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Rekord-Lottogewinn: Wie es sich mit 100 Millionen Euro lebt

SPIEGEL ONLINEMehr als 100 Millionen Euro für 250 Menschen: Das spanische Dorf Sodeto räumte bei der Weihnachts-Lotterie "El Gordo" mächtig ab. Was macht man mit so viel Geld? Hochmut, Neid, Missgunst und teure Sportwagen sucht man dort jedenfalls vergeblich. Ein Ortsbesuch.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...813082,00.html
  1. #50

    Zitat von emiliolojo Beitrag anzeigen
    Eigentlich wollte ich nur darauf aufmerksam machen, das es leicht ist in Spanien ein Lottogewinn gegen Schwarzgeld einzutauschen, wie eindrucksvoll bestätigt mit den letzten Korruptionsskandalen wo listige Politiker komischerweise mehrere male bei der Lotterie gewonnen hatten. Es braucht ja nur den Schein.
    Geldwäsche, bei der man nur oder gar weniger als 50% des ursprünglichen Betrages behält? (Sonst wird der Betrag des Lottogewinns für den eigentlichen Gewinner ja nicht verdoppelt oder verdreifacht.) Nicht gerade eine attraktive Quote. Einen Politiker, der sich auf so etwas einläßt, würde ich nicht unbedingt als listig bezeichnen. Ein wirklich listiger Politiker sollte eine deutlich bessere Quote bekommen können. ;-)
  2. #51

    Den Wert des Euros..

    kann man nicht nur an den faktischen Preisen festmachen, sondern man sollte ihn auch in Relation zum Gebotenen setzen.

    Klar sind Notebooks, PCs, TVs günstiger geworden - erkauft aber mit etlichen Arbeitsplatzverlusten, deren Kosten sich nun über H4 die Gesellschaft teilt (zum Teil mit Geld, das eigentlich nicht da ist). Zudem ist die Wertigkeit eines heutigen LCDs oder Günstigelektronik aus Fernost nicht zu vergleichen mit den Anbietern zu DM-Zeiten, die die Szenerie beherrscht haben (Loewe, Grundig, etc.). Diese Geräte haben zum Teil 15,20 Jahre funktioniert und ihren Wert nicht kaum verloren. Wenn defekt, waren sie für wenig Geld wieder instandsetzbar. Heute ist der Lebenszyklus deutlich kürzer (maximal 5 Jahre), der Wert sinkt sofort nach Kauf und bei einem Defekt lohnt keine Reparatur mehr. Klar kann man auch heute noch gute Qualität erstehen, aber dann nicht zu den Preisen, die hier als Beispiel für die Vergünstigung genannt werden.

    Produkte und Dienstleistungen, welche ortsabhängig erzeugt wurden, sind im Euro-Zeitalter eklatant gestiegen, also die Dinge des täglichen Lebens. Die Löhne konnten da nicht mithalten. Durch den Zinseszinseffekt und der geänderten Ausrichtung unserer Marktwirtschaft hat sich eine Spekulationswirtschaft durchgesetzt. Wachstum um jeden Preis ist wie ich finde ein überholtes Konzept, weil es schon längst bewiesen hat dass es nicht der breiten Maße weiterhilft.

    Im übrigen, Respekt für die bodenständigen Menschen dort. Ich denke dass Menschen in großen Ansammlungen oft den Blick für das Wesentliche verlieren. Großstädter machen sich über die "Zurückgeblieben" auf dem Land eher lustig. Aber der Mensch muß essen, muß seine Umwelt und die Natur begreifen, um "zu leben".
  3. #52

    Zitat von Altesocke Beitrag anzeigen
    Die wollen deshalb ja auch nicht verstaatlichen!
    Und die euromilliones lotterie blockieren die deshalb auch.
    Aber reden immer vom 'Jackpot diese Woche, auch wenn' der 1 Rang in der letzten Ziehung abgeraeumt worden ist, und somit gar kein Jackpot vorhanden sein kann.

    Muss was mit dieser Sucht'preavention' zu tun haben, ohne Jackpot ist die Versuchung vielleicht groesser, gar nicht zu spielen! Das muss verhindert werden, um jeden Peis!
    ooops:
    Streiche 'verstaatlichen', setze 'privatisieren'
    Sry!
  4. #53

    Da bekommt man doch Mitleid...

    Zitat von korox Beitrag anzeigen
    400k Euro als Microgewinn zu offerieren ist schon hartes Stück. Für mich diese Sichtweise völlig undenkbar. Ich müsste mehrere Jahrzehnte arbeiten um auf solch eine Summe zu kommen (gesetzt dem Fall das andere Faktoren relativ stabil bleiben).
    mit Hr. Ackermann! Wie der mit seinem Einkommen fertigwerden muss!
  5. #54

    Vieleicht

    Zitat von borgelt Beitrag anzeigen
    Geldwäsche, bei der man nur oder gar weniger als 50% des ursprünglichen Betrages behält? (Sonst wird der Betrag des Lottogewinns für den eigentlichen Gewinner ja nicht verdoppelt oder verdreifacht.) Nicht gerade eine attraktive Quote. Einen Politiker, der sich auf so etwas einläßt, würde ich nicht unbedingt als listig bezeichnen. Ein wirklich listiger Politiker sollte eine deutlich bessere Quote bekommen können. ;-)
    Aber wer gibt sein ehrlich verdientes (ehem) im Lotto gewonnen Geld für weniger heraus. Wenigstens braucht man es nicht verstecken, das ist schon etwas Wert, glauben sie mir. Da gibt es eher noch miesere Quoten: Gerade beschlossen in Spanien darf nur bis 5000 Euro bar bezahlt werden, das soll Millionen aufspüren helfen. Üblicherweise ist es so , für dein Haeusschen bezahle ich dir 50% in Echt und 50% in Schwarz und das hat lange gut funktioniert. Ich kannte ein Pub(Bar) das nannte sich zum Spass "in B" soviel wie die 2 Alternative zu bezahlen ohne Rechnung, ohne ein -hehl daraus machen zu wollen, woher das Geld dafür herkam.
  6. #55

    Zitat von borgelt Beitrag anzeigen
    Erklären Sie doch bitte einmal, wo die Multimillionäre herkommen.
    Kein Mensch kauft für sich allein ein "billete" (volles Los, kostet 200 Euro, maximaler Gewinn 4 Millionen Euro), sondern höchstens ein "decimo" (Zehntellos, kostet 20 Euro, maximaler Gewinn 400000 Euro). Selbst wenn jemand, über mehrere Zehntellose oder kleinere Stückelungen, am Ende, sagen wir, 30% eines vollen Loses hält (was ich für extrem viel halte - hatten Sie jemals so viel?), gewinnt er nur 1.2 Millionen. Ich gehe davon aus, daß es in Sodeto keinen einzigen Multimillionär gibt.
    Na ja, 128 Millionen Euro, 69 gewinnende Familien......einige haben 100000 gewonnen (der kleinste Preis) andere "mehr"

    Und ja, 200 Euro kostet so ein Los und ich kenne einige, mich eingeschlossen, welche das ganze Los kaufen.
    Meine Nummer, 44484, welche ich seit Jahren spiele, hat immerhin 1000 Euro (5 Euro fuer jeden Euro) gebracht.

    Immer dran denken, das im normalfall ein decimo gespielt wird, aber 10 Teile sind eben schon ein Los. 69 Familien haben gewonnen, die gleiche Nummer laeuft ja ueber alle Serien. Wenn diese Gemeinde also schon immer diese Nummer spielt und sie haben mehrere Serien, kommt da ganz schnell eine huebsche Summe zusammen.
  7. #56

    Investition kontra Konsum und Verschwendung

    Zitat von Vollidiot und Millionär Beitrag anzeigen
    Ich möchte zu den anderen Beiträgen, die den Konsumverzicht loben, anmerken, dass von diesem Konsum unsere ganze Wirtschaftsleistung und eigentlich die ganze Wirtschaftsform abhängt. Wer den Verzicht predigt muss sich klar sein, dass damit keine exponentiellen Wachstumsraten(Zinseszins) möglich sind. Dies erreicht man nur mit immer mehr Konsum(notfalls auf Kredit). Wir müssten uns von Vorstellung ewigen Wachstums als Ideal trennen(Wird ja endlich sogar von unseren Parlamentariern diskutiert). Ich wäre dabei, aber ich denke es wäre der Tod für unsere Wirtschaftsform. Sind wir dafür bereit?
    es ist ja nicht so, dass der eine oder andere, wie z.B. der Landwirt, gar ninchts kaufen. Der Landwirt hat z.B. ein Stück Land dazugekauft, was er beackern kann und damit wieder Gewinn erzielt. Der ein oder andere Handwerker wird sich ein zusätzliches Gerät für seinen Betrieb kaufen.
    Aber es ist etwas komplett anderes, ob man sich nun einen Porsche, Maserati oder sonstwas kauft, was einem langfristig nichts bringt.
    Angenommen, Sie hätten dort 100.000 gewonnen und Sie kauften sich nun einen Porsche oder Maserati für diese 100.000 €, oder was die Dinger kosten. Das Geld wäre anschliessend weg, Sie hätten die Merhkosten bei Reparaturen, die unter Umständen je nach Straßenbelag schneller auf Sie zukommen als anderswo.
    Investieren Sie aber in Ihr Haus (Sanierung, Renovierung, Solaranlage) oder Ihren Betrieb, haben Sie oder vielleicht noch Ihre Enkel mehr von Gewinn als der Spaß, einmal einen Flitzer besessen zu haben, der Ihnen dann nur relativ wenige Jahre zur verfügung steht.








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