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Rekordhoch: 26 Millionen Menschen in Europa haben keinen Job

APDie Arbeitslosigkeit in Europa bleibt auf einem Rekordhoch: In der Euro-Zone lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 11,7 Prozent - der höchste jemals gemessene Wert. Eine kleine Hoffnung gibt es aber: Die Wirtschaftsstimmung hellte sich zu Beginn des Jahres deutlich auf.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-880939.html
  1. #1

    Rekordarbeitslosigkeit bei sich aufhellender Stimmung?

    Was ist denn jetzt faul im Staate? Möchte man dem Leser weismachen, auch wenn es im Moment alles trübe aussieht, bitte die Hoffnung nicht verlieren? Bei weiter sinkenden Löhnen und Überangebot an Arbeitskraft lässt sich besser wirtschaften und dann geht es uns allen wieder gut?

    Nun gut, dem Trugschluss mag ich nicht folgen und auch der dürftig ausgemalten Aufhellungsstimmungsmache. Das ist in etwas so, als würde man folgendes postulieren: Hartz IV Bezieher leben gesünder … das ist aber als Satire ausgepreist, der hiesige Artikel nicht. Begründen kann man also immer alles in jede Richtung, nur ob es dann besser wird, das steht nicht nur in den Sternen.

    Eher geht es wohl weiter bergab, denn das Finanzsystem ächzt und muss zwangsläufig immer mehr Mittel verschlucken damit die Zinslasten auch abgesaugt werden können. Die, sind anders als die Masse Mensch nämlich nicht disponibel. Kranke, verkehrte Welt muss man da konstatieren.
  2. #2

    Europa oder EU?

    Wieso wird dauernd in den Überschriften die EU als ganz Europa hingestellt? Im Artikel geht es doch eindeutig nur um die zumeist westeuropäische EU. Osteuropa und der Balkan gehören halt einfach nicht ins Bild eines ach so modernen und reichen "Europa"
  3. #3

    Grundsatzfrage...

    Was leider immer wieder falsch dargestellt wird: Es ist kein Privileg, einen Job zu haben. Der Mensch hat nicht das Recht auf Arbeit, sondern auf Freizeit. Und in einer Gesellschaft muss immer für alle gesorgt sein, mit einer angemessenen Grundversorgung. Es wird immer ausser Acht gelassen, dass es genug Unternehmen und Menschen gibt und immer geben wird, die deutlich mehr als der Durchschnitt haben wollen und somit auch zu leisten bereit sind, daß diese soviel zum Bruttosozialprodukt beitragen, um denjenigen, die keine Arbeit haben oder nicht arbeiten wollen, ein normales menschenfreundliches Leben zu ermöglichen. Aber in unserer Gesellschaft rafft, wer kann, und gibt nicht freiwillig an diejenigen, denen die Veranlagung dazu fehlt. Aber gerade deshalb leben wir in einer sozialen, funktionierenden Gesellschaft, damit sich Millionen Menschen ohne Arbeit weder schämen noch abkanzeln müssen, sondern eigentlich ein ganz normales Leben führen könnten. Nur verhindern Lobbyismus, Habgier und Größenwahn dieses geniale Prinzip eines Sozialstaates. Ich bin Unternehmer und benötige keine Unterstützung. Aber ich weiß, daß wir erheblich mehr erschaffen, als wir selbst verbrauchen können. Und damit unterstütze ich selbstverständlich andere Menschen, anstatt es zu horten und den Geldberg in den Himmel wachsen zu lassen. Zu schade, daß so wenige denken wie ich. Aus einer Arbeitslosenstatistik könnten wir problemlos eine Urlaubsstatistik machen, wenn die Menschen einfach nur umdenken würden.
  4. #4

    Grund zum

    Optimismus gibt es nicht trotz aller Schönrederei. Die Talsohle ist noch lange nicht erreicht. Seit Erhardts Zeiten ging es ständig per Saldo immer nur bergab. Wäre es anders müsste man heute nicht den höchsten jemals gemessenen Wert zur Kenntnis nehmen.
  5. #5

    wir haben doch die Talsohle durchschritten

    Zitat von einsteinalbert Beitrag anzeigen
    Optimismus gibt es nicht trotz aller Schönrederei. Die Talsohle ist noch lange nicht erreicht. Seit Erhardts Zeiten ging es ständig per Saldo immer nur bergab. Wäre es anders müsste man heute nicht den höchsten jemals gemessenen Wert zur Kenntnis nehmen.
    Das liest sich ja schrecklich wenn Sie schreiben, die Talsohle sei längst nicht erreicht. Da haben Sie sich wohl von der Ansprache unserer geschätzten Bundeskanzlerin etwas zu stark beeindrucken lassen. Aber sie hat ja alles fest im Griff. Von daher können Sie durchaus optimistischer sein.

    Aber es stimmt schon. Die schönen wilden 60er Zeiten kommen nicht wieder. Ich kann gut verstehen, daß Sie diese vermissen.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Arbeitslosigkeit in Europa [...]
    Wird ein spanischer Arbeitsloser genau so statistisch erfasst wie ein deutscher Arbeitslose? Oder ein italienischer? Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Ich habe das Gefühl, in Deutschland setzt man solche Maßstäbe dafür an, um möglichst wenig Arbeitslose zu haben, während gerade die Krisenstaaten möglichst schlechte Zahlen vorlegen, um einen Grund mehr zu haben, unter den Rettungsschirm zu kommen.
  7. #7

    Der Euro hat diese Situation verursacht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Arbeitslosigkeit in Europa bleibt auf einem Rekordhoch: In der Euro-Zone lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 11,7 Prozent - der höchste jemals gemessene Wert. Eine kleine Hoffnung gibt es aber: Die Wirtschaftsstimmung hellte sich zu Beginn des Jahres deutlich auf.

    Rekordhoch: 26 Millionen Menschen in Europa sind arbeitslos - SPIEGEL ONLINE
    Ohne den Euro, mit eigenen nationalen Währungen in einem
    europäischen Wechselkurssystem stünden die Eurovolkswirtschaften
    heute wesentlich besser dar, weniger Verschuldungen, keine
    Rettungsfonds, weniger Arbeitslosigkeiten und mehr ökonomische
    Gesamtdynamik.

    Der Euro hat siebzehn Volkswirtschaften in einem Währungsraum
    zusammengefasst, die Südzone ist zu realen Abwertungen gezwungen,
    um eine eigene Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen. Dieser
    Anpassungsweg ist jedoch versperrt. Der Euro wirkt wie ein
    Beschäftigungsverbot.

    Die ökonomischen Ungleichgewichte können nicht mehr durch einen
    zeitnahen, flexiblen und marktkonformen Wechselkurs einer eigenen
    Währung an- bzw. ausgeglichen werden. Zudem befinden sich die
    südlichen Eurovolkswirtschaften in einer jahrelangen Rezessionsphase,
    die mit harten Sanierungs- und Sparauflagen begleitet werden und die
    die Arbeitslosigkeiten weiter ansteigen lassen.

    Dazu einige wichtige Fakten zur besseren Verdeutlichung:

    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Wettbewerbsfähigkeit: Deutschland zieht den Euro-Partnern davon - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Denkfabrik: Frankreich droht eine Flaute von einem Jahrzehnt - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Gastbeitrag: Die Eurokrise ist noch nicht gelöst - Europas Schuldenkrise - FAZ
    Mayers Weltwirtschaft: Euro abwerten - Mayers Weltwirtschaft - FAZ
  8. #8

    Arbeitslosigkeit und Reichtum

    Zitat von volker.foerster Beitrag anzeigen
    ... Und in einer Gesellschaft muss immer für alle gesorgt sein, mit einer angemessenen Grundversorgung. ... Aber in unserer Gesellschaft rafft, wer kann, und gibt nicht freiwillig an diejenigen, denen die Veranlagung dazu fehlt. Aber gerade deshalb leben wir in einer sozialen, funktionierenden Gesellschaft, damit sich Millionen Menschen ohne Arbeit weder schämen noch abkanzeln müssen, sondern eigentlich ein ganz normales Leben führen könnten. Nur verhindern Lobbyismus, Habgier und Größenwahn dieses geniale Prinzip eines Sozialstaates. ... Aber ich weiß, daß wir erheblich mehr erschaffen, als wir selbst verbrauchen können. ...
    Reiche werden immer reicher durch zu geringe Besteuerung.
    Dieses Geld fehlt den anderen und dadurch fehlt die Nachfrage, was zu Arbeitslosigkeit führt.
    ReichtumsUhr.de
    Zuwachs pro Sekunde: 6440 Euro
  9. #9

    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Wird ein spanischer Arbeitsloser genau so statistisch erfasst wie ein deutscher Arbeitslose? Oder ein italienischer? Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Ich habe das Gefühl, in Deutschland setzt man solche Maßstäbe dafür an, um möglichst wenig Arbeitslose zu haben, während gerade die Krisenstaaten möglichst schlechte Zahlen vorlegen, um einen Grund mehr zu haben, unter den Rettungsschirm zu kommen.
    Das sehen Sie falsch.In Portugal ist inzwischen jeder 4.von Armut bedroht.Was zum einen damit zusammenhaengt,dass viele Menschen wegen kurzfristiger Zeitarbeitsvertraege keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.Diese Personen werden somit statistisch auch nicht erfasst.Zum anderen,dass wegen hoher Steuer- und Sozialabgaben,selbst Menschen,die arbeiten,am Existenzminimum leben.Und immer mehr kleinere Betriebe schliessen und Mitarbeiter entlassen muessen.Zu dieser Situation hat letztendlich auch "das Schluepfen unter den Rettungsschirm "gefuehrt.


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