dapdWillkommen im Wahlkampf: Oskar Lafontaine fordert, Millionäre deutlich kräftiger zu besteuern als bislang. Sie sollten bis zu 75 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sagte der Linken-Fraktionschef im Saarland.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...821695,00.html
Also einmal erkläre ich es Ihnen noch, dann müssen Sie es bitte verstanden haben oder sich anderweitig schlau machen.
Die über das Jahr vorab erhobene Einkommensteuer nennt der Fiskus "Lohnsteuer". Sie hat überhaupt nichts mit Arm und Reich zu tun, sondern damit, dass sie vorab vom Lohn oder Gehalt abgezogen wird. Am Jahresende heißt das selbe Geld dann Einkommensteuer. Zu viel gezahlte Einkommensteuer wird Ihnen über den Lohnsteuerjahresausgleich zurück erstattet. Und das gilt für den armen Schlucker ebenso wie für den Einkommensmillionär.
Ist (für manche) kompliziert, ist aber so.
Diese Steuer macht übrigens rund ein Drittel des Steueraufkommens aus.
warum wird dann genau der Politiker, der in der Regel recht behalten hat, im Gegensatz zu denen, die nicht recht behalten haben, als Stümper bezeichnet?
Und was soll ein einzelner Minister, der sich dafür einsetzt, dass die vor der Wahl gegebenen Wahlversprechen nicht nahezu alle gebrochen werden und damit allein in der Regierung steht, denn machen?
Soll er eine Politik unterstützen, die seiner Meinung nach negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat?
Das nennt man wohl Opportunismus und der ist eher bei den anderen Parteien zu finden.
Wenn ein Minister zurücktritt, weil seine Partei alle Wahlversprechen bricht, würde ich eher als ehrenhaft bezeichnen.
Natürlich haben auch einige Bürger die Auffassung des Herrn Lafontaine geteilt, die wurden allerdings ähnlich wie Herr Lafontaine diffamiert und mit allen Mitteln bekämpft.
Nunja , wenn ein Großbauer sein Dorf allzusehr unterjochte,
dann ward er irgendwann mal " Spurlos verschwunden" in einer
Felsspalte, oder hatte einen Jagdunfall und ähnliches.
Wenn der Bogen überspannt wurde, dann agierte die dörfliche Solidargemeinschaft allenthalben.:))
Im übrigen wohnte der " Großbauer " in seinem Ort, und nicht in
einer Steueroase.
Er sah also seinen Mitbürgern täglich ins Gesicht, hatte keine selbsterschaffene " Paralellwelt der Oligarchen "mit Mauern herum, so wie heute. Gelle?
Forderung Lafontains entspricht der von Hollande.
Dieser ist zusätzlich gegen den Fiskalpakt, man kann Sarko nur Erfolg wünschen.
Die radikalsozialistischen Neiddebattler scheinen aus der Geschichte nichts gelernt zu haben.
Millionäre sind auch wie ein scheues Reh, nimmst du ihnen zuviel, verlassen sie das Revier.
Allerdings frage ich mich schon, warum sich die Reichen Deutschlands weniger in gemeinnützigen Stiftungen einbringen, als z.B. die Reichen der USA.Freiwilligkeit hat seine Macken.
Wenn man mehr positives Yellowpressfeedback für Zweitvillen, Yachten etc. bekommt als für einen Stiftungsbeitrag, verwundert es nicht, dass man nur mit sich selbst grosszügig ist.Zu wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.
Da steckt keine Rechnung dahinter. Lafo wollte einfach mal wieder was richtig doll sozialistisches von sich geben. Ihm hier "gute Absichten" zu unterstellen ist reichlich naiv.
Davon abgesehen ist das Geld bei jedem "Superreichen" besser aufgehoben als bei einer Regierung, die das Geld Sudoku daddelnd an Eurotopia verschleudert.