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Reichensteuer: Lafontaine will Millionäre zur Kasse bitten

dapdWillkommen im Wahlkampf: Oskar Lafontaine fordert, Millionäre deutlich kräftiger zu besteuern als bislang. Sie sollten bis zu 75 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sagte der Linken-Fraktionschef im Saarland.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...821695,00.html
  1. #1

    So sehr ich Lafontaine und seine alberne Truppe auch sonst ablehne, mit dieser Forderung hat er absolut recht.

    Kein Einkommensmillionär würde Hunger leiden, wenn man die Einkommensteuer um zusätzlich stufen erweitern würde.

    Weshalb sollten Beträge von über 500.000 nicht mit 60% und Beträge über 1 Mio mit 75% besteuert werden? Es blieben bei den 17 Mio Einkommen des Herrn WInterkorn von VW immer noch ca. 4,5 Mio Euro pro Jahr

    Ich sehe nicht, daß Einkommen im Multimillionenbereich in irgendeiner weise gerechtfertigt sind. Auch der beste Manager, der beste Fussballspieler oder Rennfahrer ist so gut, daß ihm die Gesellschaft ein paar hundert aml mehr zahlen sollte als dem Durchschnittsverdiener
  2. #2

    Reaktionen?

    Die Reaktionen hierauf wären höchst unterschiedlich. Zum Beispiel:
    1. Die meisten Unternehmer, die über 1 Mio Einkünfte im Jahr haben, sind auf hochkarätiges Wissen ihrer hiesigen Mitarbeiter angewiesen (legale), oder auf eine vermögende Volkswirtschaft (illegale wie Prostitution), sie werden also den Standort eher nicht ins Ausland verlagern.
    2. Findige Steuerkenner in dieser Liga haben längst ihre Einkünfte auf Dutzende von Scheinfirmen und GmbHs verteilt, sie rechnen sich selber arm, das tun sie schon beim heutigen Steuersatz. Es werden bei 75% Steuern auf alles >1Mio eher noch welche dazukommen.

    Daher denke ich, dass die Rechnung von Lafontaine nicht aufgeht: Steuerflucht, Kapitalflucht (auch in Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz.. wird Deutsch gesprochen) etc. werden die guten Absichten zunichte machen, es wird eher weniger als mehr ins Staatssäckel fließen.

    Denn
    a) wer außer ein paar DAX-Vorständen hat denn mehr als eine Mio Einkünfte aus Gehalt, Spekulation, Vermietung/Verpachtung usw.?
    b) Wir haben zwar über eine Million Millionäre in Deutschland, aber sehr viele davon sind dies durch Immobilien, die man eben nicht mal schnell flüssig machen kann und will, da schützt einen der Staat ausnahmsweise auch mal.
  3. #3

    Sehe ich anders

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Ich sehe nicht, daß Einkommen im Multimillionenbereich in irgendeiner weise gerechtfertigt sind. Auch der beste Manager, der beste Fussballspieler oder Rennfahrer ist so gut, daß ihm die Gesellschaft ein paar hundert aml mehr zahlen sollte als dem Durchschnittsverdiener
    Falsch. Gemessen am Konzernergebnis, wieso soll ein Winterkorn keine 17 Millionen verdienen? Der Fließbandarbeiter ist schnell ersetzt, der Topmanager dieser Liga dagegen nie. Sie haben vermutlich keine Ahnung, was alles an Insiderwissen, Strategie, Controlling, Dickem Fell, 100-Stunden-Wochen usw. für einen Vorstand dieser Liga notwendig sind?

    Und wenn ein Hedgefunds-Manager eine Milliarde Gewinn macht, dann stehen im ganz klar auch 100 Millionen und mehr als Einkünfte zu! Das ist mehr als nur fair.
  4. #4

    Wieso ab 1 Million

    Wieso nicht schon ab 100.000 tsd.
    Was braucht der Mensch zum Leben nach Hartz 4 364 € so sagen es die derzeitigen Politiker.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Willkommen im Wahlkampf: Oskar Lafontaine fordert, Millionäre deutlich kräftiger zu besteuern als bislang. Sie sollten bis zu 75 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sagte der Linken-Fraktionschef im Saarland.

    Reichensteuer: Lafontaine will 75 Prozent von Millionären - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
  5. #5

    Steuerprogression

    Es mag ja stimmen, dass es mal so hohe Steuersätze gab. Aber dann muß es auch eine Reglung geben, die Progression der Inflationsrate automatisch anpassen. Denn sonst würde in ein paar Jahren oder Jahrzehnten ein normaler Arbeiter 95% Steuern zahlen ohne das die Gesetze irgendwie geändert werden.
    Aber wahrscheinlich ist das ein linker Wunschtraum: Die totale Umverteilung des Kaptials über den Staat, volle Kontrolle. Und wenn die restlichen 5% für den Arbeitnehmer nicht reichen, muß er an der Tropf des Staats, der das wieder aus den 95% Steuern finanziert. Also letztendlich verstaatlichung der Wirtschaft. DDR reloaded.
  6. #6

    .

    Zitat von sorum11 Beitrag anzeigen
    Die Reaktionen hierauf wären höchst unterschiedlich. Zum Beispiel:
    1. Die meisten Unternehmer, die über 1 Mio Einkünfte im Jahr haben, sind auf hochkarätiges Wissen ihrer hiesigen Mitarbeiter angewiesen (legale), oder auf eine vermögende Volkswirtschaft (illegale wie Prostitution), sie werden also den Standort eher nicht ins Ausland verlagern.
    2. Findige Steuerkenner in dieser Liga haben längst ihre Einkünfte auf Dutzende von Scheinfirmen und GmbHs verteilt, sie rechnen sich selber arm, das tun sie schon beim heutigen Steuersatz. Es werden bei 75% Steuern auf alles >1Mio eher noch welche dazukommen.

    Daher denke ich, dass die Rechnung von Lafontaine nicht aufgeht: Steuerflucht, Kapitalflucht (auch in Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz.. wird Deutsch gesprochen) etc. werden die guten Absichten zunichte machen, es wird eher weniger als mehr ins Staatssäckel fließen.

    Denn
    a) wer außer ein paar DAX-Vorständen hat denn mehr als eine Mio Einkünfte aus Gehalt, Spekulation, Vermietung/Verpachtung usw.?
    b) Wir haben zwar über eine Million Millionäre in Deutschland, aber sehr viele davon sind dies durch Immobilien, die man eben nicht mal schnell flüssig machen kann und will, da schützt einen der Staat ausnahmsweise auch mal.

    es geht um einkommenssteuer. nicht um vermögenssteuer.

    und es geht nicht um einen festen einkommenssteuersatz der einfach mal 75% beträgt. es geht darum das jemand der über dem spitzensteuersatz verdient, alles was den spitzensteuersatz übersteigt mit einem gesonderten schlüssel versteuert.

    kleines beispiel

    manager x verdient 400.000 euro im monat.

    100.000 davon werden mit höchsteuersatz versteuert und die restlichen 300.000 mit 60-95%. am ende hat der gute noch genug geld um nicht zu vergundern, aber die gesellschaftliche schweinerei, dass ein einzelner so viel bekommen kann wie hundert andere menschen im selben zeitraum ist einfach nicht langfristig realisierbar.

    es führt zu gesellschaftlichen verwerfungen und am ende zu sozialen unruhen. beispiel die aufflammenden unruhen in unseren nachbarn wie z.b. england oder frankreich.
  7. #7

    Alles linke Propaganda!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Willkommen im Wahlkampf: Oskar Lafontaine fordert, Millionäre deutlich kräftiger zu besteuern als bislang. Sie sollten bis zu 75 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sagte der Linken-Fraktionschef im Saarland.

    Reichensteuer: Lafontaine will 75 Prozent von Millionären - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich denke kaum einer der Leute, die über 1 Mio. p.a. verdienen (Wie viele sind das? 1000? 2000?) hätte etwas gegen solche einen Steuersatz. Aber das ist ja nur Propaganda, da das Gros der Steuereinnahmen von der Mittelschicht gezahlt wird und die ist ganz schnell beim Spitzensteuersatz (42%) angelangt, denn der fällt ja schon ab 52.882€ Jahreseinkommen an! Wenn man dann noch die Sozialabgaben hinzunimmt ist der verdiente Euro nur noch ein paar Cent wert!

    Das macht sich in der Stammtischdiskussion nämlich niemand klar, dass der Spitzensteuersatz nicht "die da oben" trifft, sondern die viele "von uns"!
  8. #8

    Unfug

    Wir brauchen keine Neidsteuern sondern Steuergerechtigkeit, indem alle Einkommensartenn vergleichbar besteuert und vor allem die Steuerschlupflöcher geschlossen werden.
    Es kann nicht sein, dass durch "kreative Steuergestaltung" zum Beispiel die Körperschaftssteuer - die Gewinnsteuer aller AGws, GmbHs und KGaAs - bei einem Satz von 15% mit 15,6 Mrd. Aufkommen zur Bagatellsteuer wird.
    Allein durch die Abschaffung der rund 700 Steuer-Ausnahmetatbestände würden min. 80 Mrd. zusätzlich hereinkommen, wenn dies gegen die Lobby durchsetzbar wäre.
    Da liegt die Crux; das Thema eignet sich nur nicht für Wahlkämpfe.
  9. #9

    Wie leid tut mir Winterkorn

    „Da scheppert nix“: Winterkorn wird mit Hyundai zum Youtube-Hit - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt

    Jaja der muss schon echte Leistung bringen und morgen ein anderes Märchen.
    (Monopolstellung halten und ausbauen) Mir kommen die Tränen.
    Und zum Hedgefond Manager, diese Bande gehört abgeschafft.

    Und gemessen am Konzernergebnis sind Autos viel zu teuer.
    Aber wer eine Monopolstellung hat kann auch wilde Sau spielen.
    Hier läuft doch etwas völlig aus dem Ruder.



    Zitat von sorum11 Beitrag anzeigen
    Falsch. Gemessen am Konzernergebnis, wieso soll ein Winterkorn keine 17 Millionen verdienen? Der Fließbandarbeiter ist schnell ersetzt, der Topmanager dieser Liga dagegen nie. Sie haben vermutlich keine Ahnung, was alles an Insiderwissen, Strategie, Controlling, Dickem Fell, 100-Stunden-Wochen usw. für einen Vorstand dieser Liga notwendig sind?

    Und wenn ein Hedgefunds-Manager eine Milliarde Gewinn macht, dann stehen im ganz klar auch 100 Millionen und mehr als Einkünfte zu! Das ist mehr als nur fair.


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