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Rekord: Spanien macht so viele neue Schulden wie noch nie

dapdMit drastischen Sparmaßnahmen kämpft Spanien gegen die Krise - und häuft doch mehr Verbindlichkeiten an als je zuvor. Laut einem Zeitungsbericht wächst wuchs der Schuldenberg im Jahr 2012 um 146 Milliarden Euro. Ein Grund für den Rekord sind ausgerechnet die Hilfen der Euro-Partner.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-883925.html
  1. #60

    Korrektur

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Natuerlich.
    Einem Rentner der seine Schaefchen im Trockenen hat muss das ja alles auch nicht interessieren.
    Da kann man sich schon mal vollkommen irrationalen Kriegsaengsten hingeben und von den vereinigten Staaten von Europa traeumen.
    Ich denke, Sie haben ein zu korrigierendes Bild von Rentnern. Denn wenn der von vielen Foristen beschriebene oder befürchtete Supergau eintreten sollte, ist es doch gerade dieser Personenkreis der alles verliert und eben keine Möglichkeit mehr hat, durch Erwerbstätigkeit noch sein Leben zu fristen. Sie können dies am Beispiel der griechischen Rentner erkennen. Gerade bei den griechischen Rentner ist eine stark erhöhte Selbsttötungsrate festzustellen. Daher plädiere ich schon seit geraumer Zeit für ein humanitäres Hilfspaket, außerhalb jeglicher sonstiger Hilfen.
  2. #61

    Wenn ich mir die Kommentare so ansehe, stelle ich fest,

    dass viele Menschen nicht zu verstehen scheinen, welche Probleme eine Währungsunion mit sich bringt. Zur Historie, global, ist zu sagen, ca. 120 Währungsunionen hat es gegeben und die sind alle samt und sonders den Bach runtergegangen und auseinander gefallen. Die Gründe möchte ich mir höflich erlauben, darzulegen, den Euro betreffend, soweit ich sie überblicke: a) Ein Leitzins für 17 total unterschiedliche Wirtschaftsräume mit äußerst differenten Konjunkturverläufen ist nicht hilfreich, sondern kontraproduktiv. b) Fehlende Devisenkurse zwischen diesen Ländern, wie eigentlich notwendig, gibt es mit der Währungsunion logischerweise nicht mehr. c) Diese fehlenden Parameter mit ihrer ausgleichenden Wirkung werden durch das Nachgeben schwacher Parameter (sprich: Arbeitsmarkt, Steigen der Arbeitslosenzahlen, Fallen der Arbeitnehmereinkommen und meist auch der Einkommen kleinerer Gewerbetreibender, die von Binnenmärkten abhängen, ersetzt. d) Diese Entwicklung treibt die Rezessionen in den jeweiligen Binnenmärkten an und erhöht die Verschuldung der Staaten, ohne dass daran etwas zu ändern wäre, alldieweil die Oberschlauen mit Summa cum Laude und keinerlei Ahnung von Ackerbau und Viehzucht noch glauben, die rezessiven Entwicklungen durch Sparpakete weiter verschärfen zu müssen. e) Zu den Zeiten, als die Eurozone noch funktionierte, weil keiner der Verantwortlichen den Durchblick hatte und auch die Finanzmärkte nix checkten, ( Außer Greenspan bei der Federal Reserve) haben Staaten wie Spanien und ihre Banken zu Niedrigzinsen, weil die Leitzinsen der EZB so niedrig waren, dies war den rezessiven Entwicklungen damals in der Bundesrepublik und in Frankreich geschuldet, gigantische Kredite aufgenommen, die Banken diese mit hoch geschätzten Grundschulden und Hypotheken auf unrealistisch hochgeschätzte Immobilien besichert, was mit Grundschuldbriefen oder Hypothekenbriefen (oder in Spanien halt was anderes, keine Ahnung, das Grundbuch ist different dort zum deutschen und auch das Grundrecht ist different zum deutschen Grundrecht) kein Problem darstellt zur Refinanzierung über eine Zentralbank. Der Boom in Spanien damals wurde dort als angenehm empfunden und die damit verbundenen Gefahren von den Laien dort nicht erkannt. f) Die Laien bei uns haben die Gefahren der gleichen Leitzinsen für unterschiedliche Konjunkturentwicklungen in den unterschiedlichen Staaten natürlich auch nicht erkannt und leugnen die negativen Auswirkungen bis heute. Dieser Fehler ist dieser Schrottwährung angeboren und lässt sich auch nicht beheben. UND DESHALB WIRD DIESER SCHROTT UNTERGEHEN. Quod erat demonstrantum.
  3. #62

    ...

    Das Ganze wird so lange so weitergehen bis alles was bei uns die öffentliche Hand bezahlt, also Wasserversorgung, Müllabfuhr, Schulen usw. in privater Hand ist und die Spanier so richtig schamlos ausgenutzt werden können. So wie es schon jetzt in Portugal und teilweise auch in Griechenland. Und weil der Spiegel immer auf der Gewinnerseite sein muss, werden seine Journalisten die Privatisierung des öffentlichen Raums als guten Kompromis verkaufen. Wie es den Menschen dabei geht war den deutschen Gewinnern schon immer egal.
  4. #63

    Zitat von sichersurfen Beitrag anzeigen
    Ich denke, Sie haben ein zu korrigierendes Bild von Rentnern..
    Tut mir leid. Die von Ihnen beschriebenen Dinge sind natuerlich richtig.
    Ich wollte nur ein bisschen mit den Klischees spielen.

    Ich bin halt einfach einer der Verlierer, die durch EU und Euro tierisch "draufzahlen".
    Da platzt einem manchmal ein bisschen der Kragen wenn man immer nur hoert "Deutschland profitiert kraeftig vom Euro".
  5. #64

    Währungsunion am Ende

    WANN begreifen die Menschen - und auch die führenden Politiker-, dass es eine Währungsunion nur unter Staaten geben kann, die auf Augenhöhe wirtschaften und ähnlich wettbewerbsfähig sind. Der Euroraum ist dagegen eine riesige Transferunion - und wird, einer Super Nova gleich, auch implodieren. - Einzig eine Trennung in NORD - und SüdEuro ist realistisch! Jeder Tag mehr kostet uns richtig Geld!!!
  6. #65

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    (...)Der Boom in Spanien damals wurde dort als angenehm empfunden und die damit verbundenen Gefahren von den Laien dort nicht erkannt. (...)
    Ich weiss nicht. Ich bin auch ein "Laie". Aber ich war/bin oft in Spanien und mir war bei den ersten Aufenthalten nach der Euroumstellung sofort klar dass das niemals gutgehen kann wenn ich als Deutscher ploetzlich in Spanien dreimal so viel fuer mein Bier zahlen soll wie vorher und der Kaufkraftvorteil der DM zur Pesete von einem Tag auf den anderen nivelliert wird.
    Ganz naiv gesagt.
    Eine erzwungene Kaufkraftangleichung so derart verschiedener Volkswirtschaften MUSS doch in die Hose gehen.
    Es wundert mich dass das ueberhaupt schon so lange "haelt".
  7. #66

    Kompliment -

    - Frau Merkel und Kollegen! Da habt ihr ein schönes Desaster für die nächste deutsche Regierung, den politischen Gegner also, angerichtet.
    Dabei wart ihr doch eigentlich fest überzeugt man müsse nur die Arbeitnehmer, Arbeitslosen und Rentner kräftig quälen, dieses nutzlose pack das nur von euch Leistungsträgern alimentiert wird, und schon prosperiert wieder "die Wirtschaft".
    So kippen die neoliberalen Mythen, - aber erst nachdem ein paar Millionen Mitbürger dafür ins Gras beißen mussten, in Ermangelung anderer Nahrungsmittel.
  8. #67

    Die €urozone muss zugunsten Aller verkleinert werden...

    Deutschland sollte sich für eine Verkleinerung der €urozone auf wirtschaftlich produktive Staaten stark machen...
    Bereits finanzielle Leistungen und Haftungen, Bürgschaften kann man abgelten lassen, durch Aktienanteile, Dividenden, Staatsbeteiligung, Gewinnbeteiligung, Gold und/oder auch mit Verrechnung der Target-Salden mit Bürgschaften.
    Die zu schwachen Länder, welche im €uro nicht mitkommen, sollen wieder die eigene Währung einführen und abwerten. Nur so lässt sich diese skandalöse Arbeitslosigkeit von 30% und eine Jugendarbeitslosigkeit von 50-65%!!! wirksam angehen...!
    Dieser Zustand in den südl. €-Ländern ist katastrophal, lässt die Menschen verzweifeln, so dass aus dieser Situation ohne weiteres Umstürze, Militärdiktaturen, Sezessionen oder gar Bürgerkriege entstehen können...
    Merkel und auch Holland müssen dies begreifen und eine offene €urozone (mit Austritten) zulassen...
    Prestige hin oder her. Die €urofanatiker und Gesundbeter haben genug unheil angerichtet...

    Kohl, Delors, Genscher, Waigel & Co haben durch zu kurz gedachtes "Europa"-Wunschdenken, uns durch den wirtschaftlich zu weit auseinanderklaffenden, nicht zusammenpassenden Euroraum in eine finanziell unsichere, überschuldete; gefährliche Lage gebracht.

    Eine aufschlussreiche, seriöse Quelle über die aktuelle Befindlichkeit der €urozone findet man auf Internet abrufbar unter; cesifo-group, Hans-Werner Sinn,
    "Die Logik der Targetfalle", Vortrag vom 17.12.2012.

    Da wird eine Gesamtverschuldung (Banken- und Staatsverschuldung) allein im südl. €uroraum (ohne Frankreich, Belgien und Slowenien..!!) von fast
    12 Billionen € festgestellt...

    Zusammen mit Frankreich, Belgien, Slowenien und dem €-Norden könnte die Gesamtverschuldung Eurolands, die der USA (ca. 16 Billionen US-$) übertreffen...!
  9. #68

    Zitat von heidi1-preiss Beitrag anzeigen
    Belehren Sie mich - noch bin ich lernfähig.
    Ich werde mich hüten ihnen meine Meinung aufzuzwingen, den idealen Kandidaten gibt es aktuell bei weitem nicht und meine Antwort würde daher nur zynisch erscheinen.

    Ich habe übrigens nicht geschrieben, dass die ganzen Transfermechanismen umbedingt richtig wären, das macht das, was die Unterzeichner dieses Briefes versuchen zu propagieren aber nicht legitimer.
  10. #69

    Alles schon mal dagewesen

    Zitat von Mart-73 Beitrag anzeigen
    Von Anfang 2000 bis Ende 2008 lebte ich in Barcelona. Während meiner landesweiten Arbeit als Servicetechniker stellte sich mir von Beginn an eine Frage. Wer bitte kauft all die völlig überteuerten Immobilien, welche überall aus dem Boden gestampft wurden? Kein Fleck war dieser Maschinerie dabei heilig. Jedes noch so unmögliche Domizil sollte Höchstpreise erbringen. Letztendlich wahren es nach meiner Rückkehr gut 1.2 Millionen Häuser und Wohnungen für die es keine Käufer mehr gab. Bis heute stehen diese weitestgehend leer. Milliarden setzten die Spanier buchstäblich in den Sand. Fallende Preise? Fehlanzeige! Wann müssen die Banken Ihre Verluste zugeben und wer soll diesen Wahnsinn bezahlen? Alles was dieses Land boomen ließ war der übertriebene Bauboom. Gut, nicht nur, aber zu einem gefühlt sehr großem Anteil, welcher heute weitestgehend inexistent ist. Noch hält die Jugend still, doch laut meiner spanischen Freunde brodelt es unter der Decke der Schonfärberei. Ein winziger Funke wird Wut und Ohnmacht freien Lauf lassen. Hoffen wir das die Systemprofiteure in diesem Falle nicht wie Heuschrecken handeln.
    Kuckst Du
    Tulpenmanie
    Und überhaupt, es ist völlig Blödsinnig auf die Südländer oder die Regierung zu schimpfen. Das derzeitige Geldwesen entwickelt eben seine eigene Dynamik. Ich denke mal, nach der Bundestagswahl kommen die Karten auf den Tisch. Die Regierungen haben innerhalb des Systems nur wenig Spielraum. Sie können versuchen das Problem durch Inflation in den Griff zu bekommen. Wenn das nicht mehr greift, gibts einen Währungsschnitt. Den Terroisten sei dank, haben wir ja die passenden Notstandsgesetze in der Schublade.
    Wer sich soviel Geld schuldet, hat nicht die Absicht es zurückzuzahlen.
    Oder gab es mal eine Debatte, wie Deutschland seine Schulden planmäßig in den nächsten 200 Jahren abbaut?








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