Zitat von
fragezeichen31
Ich gehöre nun wirklich nicht zu denen die gern die Hand aufhalten, aber nach dem, was ich nach Beendigung meines Studiums mit unserem Sozialsystem erleben durfte, wundert es mich nicht dass die Sozialkassen prall gefüllt sind.
Wer den großen Fehler macht, aus einem komplett eingerichteten Studentenwohnheim nicht wieder zu Mama und Papa zu ziehen (dann auch keine eigene Küche besitzt), sollte nicht auf die Unterstützung der Arge hoffen.
Ist man nicht direkt aus dem Elternhaus ausgezogen, hat durch einen Brand sein Heim verloren, oder wurde just aus dem Knast entlassen, wird es keine Förderungsbewilligung für eine Erstausstattung geben. Wie soll ich mein neues Leben denn gestalten, wenn ich mich nicht ernähren kann?
Ich war die letzten vier Jahre nicht im Gefängnis, sondern habe auf dem 2. Bildungsweg ein echt hartes Studium absolviert. Der finanzielle Aufwand war erheblich, die Studiengebühren bis zum 7. Semester bezahlen zu dürfen, damit sie gegen Ende meiner Ausbildung als unsinnig eingestuft und abgeschafft werden, erscheint einem nur als Witz! Das BaFög wird nur bis zum 6. Semester gezahlt, wer länger brauch hat Pech gehabt.
Ich habe kein Kapital aber Schulden und um mein Problem mit meiner Küche zu lösen, wird mir von der Arge dann ein Kredit angeboten, den könnte ich ja zur Not in einer Zeitarbeitfirma abarbeiten...toller Vorschlag!
Von Seiten des Amtes wurde leider auch versäumt der Krankenkasse mitzuteilen, dass sich mein Status geändert hat und die Kasse bucht natürlich von meinem Konto ab.
Auf meine Nachfrage bei der Krankenkasse, ob ein Versäumnis meinerseits dafür Verantwortlich ist, erfahre ich dass es sich wohl um eine generelle Taktik des Amtes handelt, die Benachrichtigung teilweise bis zu drei Monate zurück zu halten, Kleinvieh macht auch Mist. Ich bin garantiert nicht der Einzige mit dem so verfahren wird und das sich das summiert, ist klar!
Was für die Einen der Aufschwung, ist für die Anderen der Abstieg...