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Reichensteuer: Lafontaine will Millionäre zur Kasse bitten

dapdWillkommen im Wahlkampf: Oskar Lafontaine fordert, Millionäre deutlich kräftiger zu besteuern als bislang. Sie sollten bis zu 75 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sagte der Linken-Fraktionschef im Saarland.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...821695,00.html
  1. #250

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Wenn also ein Politiker, dessen politischen und wirtschaftlichen Vorhersagen in der Regel auch eingetroffen sind, als Stümper bezeichen, wie nennen Sie dann diejenigen, die diesbezüglich regelmäßig daneben gelegen haben?
    Superstümper? Leistungsträger?
    Das bezog sich nicht auf OL sondern auf Beitrag #107 und die unendliche Geduld die Forist Dumpfmuff3000 gegen über Forist herzogwidukind aufbringt.
  2. #251

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon sprechen wir hier über die Einkommenssteuer, die von Beziehern hoher Einkomen gezahlt wird.
    Die Lohnsteuer wird im Gegensatz dazu von den Beziehern geringerer Einkommen gezahlt.
    Also einmal erkläre ich es Ihnen noch, dann müssen Sie es bitte verstanden haben oder sich anderweitig schlau machen.

    Die über das Jahr vorab erhobene Einkommensteuer nennt der Fiskus "Lohnsteuer". Sie hat überhaupt nichts mit Arm und Reich zu tun, sondern damit, dass sie vorab vom Lohn oder Gehalt abgezogen wird. Am Jahresende heißt das selbe Geld dann Einkommensteuer. Zu viel gezahlte Einkommensteuer wird Ihnen über den Lohnsteuerjahresausgleich zurück erstattet. Und das gilt für den armen Schlucker ebenso wie für den Einkommensmillionär.

    Ist (für manche) kompliziert, ist aber so.
    Diese Steuer macht übrigens rund ein Drittel des Steueraufkommens aus.
  3. #252

    Zitat von fernossi Beitrag anzeigen
    Man koennte natuerlich auch allen arbeitenden Menschen in Deutschland das gleiche Gehalt in Hoehe von 1500 Euro auszahlen. Danach muessten man losen, wer z.B. Vorstandsvorsitzender von Volkswagen wird.
    Man könnte auch alle Schulen Schliessen und jeder würde bald nur noch auf diesem Niveau diskutieren können. Sachargumente? Fehlanzeige!
  4. #253

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Ja, ich habe mich tatsächlich geirrt.

    2003 lag der Anteil der Einkommenssteuer nur beim 4,3 % und da hat sich bis heute ewahrscheinlich nicht allzuviel geändert.
    Abgesehen davon sprechen wir hier über die Einkommenssteuer, die von Beziehern hoher Einkomen gezahlt wird.
    Die Lohnsteuer .....
    Zur Richtigstellung, die Lohnsteuer ist nur ein Erhebungsform der Einkommenssteuer und keine eigene Steuer. Jeder zahlt gemäß der Tabelle seinen Steuersatz.

    Der Anteil der Einkommenssteuer (incl. Soli, Kapitalertragssteuer, Lohnstuer) liegt bei ca. 40% der Steuereinnahnen des Staat
  5. #254

    Aber

    Zitat von Kador Beitrag anzeigen
    Es sind Vorhersagen eingetroffen, aber war es die Regel? Herr Lafontaine hat als Minister keine Durchsetzungskraft bewiesen, und die Vorhersagen hätten auch viele andere Leute getroffen, die waren nicht so populär und deshalb nicht medienwirksam. Dass seine Vorhersagen eingetroffen sind und die der restlichen selbstgefälligen Politikerriege nicht, liegt wohl weniger an Lafontaine als an der Unfähigkeit des Politiktheaters.
    warum wird dann genau der Politiker, der in der Regel recht behalten hat, im Gegensatz zu denen, die nicht recht behalten haben, als Stümper bezeichnet?
    Und was soll ein einzelner Minister, der sich dafür einsetzt, dass die vor der Wahl gegebenen Wahlversprechen nicht nahezu alle gebrochen werden und damit allein in der Regierung steht, denn machen?
    Soll er eine Politik unterstützen, die seiner Meinung nach negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat?
    Das nennt man wohl Opportunismus und der ist eher bei den anderen Parteien zu finden.

    Wenn ein Minister zurücktritt, weil seine Partei alle Wahlversprechen bricht, würde ich eher als ehrenhaft bezeichnen.

    Natürlich haben auch einige Bürger die Auffassung des Herrn Lafontaine geteilt, die wurden allerdings ähnlich wie Herr Lafontaine diffamiert und mit allen Mitteln bekämpft.
  6. #255

    Gegenteil

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Die Linke fordert das, womit sie bei ihren Wählern punkten kann. Herr Lafontaine legt immer noch populistisch eine Schippe drauf. Das kann er halt.

    Erst wenn die Linke mehr Kontrolleure gegen Schwarzarbeit und ALG-II-Betrug, die CDU mehr Steuerfahnder, die SPD weniger Kündigungsschutz und die Piraten angemessene Bezahlung von Urhebern fordern würden, wären wir in diesem Land einen Schritt weiter. Aber so betreibt die Linke nur Klientelpolitik wie jede andere Partei.
    Soso, die anderen Parteien fordern also nichts, womit sie bei ihren Wählern punkten können?
  7. #256

    Zitat von sorum11 Beitrag anzeigen
    Falsch. Gemessen am Konzernergebnis, wieso soll ein Winterkorn keine 17 Millionen verdienen? Der Fließbandarbeiter ist schnell ersetzt, der Topmanager dieser Liga dagegen nie. Sie haben vermutlich keine Ahnung, was alles an Insiderwissen, Strategie, Controlling, Dickem Fell, 100-Stunden-Wochen usw. für einen Vorstand dieser Liga notwendig sind?

    Und wenn ein Hedgefunds-Manager eine Milliarde Gewinn macht, dann stehen im ganz klar auch 100 Millionen und mehr als Einkünfte zu! Das ist mehr als nur fair.
    Auch Manager kann ma ersetzen und 17 Millionen soll er nicht verdienen weil er es nicht verdient.

    Wenn ein Hedgfonds Manager eine Miliarde Gewinn macht,,verdienne tut er das nicht,dann sol ler 99 % steuern bezahlen....
  8. #257

    Großbauer ?- Gutes Beispiel ! :)

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    herzogwidukind:
    "Sie würden auch nirgend(s)wo bleiben wollen wo man sich derart in ihr Leben einmischt."

    Spaß beiseite: Viel Geld bedeutet auch viel Macht. Das fängt im heimatlichen Dorf an, wo der Großbauer den größten Einfluss hat und endet in der hohen Wirtschaft und der mit ihr verbundenen Politik. Nur stellt niemand die Machtfrage. Dabei wäre es inzwischen für die Aufrechterhaltung unserer (gerade noch vorhgandenen) Demokratie lebenswichtig, genau darüber nachzudenken!
    Nunja , wenn ein Großbauer sein Dorf allzusehr unterjochte,
    dann ward er irgendwann mal " Spurlos verschwunden" in einer
    Felsspalte, oder hatte einen Jagdunfall und ähnliches.
    Wenn der Bogen überspannt wurde, dann agierte die dörfliche Solidargemeinschaft allenthalben.:))
    Im übrigen wohnte der " Großbauer " in seinem Ort, und nicht in
    einer Steueroase.
    Er sah also seinen Mitbürgern täglich ins Gesicht, hatte keine selbsterschaffene " Paralellwelt der Oligarchen "mit Mauern herum, so wie heute. Gelle?
  9. #258

    Die

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Willkommen im Wahlkampf: Oskar Lafontaine fordert, Millionäre deutlich kräftiger zu besteuern als bislang. Sie sollten bis zu 75 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sagte der Linken-Fraktionschef im Saarland.

    Reichensteuer: Lafontaine will 75 Prozent von Millionären - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Forderung Lafontains entspricht der von Hollande.
    Dieser ist zusätzlich gegen den Fiskalpakt, man kann Sarko nur Erfolg wünschen.
    Die radikalsozialistischen Neiddebattler scheinen aus der Geschichte nichts gelernt zu haben.
    Millionäre sind auch wie ein scheues Reh, nimmst du ihnen zuviel, verlassen sie das Revier.
    Allerdings frage ich mich schon, warum sich die Reichen Deutschlands weniger in gemeinnützigen Stiftungen einbringen, als z.B. die Reichen der USA.Freiwilligkeit hat seine Macken.
    Wenn man mehr positives Yellowpressfeedback für Zweitvillen, Yachten etc. bekommt als für einen Stiftungsbeitrag, verwundert es nicht, dass man nur mit sich selbst grosszügig ist.Zu wenige Ausnahmen bestätigen die Regel.
  10. #259

    Populismus.

    Zitat von sorum11 Beitrag anzeigen
    Daher denke ich, dass die Rechnung von Lafontaine nicht aufgeht: Steuerflucht, Kapitalflucht (auch in Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz.. wird Deutsch gesprochen) etc. werden die guten Absichten zunichte machen, es wird eher weniger als mehr ins Staatssäckel fließen.
    Da steckt keine Rechnung dahinter. Lafo wollte einfach mal wieder was richtig doll sozialistisches von sich geben. Ihm hier "gute Absichten" zu unterstellen ist reichlich naiv.
    Davon abgesehen ist das Geld bei jedem "Superreichen" besser aufgehoben als bei einer Regierung, die das Geld Sudoku daddelnd an Eurotopia verschleudert.








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