Zitat von
Der Hermann
Ich hatte vor ca. 4 Jahren einen Herzinfarkt. War eine Überlastung über Sport, Hitze,Stress und wenig trinken. Die Ärzte nahmen bei mir als Privatpatienten sofort die Gelegenheit wahr, mir einen Stent zu setzen. Da ich in meinem Leben einmal rentenversichert war, und noch nicht im Rentenalter war, wurde mir eine Rehamaßnahme aufgezwungen.
Bei dieser Maßnahme konnte man dann die verschiedenen Patienten und die behandelnden Ärzte wunderbar beobachten. Von den Ärzten war die erste Maßnahme, den Patienten (Rehagänger) ohne Ausnahme jegliche körperliche Anstrengung zu verbieten. Es wurden Sportler (ich) und Biertrinker mit maximal "Bier- Kühlschrank-Gänger" einfach ohne differenzierung zusammengeworfen.
Die Folge hieraus war einfach ein Witz. Man durfte Ergometer mit 50-80Watt treten (20%) mit Stöcken Laufen und Sitzfußball spielen. Da ich mich nur ambulant angemeldet hatte, konnte ich die Zeit besser nutzen.
Meine Kritik am Artikel geht darauf hinaus, dass viele Anbieter gerne die Patienten in die Reha holen, aber es Ihnen taotal egal ist, unter welchen Umständen und mit welchen Voraussetzungen die Leute zu Ihnen kommen. Hauptsache es gibt einen Träger der alles bezahlt. Maßnahmen für den Patienten ausarbeiten, der nicht zu den 80 % gehört, wird gar nicht in Erwägung gezogen.
Das schlimmste dabei ist sogar, dass diese Leute in mit Verboten und Vorurteilen von ihrem Sport verschreckt werden. Ich habe versucht, mich diesen Mechanismen zu entziehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht doch von diesen Leuten ein großer Schaden angerichtet wurde.
Auf jeden Fall sehe ich die Reha als eine der vielen Geldmaschinen der Krankenhäuser, bei denen Ausnahmen einfach nur stören.