Reichenanwalt Brun-Hagen Hennerkes : "Die Playboys kann ich an einer Hand abzählen"

DPAEr ist der Consigliere des deutschen Industrieadels: Brun-Hagen Hennerkes, Wirtschaftsanwalt in Stuttgart und Chef der Stiftung Familienunternehmen. Im Interview spricht er über unfähige Erben, talentierte Töchter und die Angst der Reichen vor höheren Steuern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...835008,00.html
  1. #1

    Ich kann dem Herrn....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist der Consigliere des deutschen Industrieadels: Brun-Hagen Hennerkes, Wirtschaftsanwalt in Stuttgart und Chef der Stiftung Familienunternehmen. Im Interview spricht er über unfähige Erben, talentierte Töchter und die Angst der Reichen vor höheren Steuern.

    Brun-Hagen Hennerkes über Familienunternehmen und Erbschaftsteuer - SPIEGEL ONLINE
    ...nur zustimmen, wobei ich für eine konsequente Schließung möglicher Steuerschlupflöcher bin, wenn dies möglich ist.

    Bitte auch zu beachten, das hier nicht von AGs oder anderen fremdkapitalbestimmten Firmen die Rede ist....

    Habe selbst ein kleines Dienstleistungsfamilienunternehmen als GmH- Form....allerdings verdient jeder Abteilungsleiter oder Arzt mehr als ich....
  2. #2

    Folge Generationen

    Ein perfektes Beispiel für o.g. Zitat von Bismarck ist Familie Stoschek (Automobilzulieferer Brose). Da hat eine der Töchter - Julia - zwar noch BWL studiert, widmet sich aber hauptberuflich offiziell dem Aufbau einer zeitgenössischen Kunstsammlung. In Wahrheit der Ansammlung von Bohemians, die hinter pseudo-Intellektuellen Anstrich sich vollständig der Dekadenz hingeben.

    Und der arme Herr Schlecker hat natürlich erhebliche Vermögenswerte an seine Kinder übertragen, die der Insolvenzmasse entzogen wurde.

    Frau Schickedanz (ehemals Quelle bzw. Karstadt oder Arcandor) ist vom eigenen Management (allen voran der saubere Herr Middelhoff) so über den Tisch gezogen worden, dass zu einer der größten Nachkriegspleiten führte.

    Für unsere Gesellschaft wäre es besser, wenn diese Folgegeneration nichts zu melden hätte. Daher keine Befreiung von Unternehmen bei der Erbschaftssteuer, sondern Beteiligung des Staates oder besser noch ein Verkauf. Das wäre für die Erben selbst, die Arbeitnehmer und den Staat deutlich besser.
  3. #3

    Man sollte endlich mal untersuchen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist der Consigliere des deutschen Industrieadels: Brun-Hagen Hennerkes, Wirtschaftsanwalt in Stuttgart und Chef der Stiftung Familienunternehmen. Im Interview spricht er über unfähige Erben, talentierte Töchter und die Angst der Reichen vor höheren Steuern.

    Brun-Hagen Hennerkes über Familienunternehmen und Erbschaftsteuer - SPIEGEL ONLINE
    warum Familienunternehmen nachhaltiger funktionieren als Unternehmen bei denen das sogenannte Leistungsprinzip die Unternehmenschefs stellen sollte.

    Ich stelle mir vor, der Kapitän einer Fußballmannschaft würde immer der Sohn des aktuellen Mannschaftskapitäns. Jeder erkennt, dass das im Allgemeinen für die Leistung der Mannschaft nicht gerade gut wäre.
    Aber bei Unternehmen funktioniert es besser als mit Leistungsmanagern. Für mich ist u.a. folgendes verantwortlich für dieses Papadoxon. Kurzfristige Manageranreize und schwere Verstöße gegen Corporate Governance (früher sagte man Korruption und ich traue mich sogar Wirtschaftsmafia dazu zu sagen)
  4. #4

    Am besten

    wir schaffen die Steuer gleich ganz ab. Der Staat hat eh zu viel Geld und die Schulen sind zu modern eingerichtet. Danke Herr Hennerkes, meine Meinung zu ihrer "Spezies" hat sich - mal wieder - voll und ganz bestätigt.
  5. #5

    Zu hohe Steuern

    Wir zahlen alle in Deutschland zu hohe Steuern. Mit diesen Geldern werden Kriege wie z.B. in Afghanistan finanziert und andere dummen Dinge angestellt. Der Steuersatz sollte pauschal 30% sein ohne Progression - wie für Reiche so für weniger Reiche.
  6. #6

    Bitte nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist der Consigliere des deutschen Industrieadels: Brun-Hagen Hennerkes, Wirtschaftsanwalt in Stuttgart und Chef der Stiftung Familienunternehmen. Im Interview spricht er über unfähige Erben, talentierte Töchter und die Angst der Reichen vor höheren Steuern.

    Brun-Hagen Hennerkes über Familienunternehmen und Erbschaftsteuer - SPIEGEL ONLINE
    Die Erbschaftssteuer für Unternehmer war zweifellos der größte wirtschaftspolitische Fehler in der Geschicht der Bundesrepublik.

    Das Problem dabei ist, dassWirtschaft bei uns kein Schulfach ist (und Steuern schon gar nicht). Immernoch glauben viele, dass da quasi das Bargeld des Unternehmens besteuert wird. Es wird euer Substanz besteuert. Also dasEigenkapital. Nur ohne EK kann kein Unternehmen überleben. Der Inhaber stirbt, plötzlich muss das Unternehmen gigantische Summe ausbezahlen. Nur ist diese Geld ja in MAschinen Gebäuden, etc investiert! Am Ende blebit dem Unternehmen oft nur die Pleite. Oder der verkauft an anonyme private equity Fonds, die das Unternehmen dann filitieren. Den ohne EK gibts es auch kein Fremdkapital.

    Übrigen die im Interview angesprochene BEsteuerung zu 25% plus Soli, gilt nur solange einem nicht mehr als 1% des Unternehmens gehören. Sie gilt also nur für privatleute. Und auch da hat das Unternehemen ja bereits KST gezahlt und die 25% kommen nochmal zusätzlich drauf!
  7. #7

    Brun-Hagen Hennerkes ist die Stimme der deutschen Familienunternehmer.

    Sicher sind nicht alle Familienunternehmen gleich, daher meine Erfahrungen über ein Familienunternehmen, in dem ich lange Zeit gearbeitet habe:
    Hier ging es das ganze Jahr darum, durch eine relativ komplexe Firmenstruktur mit Gewinn- und Verlustabführungsverträgen und ohne Personengesellschaften Steuern zu sparen. Der Unternehmer war völlig entrüstet als Ihm ein Mitarbeiter sagte, er würde gerne Steuern zahlen.
    Dieser Unternehmer hat sogar für sein privates Segelboot eine eigene Firma gegründet. Die Aussage "In der Summe werden Unternehmereinkünfte also ähnlich hoch belastet wie Einkommen aus Arbeit." lässt mich nur schmunzeln.
    Mit Sicherheit ist es richtig, dass die Wohlhabenden den größten Anteil der Steuerlast tragen... aber sowas muss man relativ zum Einkommen (aus was auch immer) betrachten, und nicht in absoluten Zahlen.
    Nebenbei, bei dem Satz "Da singen die Kinder des Unternehmers sonntags im Kirchenchor, da werden der örtliche Fußballclub und kulturelle Angebote unterstützt." hat Herr Hennerkes auch das letzte Fünkchen Glaubwürdigkeit verspielt, sorry. Das ist absolute Volksverdummung.
  8. #8

    Was ein widerliches Interview

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er ist der Consigliere des deutschen Industrieadels: Brun-Hagen Hennerkes, Wirtschaftsanwalt in Stuttgart und Chef der Stiftung Familienunternehmen. Im Interview spricht er über unfähige Erben, talentierte Töchter und die Angst der Reichen vor höheren Steuern.

    Brun-Hagen Hennerkes über Familienunternehmen und Erbschaftsteuer - SPIEGEL ONLINE
    Unternehmern vorzuschlagen, ihren Betrieb an private Equity Firmen zu verkaufen wenn sie befürchten die Erbschaftssteuer würde Ihr Unternehmen gefährden ist die dümmste, widerlichste und neidischste Forderung die ich je gehört habe.
  9. #9

    An wen...

    Zitat von ironroque Beitrag anzeigen

    Für unsere Gesellschaft wäre es besser, wenn diese Folgegeneration nichts zu melden hätte. Daher keine Befreiung von Unternehmen bei der Erbschaftssteuer, sondern Beteiligung des Staates oder besser noch ein Verkauf. Das wäre für die Erben selbst, die Arbeitnehmer und den Staat deutlich besser.
    sollen diese Betriebe/ Unternehmen verkauft werden? An Finanzinvestoren (Heuschrecken)? An den Staat (KfW)? An die Belegschaft bzw. die Gewerkschaft (Neue Heimat)?

    Die meisten potentiellen Käufer sind weit weniger geeignet ein Familienunternehmen weiterzuführen als die Familie des Unternehmensgründers.

    Natürlich gibt es immer Ausnahmen, die eine Weiterführung durch die Familie nicht sinnvoll erscheinen lassen. Letztendlich ist jedoch der Staat wesentlich weniger geeignet unternehmerisch tätig zu werden.