Forum: Blogs
Rekordmonat Dezember: Steuerzahler führen 71 Milliarden Euro an den Staat ab
So hohe Steuereinnahmen gab es noch nie in einem einzigen Monat: Im Dezember hat der deutsche Staat*knapp 71 Milliarden Euro eingenommen. Doch der starke Trend lässt bereits nach.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...811711,00.html
- #120 27.01.2012 10:29 von
- #121 27.01.2012 10:31 von
- #122 27.01.2012 10:31 von
Schande
Es ist eine Schande, dass selbst jetzt noch neue Schulden gemacht werden müssen. Über 30 Milliarden Zinsen und das bei diesen geringen Zinssätzen. Was ist denn, wenn Deutschland auch fünf oder sieben Prozent Zinsen für seine Staatsanleihen zahlen muss. Dann haben wir locker 100 Milliarden Zinsen pro Jahr. Jedes Jahr, weil nicht ein einziger Euro von den Schulden zurückgezahlt sein wird. Wenn eines Tages die Jugend in Deutschland rebelliert, weil sie zwar keine vernünftigen Arbeitsplätze mit ordentlichen Löhnen und schon gar keine ausreichenden Renten zu erwarten haben, dafür aber einen gigantischen Schuldenberg, kann ich das verstehen. Seit Jahrzehnten werden wir von einer politischen Klasse der Verantwortungslosen, der Lügner und Betrüger an der künfitgen Generation regiert.
- #123 27.01.2012 10:33 von
Verteilungseffekte und fehlende Entlastungen!
Leider dürfte diese erfreuliche Nachricht bei den kommunalen Finanzen kaum eine Entlastung bringen.
Durch den kommunalen Finanzausgleich innerhalb des jeweiligen Bundeslandes fließen die mehr erwirtschafteten Steuereinnahmen ab, genauso wie beim Länderfinanzausgleich.
Und dies könnte zu einigen politischen Konflikten bei der Neuausrichtung des Länderfinanzausgleiches führen.
Dazu ein Bericht aus der Wirtschaftswoche:
Länderfinanzausgleich: Vier Länder bezahlen die Zeche - Deutschland - Politik - Wirtschaftswoche
Länderfinanzausgleich: Söder will Schulden-Bundesländer bestrafen - Deutschland - Politik - Wirtschaftswoche
Kein harter Sparkurs: Seehofer setzt auf Ende des Länderfinanzausgleichs - Deutschland - Politik - Wirtschaftswoche - #124 27.01.2012 10:36 von
Schulden abtragen ?
Wozu?
Das wird sich per Inflation von alleine erledigen !
Deshalb kaufen Sie heute ein was Sie morgen benötigen werden, aber dann viel teurer sein wird.
Viele haben das offenbar schon erkannt, Die Konsumstimmung ist doch gut wie selten zuvor.
Außerdem: Wozu sparen ? Der Staat hält das Zinsniveau nahe bei Null und Kapitaleinkünfte (= Zinsen) sind eh des Teufels und gehören bestraft (= enteignet) - #125 27.01.2012 10:50 von
1. Die Zahl ist anscheinend nicht inflationsbereinigt? Natürlich steigen die Steuereinnahmen jedes Jahr.
2. Zitat aus dem Artikel:
"[...] benötige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dieses Jahr wohl deutlich weniger neue Kredite, als von seinen Beamten geschätzt, schreibt das "Handelsblatt."
Kommentar: laut Handelsblatt kann Herr Schäuble also besser rechnen als sein Beamtenapparat. Wieso entlässt er die Leute dann nicht? - ach ja, sind ja Beamte. Ich finde Herrn Schäuble echt toll, was der alles alleine zustande bringt.... ein Mordskerl! ^^
Bitte, liebe Medien, zitiert euch nicht gegenseitig. - #126 27.01.2012 10:50 von
Exakt Null
Kinder, Kinder. Es gibt keinen Unterschied zwischen der Forderung nach Steuersenkung und der Forderung nach Haushaltskonsolidierung! Haushaltskonsolidierung bedeutet weniger Hartz - was glauben Sie denn, warum die FDP verschwindet!?
Wenn Sie verstehen wollen, warum das nicht klappt mit dem Staatshaushalt, müssen Sie sich doch nur dieses Forum anschauen, die rechten und/oder linken Thesen. Dabei sind es doch nur ein paar simple Axiome:
- Staaten sind überschuldet und Geldverbrenner - immer und überall,
- leistungsloses Einkommen gebiert nicht Gerechtigkeit und Wohlergehen, sondern Gewöhnung und damit noch mehr leistungsloses Einkommen,
- die Globalisierung ist nicht vom bösen Neoliberalen erfunden, sondern ein unabänderlicher Fakt, der zur Folge hat, dass die Dritte Welt sich vom Kuchen nimmt - und dass wir mit unseren gewaltigen Sozialhaushalten mehr für weniger Geld werden arbeiten und gleichzeitig unseren Produktivkräften, also Unternehmern, die Liechtensteinkonten geradezu aufdrängen müssen, damit sie im Lande verbleiben.
Die Dritte Welt lernt gerade die Sonnenseite des Kapitalismus kennen - und wird NICHT EINE SEKUNDE auf den deutschen vorindustriellen Romantizismus und die SED-Träume von einer globalisierungsfreien Zone Rücksicht nehmen. Wer meint, die Globalisierung als böses Werk des Neoliberalismus agitieren und diese beenden zu können, wer meint, die Wirtschaft als Gerechtigkeitsproblem betrachten zu können, kann nicht mal auf Mitleid hoffen, der wird Spott und Armut ernten. Es gibt nur eine Chance: Euro und Wirtschaftsunion, erfolg-reiche und gierige Unternehmer mit gesunden Unternehmen, viel FDP und wenig SED, viel Neoliberalismus und wenig Staat. Die Alternativen sind exakt: Null. - #127 27.01.2012 10:53 von
Nicht nur Verwaltungsbeamte
Wenn man von Beamten redet, dann sollte man nicht nur von Verwaltungsbeamten reden, sondern auch vom riesigen Heer der Lehrer. Ein gut bezahlter Haltagesjob mit 14 Wochen Urlaub und ordentlichen Pensionansprüchen. Würde man die Jahresschulzeit nur um vier Wochen verlängern, könnte man an jedem Schultyp ein Jahr einsparen. Aber dann hätten die Lehrer ja nur noch zehn Wochen Urlaub und de Burnout würde noch mehr Pägagogen befallen.
- #128 27.01.2012 10:59 von
Ich gebe mich geschlagen
Das nicht, weil Sie recht haben, sondern weil es keinen Sinn macht, gegen derartig verfestigte Vorurteile anzugehen.
Ich habe Anschauung in meiner eigenen Familie und bin anders als Sie sehr wohl in der Lage, Gleiches mit Gleichem zu vergleichen.
Zitat:"Aber die Klagen lassen nicht nach: Da vergleicht sich ein kleiner Beamter im mittleren Dienst mit mäßiger Arbeitsbelastung mit einem Geschäftsführer oder einem erfolgreichen Selbstständigen und klagt neidisch über die "hohen" Gehälter in der Wirtschaft."
Das ist lächerlich!
Mein Einkommen ist in den letzten Jahren nicht gewachsen, sondern
- wie bei vielen abhängig Beschäftigten - massiv gesunken.
Und das ohne Einrechnung von Kaufkraftverlusten durch die Inflation.
Aber wie gesagt: geschenkt.
Gegen Ihre Vorurteile und Ihre "schlüssige Argumentation" komme ich nicht an. - #129 27.01.2012 11:04 von
Zustimmung
Volle Zustimmung. Man hat den Eindruck, vor lauter Staatsgläubigkeit und Gutmenschentum realisieren viele Bürger nicht mehr, dass der Staat mit ihrem Steuergeld alles andere als veantwortlich umgeht. Hinzu kommt, dass sehr viele wesentlich mehr vom Staat erhalten als sie dem Staat geben. Auch diese Gruppe hat natürlich ein Interesse daran, dass der Staat die Steuern nicht senkt, sondern dass der Staat weiterhin sein Füllhorn kräftig ausschüttet. Diejenigen, die den Karren Deutschland tatsächlich ziehen, werden trotz angeblich hoher Beschäftigtenzahl immer weniger. Bei Wahlen sind die Nehmer zahlenmäßig stärker als die Zahler.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

