heisst dies, dass bis auf die DAX30-Unternehmen de facto KEIN weiteres Unternehmen in Deutschland Gewinne gemacht haben soll?
DPASchuldenkrise? Schwache Konjunktur? An den großen deutschen Börsenkonzernen ist all das offenbar spurlos vorbeigegangen. Die 30 Dax-Unternehmen fuhren 2011 zusammen mehr als 100 Milliarden Euro Gewinn ein - neuer Rekord.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...822801,00.html
heisst dies, dass bis auf die DAX30-Unternehmen de facto KEIN weiteres Unternehmen in Deutschland Gewinne gemacht haben soll?
Ob Sie es wissen oder nicht, aber Sie spiegeln die Meinung von Deutschlands klügsten Professor wider, des Herrn Sinn aus Munich!
Er ist auch der Meinung, dass die Unternehmen weniger für Gehälter zahlen sollten, damit mehr Geld für Investitionen bei den Unternehmen bleibt. Ein netter Gedanke - zu Ende gedacht bedeutet das, dass irgendwann Henry Ford recht bekommt, der einst feststellte "Autos kaufen keine Autos"!
Ich freue mich für jeden Mitarbeiter dieser Konzerne, der Sonderzahlungen bekommt, das steht ausser Frage. Besonders, wenn es die untere Gehaltsgruppe trifft (wobei man dort als Festangestellter ja wohl ohnehin ganz ordentlich verdient).
Ich kann nur dieses ewige Herumgeheule dieser Unternehmen nicht mehr ertragen, warum es notwendig ist, dass der Staat ihnen Subventionen in den Konzern-Arsch bläst, die Unternehmensbelastungen bei den Lohn-Nebenkosten zu Lasten der Mitarbeiter senkt und überhaupt alles dafür tut, damit diese Konzerne eben noch mehr Geld in den After Ihrer Eigentümer stecken können.
Das Schönste aber ist: wenn dann im nächsten Jahr 99 Mill. Gewinn abfallen, spricht man wahrscheinlich von Negativ-Gewinn^^
Übrigens: haben bei VW eigentlich wirklich ALLE Mitarbeiter diesen Bonus bekommen, oder bezieht sich der Bonus nur auf festangestellte Mitarbeiter des VW-Konzerns? Was ist mit Leiharbeitern und outgesourcen Betrieben? Würde mich mal interessieren.
Ja, nach aktuellen Schätzungen betrug das Steueraufkommen an Körperschaftsteuer 2011 ca. EUR 15 Mrd. Dazu ein paar Punkte:
(1) Die Gewerbesteuer (mit einem durchschnittlichen Steuersatz von ca. 15%), die ausschließlich den Kommunen zugute kommt, ist noch hinzuzurechnen.
(2) Aufgrund des in Deutschland geltenden "Teileinkünfteverfahrens" wird das Steuersubstrat noch einmal - mit niedrigerem Steuersatz - auf Ebene des Aktionärs als natürlicher Person besteuert (den es "am Ende der Beteiligungskette" geben muss). Wenn von den 100 Mrd. Gewinn 50 Mrd. ausgeschüttet werden, werden (bei Zugrundelegung des Abgeltungssteuersatzes von 25% plus Soli) noch einmal ca. EUR 13 Mrd (Einkommen)Steuern fällig.
Das sind alles grobe Zahlen, da wir nicht im Detail wissen, aus welchen Einkünften sich die 100 Mrd. zusammensetzen (z.B. steuerfreie Beteiligungserträge, ausländische Einkünfte, etc). Klar ist aber: Der deutsche Staat partizipiert an den Unternehmensgewinnen direkt und indirekt indem er die Gewinne besteuert.
Wer in Deutschland streikt, ist ein Erpresser; wer in Deutschland Löhne drückt, weil der Arbeitsplatz sonst leider, leider ins Ausland wandern muss, ist ein Held des freien Unternehmertums. So, oder ähnlich las ich es kürzlich, als die Wirtschaft 'mal wieder über die Streikenden lamentierte.
Die Unternehmen bleiben mit ihren Gewinnen weitestgehend unter sich, der Staat will ja kaum noch etwas. Sonderinteressen der Wirtschaft werden gerne durch eine Politik befriedigt, die in den letzten 15 Jahren die Unternehmenssteuern auf ein historisches, obszönes Minimum gesenkt hat, auf weitaus wirksamerem Niveau, und der Marxist würde sogar so weit gehen zu sagen: Der bürgerliche Staat als solcher ist ein einziger Selbstbedienungsladen für die Sonderinteressen derer, denen der Staat gehört, und es sind nicht seine Bürger!
glaube ich nicht, die Firmen, die in Forschung investierten, anstatt nur Subventionen einzustreichen ( Solarindustrie ), haben Gewinne gemacht.
Andere produzierten Insolvenzen en masse, manche nennen es
" unsere Zukunft ".
Solarinsolvenzen