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Reichensteuer und Co.: Angriff der Umverteiler

DPAVermögensabgabe, Reichensteuer, Zwangsanleihe: In der Schuldenkrise sollen die Wohlhabenden helfen, die Staatshaushalte zu sanieren - diese Forderung von Opposition und Gewerkschaften findet immer mehr Anhänger. Deutschland steht vor einem neuen Umverteilungskampf.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...848060,00.html
  1. #340

    Gleichheit vor dem Gesetz

    Zitat von OskarVernon Beitrag anzeigen
    Auch die setzen ganz gewiß jede Büroklammer von der Steuer ab ;-)

    Was sie nicht müßten: Wenn so'n kleiner Mittelständler irgendeine absetzbare Rechnung in die Steuererklärung einzuarbeiten vergißt, geht der Rechnungsbetrag ins zu versteuernde Einkommen ein und er zahlt entsprechend mehr - wer also hindert beispielsweise einen Herrn Werner, so viele Rechnungen zu "vergessen", daß am Ende eine ihm angemessen erscheinende Steuerlast 'rauskommt...? oO
    Wer als Reicher eine höhere Besteuerung fordert, ist nicht blöd. Warum sollte er allein ohne gesetzlichen Grund mehr Steuern zahlen? Es geht nicht um Spenden; es geht um Gesetze, die für alle gelten.
  2. #341

    Zitat von paulroberts Beitrag anzeigen
    "bevor ich was für das Land tue, in dem ich mich dumm und dämlich verdient habe, wander ich aus"
    Das ist im allgemeinen unmöglich.

    Wer sich dumm und dämlich verdient hat, der hat für das Geld, das er verdient hat, nämlich Waren und Dienstleistungen angeboten, die den Kunden sogar mehr wert waren als das bezahlte Geld. Und damit hat er für das Land längst etwas getan, sogar sehr viel. Der Zeitpunkt, auszuwandern, bevor er etwas für das Land tut, ist also verpaßt - er hat längst sehr viel für das Land getan.

    Das soll Sie natürlich nicht an der Pflege Ihrer Vorurteile hindern.
  3. #342

    Zitat von tschneider77 Beitrag anzeigen
    Laut dem deutschen Institut für Wirtschaftsforschung besitzt das reichste Prozent in Deutschland über 35% des Vermögens. So kann es nicht weitergehen.
    Warum eigentlich nicht?

    Was spricht gegen die Möglichkeit, sich Wohlstand zu erarbeiten?
  4. #343

    Die bessere Umverteilung

    1. Wirksame Verbrechensbekämpfung.
    2. Einfachere Steuergesetze und möglichst automatische Steuererhebung.
    3. Abschaffung von Privatbanken und Bargeld ((stattdessen Staatsbanken und elektronisches Geld).
    4. Befristete Amnestie für Steuersünder bei Abgabe von 50% des Schwarzgeldes und Verhinderung weiteren Steuerbetrugs.

    Eine Vermögenssteuer ist schädlich, weil sparen wünschenswert ist. Besser sind erhöhte Steuern auf unnötigen Konsum, Luxus und umweltschädliches. (alles imho)
  5. #344

    Glauben Sie das?

    Zitat von tschadus Beitrag anzeigen
    nehmen wir uns ein Beispiel an Frankreich! Die deutschen Politiker sind zu feige eine Reichensteuer zu fordern! Ich finde es jedenfalls höchste Zeit, dass Reiche sich stärker in die Gesellschaft einbringen und dies am besten finaziell! Die Armut könnte besiegt werden, Strassen erneuert werden, Freibäder u. Hallenbäder erhalten bzw. saniert werden, Kitaplätze wären da, und und und ......
    Glauben Sie das wirklich? Bis dahin hat die EZB längst eine Banklizenz, I, E und F haben immer noch das Sagen und die Beträge werden umgehend zum ClubMed und natürlich zu dem französischen Schlaumeier rübergereicht, dem das Wasser bis dahin vollends bis zum Hals stehen dürfte.
  6. #345

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vermögensabgabe, Reichensteuer, Zwangsanleihe: In der Schuldenkrise sollen die Wohlhabenden helfen, die Staatshaushalte zu sanieren - diese Forderung von Opposition und Gewerkschaften findet immer mehr Anhänger. Deutschland steht vor einem neuen Umverteilungskampf.

    Reiche sollen mehr Steuern zahlen fordern SPD Grüne Linke - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    das ist doch poulismus pure. Die paar euro der reichen bringen doch keinem was und man sieht doch schon wie die weinen. Nene laßt die "armen" schweine doch in ruhe ihren champus trinken und weiter in ihrer kleinen LEGO welt leben. Habe gelesen das über 80% der reichen total unzufrieden sind dagegen aber 90% der "armen" glücklich sind. Wäre ja noch ein ding wenn die jetzt nachdem sie "arm" geworden sind bei eine extra abgabe auch noch ihr GLÜCK finden.
  7. #346

    Ein Teufelskreis! (TV Kaiser)

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Sicher nicht eher als die Kommentare:

    - Die Reichen zahlen sowieso keine Steuern
    - Die unten haben nichts, die oben haben alles
    - (in Verbindung mit:) Es wird nur von unten nach oben verteilt
    - Früher war alles besser
    - Alle Reichen haben geerbt und was die können, kann ich auch

    in alternierender Reihenfolge
    Hallo,

    wobei punkt 3 aber nachweislich stimmt. Prozentual hat sich das vermögen von "unten" nach "oben" verschoben und das hat auch etwas mit der krise zu tuen. Denn es müssen immer mehr zinsen erwirtschaftet werden während gleichzeitig der real wirtschaft die kunden fehlen. Das problem was sich hier ergibt ist das die reichen viel zu wenig konsumieren und am besten sieht man das in D wo die reichen immer reicher werden aber der konsum (masse) prozentual immer weniger wird. Ein Teufelskreis! (TV Kaiser)
  8. #347

    Beispiel USA

    Zitat von whitemouse Beitrag anzeigen
    Das ist absoluter Blödsinn. Und die Vermögenden, die über etwas mehr Hirn verfügen, fordern selbst eine höhere Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen.

    Es sind einige kleingeistige und engstirnige Mittelständler und neureiche Sportler, die, sobald sie plötzlich viel Geld verdienen, das Land verlassen (aber trotzdem unter deutscher Flagge auftreten, was ich für eine bodenlose Unverschämtheit halte).
    Die Politiker könnten ja auch die Steuergesetze ändern und es so machen, wie die USA, wo man als deren Bürger besteuert wird, unabhängig des Wohnortes. Aber unsere Dackel wollen sich doch im Glanz der tollen Sportler sonnen.

    Typisch von SPD und den Grünen ist es wieder einmal, dass sie a l l e gleich "reich" machen wollen, indem sie schon bei einem Einkommen von 68 btw. 100 000 € den Höchstsatz anwenden wollen. Da muss doch wohl gestaffelt werden.
  9. #348

    Weiter Bogen

    Zitat von passagier1 Beitrag anzeigen
    Wer bezahlt Zins- und Zinseszins auf Vermögen? Ich verrate es ihnen. In den Preisen für jeden einzelnen konsumierten Artikel stecken die einkalkulierten Zinsen des Herstellers, der Kapital für seine Produktion einsetzen mußte. Und nicht nur das, auch in den Preisen der Artikel, die der Hersteller vom Lieferanten benötigt, sind natürlich auch die Zinsen des Lieferanten einkalkuliert. Und der Lieferant hatte auch einen Lieferanten usw.. Je nach Kapitalintensität eines Betriebes sind also 35 - 40% Zins- und Zinseszins in jeden Artikel eingepreist. Die Banken schöpfen diesen Zinsertrag ab und geben einen Anteil an die Vermögenden weiter, die ihr Geld "arbeiten" lassen. Jetzt halten sie sich fest. Der H4-Bezieher bezahlt einen großen Teil dieses Zinsertrages, weil er 100% seines Regelsatzes konsumieren muß und bestimmt nichts auf die hohe Kante legen kann. Die Vermögenden konsumieren natürlich auch nicht zu knapp, aber dadurch das sie die Empfänger des Zinsertrages sind, bleiben sie die Transferempfänger von unten nach oben. Ab einem Vermögen von ca. 500.000 € wird man vom Nettozinszahler zum Nettozinsempfänger. Kurz: da wo viel ist, geht immer mehr hin. Dies ist nun mal die Gesetzmäßigkeit der prozentualen Exponentialkurve.
    Wenn man das jetzt mal weiter spinnt: wer zahlt denn Aufstockungen und H4: auch diejenigen, die den von Ihnen genannten Zinsertrag erhalten.Also zahlen die sich auch einen Teil ihrer eigenen Zinsen.... ist doch auch fair. Für mich gibt es da nur eine sinnvolle Lösung: jeder muss eine seinem Einkommen und Vermögen angemessene Zwangszahlung leisten.Einmalig, in der Höhe der Staatsschulden.Und dann ist damit aber auch Schluss. Warum soll ich denn ständig für etwas zahlen, nur weil unsere Polituker nicht in der Lage sind (sein wollen) auch mal einer Lobby, dem Wähler etc. Zu sagen: geht nicht, ist kein Geld für da, entweder Verzicht, Schulden oder Steuererhöhung. Und dann auch mal in den eigenen Verantwortungsbereichen Sparmassnahmen umsetzten.Den Griechen werfen wir es vor, machen es aber selbst nicht: warum warten, bis wir in einer solchen Zwangslage sind?Jetzt kann man sich das Tempo noch aussuchen.
  10. #349

    Na prima,

    Zitat von cekay Beitrag anzeigen
    Ich bin direkt nach meinem Studium ausgewandert, weil ich 1998 schon nicht blöd genug war auf die Rentenlüge reinzufallen. Dass heute die grosse Mehrheit der Deutschen auch wieder so blöd ist und auf die Schuldenlüge mit dem Glauben reinfällt, dass man nur die Steuern erhöhen müsse, versüsst mir mein Leben im fernen Ausland nur noch mehr.

    ... dann haben Sie unser Bildungswesen noch ohne Studiengebühren ausgenutzt um es anderweitig zurückzugeben. Da dürfen Sie auch stolz sein und auf höhere Rente (eines Tages) hoffen.


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