Zitat von
Stäffelesrutscher
Von der phantastischen Rechnung mit der MFZ mal abgesehen (hoffentlich weiß Ihr Finanzamt nix von ihrer »gewerblichen Personenbeförderung«), vergleichen Sie, wie so viele, Äpfel mit Birnen.
Sie halten der Bahn die Fahrt in Ihrem Auto entgegen. War das gratis? Ist es steuerfrei mit 100 % SF-Rabatt? Braucht es nicht mal einen Satz neue Reifen oder einen Tropfen Öl? TÜV kennen Sie nur aus der Zeitung?
Als Bahnpreis nehmen Sie den für kurzentschlossene Gelegenheitsfahrer. Da langt die DB zu. Wenn Sie hin und zurück fahren, liegen Sie bei 258 Euro, vielleicht auch bei 226 Euro (es gibt auch billigere ICE-Verbindungen).
Eine BahnCard 50 kostet 249 Euro. Damit drücken Sie den Preis von 258 auf 129 Euro und bekommen den ÖPNV in Mannheim und Berlin noch dazu. Ab der dritten Fahrt im Jahr lohnt sich das, und ab danndürften Sie sagen: »Die Fahrt nach Berlin kostet mich 64,50 pro Fahrt.« Hört sich schon besser an.
Und da ja häufiger die Ganz-viel-Autofahrer schreiben: Die »Jahresnetzkarte«, heute »BahnCard 100« genannt, kostet 4.090 Euro pro Jahr oder 379 Euro in Monatsraten. Dann fahren Sie »gratis« nach Berlin, wenn Sie die Fixkosten bei der Bahn genauso ausblenden wie die Fixkosten beim Auto.
Um den nächsten Protesten gleich entgegenzutreten: Ja, ich finde diese Preise zu hoch.
In der Schweiz kosten die 50-%-Karte »Halbtax« umgerechnet 145 Euro jährlich, und wer Sie im Dreijahresabo nimmt, zahlt nur noch umgerechnet 125 Euro jährlich. Die 50 % Rabatt gibt's auch übrigens auch auf Bergbahnen.
Die Jahresnetzkarte »General-Abo« kostet für den Single jährlich 2.940 Euro (einschließlich Nahverkehr in den Städten), der/die Partner/in zahlt noch umgerechnet 2.060 Euro.
Bei Zugfahrten durch die Schweiz ist man als Deutscher immer wieder verblüfft, wie schnell die Fahrkartenkontrolle geht: da werden jede Menge GAs hochgehalten, und gut ist's.