean Connery ist auch schon eine Weile nicht mehr James Bond, und die Fußballer sind auch alle gebügelt und "hochprofessionell".
Nennt sich "Lauf der Dinge". Muss man nicht mögen, aber es ist halt so. - #7 04.10.2012 19:42 von
Wie zu erwarten war ...
7 WM-Siege, 91 Grand-Prix-Siege, 13 Saison-Siege und 68 Pole-Positions sprechen für sich, wobei doof eigentlich nur ist, die Fakten zu ignorieren.
Tempus fugit. Echte Helden gibt´s eh nicht mehr. Die hätten auch viele der Schumacher-Unfälle (und natürlich auch die anderer Fahrer) nicht überlebt. Tja, damals, als Strecken und Autos noch unsicher waren, da war es spannend!
Ich schaue in ein paar Tagen noch einmal in die Beiträge zum Thema, um wieder einmal bestätigt zu finden, das der größte Teil der Beiträge eher persönliche Animositäten (gegen wen auch immer) widerspiegelt als alles andere.
Obwohl ich in Herrn Schumacher nun wahrlich keinen Helden sehe, würde ich mich daher sehr freuen, wenn Sie mich trotzdem zu den Doofen zählen. Danke! - #8 04.10.2012 19:56 von
Bitte auf dem Teppich bleiben
In der Formel-1 gewinnt kein Fahrer irgenwelche Punkte durch Altruismus und Zuvorkommenheit. Wie in jeder Sportart gehören Fouls geahndet. Ein von allen Fahren akzeptiertes Gremium entscheidet darüber - und zwar situationsbezogen und im Einzelfall. Über diese Entscheidungen kann man sich in der F1 wie in jeder anderen Sportart auch immer wieder streiten.
Aber lassen Sie doch bitte die Pferde im Stall, wenn Sie seine Leistung als Fahrer beurteilen.
Zu persönlichen Animositäten habe ich ja schon was geschrieben. - #9 04.10.2012 20:08 von
Danke, Michael!
Für eine wunderbare Zeit! Die Formel 1 hat mir über so viele Jahre wunderbare Nachmittage (bzw. Nächte) bereitet, und das vor allem, weil ich Dir die Daumen drücken konnte. Ich habe schon bei den Rennen in diesem Jahr gemerkt, dass ich wirklich nur noch wegen DIR einschalte. Mit Deinem Abschied wird auch meine Liebesbeziehung zur Formel 1 zu Ende gehen. Aber ohne Wehmut. Change is the only constant, alles Gute!!!
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