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Reha für Herzkranke: Viele vertun Chance auf längeres Leben

CorbisEine europaweite Studie belegt, dass viel zu wenige Herzpatienten eine Reha-Maßnahme angeboten bekommen. Dabei ist bekannt, dass die Rehabilitation vergleichsweise günstig das Leben verlängern kann. Frauen, Raucher und ältere Patienten sind die Verlierer.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...839934,00.html
  1. #10

    tkk hat recht

    Zitat von spygley1n Beitrag anzeigen
    Das Übel an der Wurzel packen heißt z.B.: Entspannen und genügend bewegen. Die Krankenkassen bieten Zuschüsse zu Gesundheitskursen z.B. Akon.de an.
    Darüber gab mir meine Kasse TKK nie Informationen!
    Per Zufall habe ich das erfahren und mitgemacht: Nordic-Walking und progressive Muskelentspannung mit ca. 150€ von der Krankenkasse. Nun ist das vorbei, es wird gespart: Herzoperationen, Schlaganfälle und Reha ist das gesünder und billiger?
    Gruß an die TKK, die den Zuschuss nicht mehr zahlt!
    Sie hat empfohlen am Computer auf TKK-Homepage mit dem Fitnesstrainer Übungen zu machen. Es lebe die TKK!
    na ja, man muss ja nicht alles auf kosten der gesellschaft machen. das bewegung ein wichtiger teil der menschlichen existenz ausmacht.
    es sollte zur selbstverständlichkeit gehören, sonst könnte man die zahnbürste ja auch von der kasse bezahlen lassen, weil es dem körper gut tut.

    es gibt eine menge sportangebote, die von den kosten absolut erschwinglich sind. das ist jedem einzelnen zumutbar.
    spazierengehen oder joggen gibts für umsonst.

    man muss sich nicht für jeder selbstverständlichkeit von der gemeinschaft aushalten lassen.

    ich hätte es schlimm gefunden, wenn die kassen so etwas bezahlen.
  2. #11

    Zitat von Der Hermann Beitrag anzeigen
    Ich hatte vor ca. 4 Jahren einen Herzinfarkt. War eine Überlastung über Sport, Hitze,Stress und wenig trinken. Die Ärzte nahmen bei mir als Privatpatienten sofort die Gelegenheit wahr, mir einen Stent zu setzen. Da ich in meinem Leben einmal rentenversichert war, und noch nicht im Rentenalter war, wurde mir eine Rehamaßnahme aufgezwungen.

    Bei dieser Maßnahme konnte man dann die verschiedenen Patienten und die behandelnden Ärzte wunderbar beobachten. Von den Ärzten war die erste Maßnahme, den Patienten (Rehagänger) ohne Ausnahme jegliche körperliche Anstrengung zu verbieten. Es wurden Sportler (ich) und Biertrinker mit maximal "Bier- Kühlschrank-Gänger" einfach ohne differenzierung zusammengeworfen.

    Die Folge hieraus war einfach ein Witz. Man durfte Ergometer mit 50-80Watt treten (20%) mit Stöcken Laufen und Sitzfußball spielen. Da ich mich nur ambulant angemeldet hatte, konnte ich die Zeit besser nutzen.

    Meine Kritik am Artikel geht darauf hinaus, dass viele Anbieter gerne die Patienten in die Reha holen, aber es Ihnen taotal egal ist, unter welchen Umständen und mit welchen Voraussetzungen die Leute zu Ihnen kommen. Hauptsache es gibt einen Träger der alles bezahlt. Maßnahmen für den Patienten ausarbeiten, der nicht zu den 80 % gehört, wird gar nicht in Erwägung gezogen.

    Das schlimmste dabei ist sogar, dass diese Leute in mit Verboten und Vorurteilen von ihrem Sport verschreckt werden. Ich habe versucht, mich diesen Mechanismen zu entziehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob nicht doch von diesen Leuten ein großer Schaden angerichtet wurde.

    Auf jeden Fall sehe ich die Reha als eine der vielen Geldmaschinen der Krankenhäuser, bei denen Ausnahmen einfach nur stören.
  3. #12

    Problem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine europaweite Studie belegt, dass viel zu wenige Herzpatienten eine Reha-Maßnahme angeboten bekommen. Dabei ist bekannt, dass die Rehabilitation vergleichsweise günstig das Leben verlängern kann. Frauen, Raucher und ältere Patienten sind die Verlierer.

    Nach Infarkt und Bypass gehen zu wenige Herzkranke in Reha - SPIEGEL ONLINE
    Reha Plätze sind meistens schon belegt durch die Angehörigen des öffentlichen Dienstes, die etwa 95% der Kur und Rehapatienten ausmachen, also im Dienst wohl auch entbehrlich scheinen.
    Bei meiner selbst bezahlten Fitnesskur war ich in einer verschwindend
    geringen Zahl von Teilnehmern aus der freien Wirtschaft. Die Mehrheit
    kam zu etwa 95% aus irgendwelchen Ämtern im öffentlichen Dienst,
    in denen der Stress besonders groß sein muß. Bei Polizisten und Feuerwehrleuten hatte ich ja noch großes Verständnis, aber muß ein Verwaltungsbeamter alle paar Jahre dort einen Platz belegen, der eigentlich von dringlicheren Fällen benötigt wird? Wäre in der Wirtschaft unmöglich.
  4. #13

    Zitat von kuschl Beitrag anzeigen
    Reha Plätze sind meistens schon belegt durch die Angehörigen des öffentlichen Dienstes, die etwa 95% der Kur und Rehapatienten ausmachen, also im Dienst wohl auch entbehrlich scheinen.
    Bei meiner selbst bezahlten Fitnesskur war ich in einer verschwindend
    geringen Zahl von Teilnehmern aus der freien Wirtschaft. Die Mehrheit
    kam zu etwa 95% aus irgendwelchen Ämtern im öffentlichen Dienst,
    in denen der Stress besonders groß sein muß. Bei Polizisten und Feuerwehrleuten hatte ich ja noch großes Verständnis, aber muß ein Verwaltungsbeamter alle paar Jahre dort einen Platz belegen, der eigentlich von dringlicheren Fällen benötigt wird? Wäre in der Wirtschaft unmöglich.
    Eine Kur ist etwas prinzipiell anderes als eine Reha. Für die Reha muss eine entsprechende Krankheit vorliegen. Kur ist für die "Fitness".


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