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Regionalwahlen in Spanien: Rajoys Konservative verteidigen absolute Mehrheit in Galic

REUTERSZwei spanische Regionen haben neue Parlamente gewählt: In Galizien konnte die konservative Volkspartei von Ministerpräsident Rajoy ersten Prognosen zufolge ihre absolute Mehrheit verteidigen. Im Baskenland stiegen die Separatisten auf Anhieb zur zweitstärksten politischen Kraft auf.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-862581.html
  1. #1

    Die EU hebelt die Nationalstaaten aus ...

    ... und fördert ungewollt den Separatismus. Die gleiche Entwicklung ist auch bei anderen Nationalstaaten zu sehen.
  2. #2

    Korrektur

    Die "Separatisten", also die Verfechter der baskischen Unabhängigkeit, wurden nicht zweitstärkste Kraft bei den baskischen Parlamentswahlen, sondern bei weitem die stärkste. EH Bildu und die nicht weniger unabhängigkeitsorientierte, konservative PNV gewannen gemeinsam 64% der Sitze im baskischen Parlament. Die Unabhängigkeitsorientierung der PNV ist nicht "gemässigt". Immerhin änderte der spanische Präsident José María Aznar 2003 sogar das spanische Strafrecht, um dem damaligen baskischen Ministerpräsidenten Juan José Ibarretxe (PNV) mit einer Gefängnisstrafe drohen zu können, als dieser ein Referendum über einen Unabhängigkeitsplan erwägte.
  3. #3

    So ist es...

    Zitat von mottasvizzera Beitrag anzeigen
    ... und fördert ungewollt den Separatismus. Die gleiche Entwicklung ist auch bei anderen Nationalstaaten zu sehen.
    Genau; letztendlich ersetzt man den Egoismus der Staaten durch den Egoismus der Regionen. Die €Krise schwächt den Staat der teilweise zurecht und teilweise zuunrecht für die wirtschaftliche, soziale wie finanzielle Krise verantwortlich gemacht wird. Die großen Ideologien sind im letzten Jahrhundert alle mehr oder weniger gescheitert. Was übrig bleibt ist ein ein mitunter hemmungsloser Nationalismus(diesmal weniger der Staaten; mehr der Regionen) und ein neuer Egoismus. Für die Verbindlichkeiten will Keiner verantwortlich sein; sie und das ungeliebte Mutterland könnte und will man mit einem neuen 'jungfräulichen' Staat zurücklassen. Die Schweizer haben diese neue Entwicklung auch erkannt; in diesen 'neuen Staaten/Regionalstaaten' ist nichts mit toleranter Mehrsprachigkeit, Liberalität und anderen vornehmen Dingen; es ist eine neue Intolleranz...
    Ein guter Artikel der die Lage im Baskenland gut beschreibt...
    "Befürchtet wird nun, dass die „Spanier“ schon auf Vorrat als „nicht anpassungswillig“ auf eine schwarze Liste für die erträumte spätere Unabhängigkeit gesetzt werden können. Zudem verfügt die Partei über geschätzte 30.000 „Blockwarte“, die auch in den Dörfern von Haus zu Haus gehen, sich ein möglichst genaues Bild von Anhängern und Gegnern verschaffen und für das Unabhängigkeitsprojekt werben."
    Spanien: Der Frieden der Anderen - Ausland - FAZ
    Der ganze Artikel ist sehr lohnend...
    Die Eta ist nicht 'weg'; es schweigen nur die Waffen. Der baskische Nationalismus bemüht nun andere Methoden. Spanien und Europa riskiert daß ein widerlicher Staat entsteht der nichts, aber auch wirklich gar nichts, mit den Idealen Europas zu tun hat. Europa soll Härte und Zähne zeigen und den neuen Nationalisten zeigen daß es ihren Staat nicht geben wird; im §4.2 des Lissabon Vertrages ist auch die rechtliche Handhabe dazu; No way, das soll man ihnen sagen...

    Schian Gruaß...
  4. #4

    So ist es...

    Zitat von mottasvizzera Beitrag anzeigen
    ... und fördert ungewollt den Separatismus. Die gleiche Entwicklung ist auch bei anderen Nationalstaaten zu sehen.
    Genau; letztendlich ersetzt man den Egoismus der Staaten durch den Egoismus der Regionen. Die €Krise schwächt den Staat der teilweise zurecht und teilweise zuunrecht für die wirtschaftliche, soziale wie finanzielle Krise verantwortlich gemacht wird. Die großen Ideologien sind im letzten Jahrhundert alle mehr oder weniger gescheitert. Was übrig bleibt ist ein ein mitunter hemmungsloser Nationalismus(diesmal weniger der Staaten; mehr der Regionen) und ein neuer Egoismus. Für die Verbindlichkeiten will Keiner verantwortlich sein; sie und das ungeliebte Mutterland könnte und will man mit einem neuen 'jungfräulichen' Staat zurücklassen. Die Schweizer haben diese neue Entwicklung auch erkannt; in diesen 'neuen Staaten/Regionalstaaten' ist nichts mit toleranter Mehrsprachigkeit, Liberalität und anderen vornehmen Dingen; es ist eine neue Intolleranz...
    Ein guter Artikel der die Lage im Baskenland gut beschreibt...
    "Befürchtet wird nun, dass die „Spanier“ schon auf Vorrat als „nicht anpassungswillig“ auf eine schwarze Liste für die erträumte spätere Unabhängigkeit gesetzt werden können. Zudem verfügt die Partei über geschätzte 30.000 „Blockwarte“, die auch in den Dörfern von Haus zu Haus gehen, sich ein möglichst genaues Bild von Anhängern und Gegnern verschaffen und für das Unabhängigkeitsprojekt werben."
    Spanien: Der Frieden der Anderen - Ausland - FAZ
    Der ganze Artikel ist sehr lohnend...
    Die Eta ist nicht 'weg'; es schweigen nur die Waffen. Der baskische Nationalismus bemüht nun andere Methoden. Spanien und Europa riskiert daß ein widerlicher Staat entsteht der nichts, aber auch wirklich gar nichts, mit den Idealen Europas zu tun hat. Europa soll Härte und Zähne zeigen und den neuen Nationalisten zeigen daß es ihren Staat nicht geben wird; im §4.2 des Lissabon Vertrages ist auch die rechtliche Handhabe dazu; No way, das soll man ihnen sagen...

    Schian Gruaß...
  5. #5

    Zitat von mottasvizzera Beitrag anzeigen
    ... und fördert ungewollt den Separatismus. Die gleiche Entwicklung ist auch bei anderen Nationalstaaten zu sehen.
    Die separatistischen Bewegungen in Spanien sind so alt wie die zentralistische Regierung. Für die wackeligen Banken Spaniens kann die EU nichts.
  6. #6

    Zitat von mottasvizzera Beitrag anzeigen
    ... und fördert ungewollt den Separatismus. Die gleiche Entwicklung ist auch bei anderen Nationalstaaten zu sehen.
    ... auch solchen, die gar nicht in der EU sind.

    Ich vermute eher, das hat etwas mit dem Ende des Kalten Krieges zu tun. Seitdem nehmen die separatistischen Bewegungen in der ganzen westlichen und östlichen Welt zu. Russland, der Balkan, der Irak, die USA, Schottland, Indonesien, Sudan... Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

    Viele Staaten wurden durch die Zeit der Blockbildung zusammengehalten, aber je weiter diese Zeit zurückliegt, umso stärker treten die separatistischen Bewegungen wieder zutage.
    Zudem ist es ein Gegentrend zur Globalisierung: Man wünscht sich möglichst ethnisch homogene Bereiche, in denen alle weitgehend gleich sind. Die separatistischen Regionen sind sehr oft weit homogener als der Rest des Staates, und sie wollen diesen Status möglichst beibehalten. Egal wie klein der Staat ist, man kann ihn immer noch kleiner machen, in der Hoffnung, noch homogener zu werden. Es ist eine Absage an eine immer komplexere, immer enger zusammenrückende Welt. Auch Katalonien hat Unterschiede zwischen Nord und Süd, und es wird wahrscheinlich nicht lange dauern, bis auch diese Unterschiede wieder als dramatisch empfunden werden. Würde z.B. Bayern ein eigenes Land werden, dann würde der Gegensatz zwischen Franken, Schwaben und "echten" Bayern deutlicher zutage treten.

    Ich wohne in einem Dorf, das sich vor hundert Jahren in ein Nord- und ein Süddorf zerstritt. Und das bei nicht einmal 1000 Einwohnern. Der Erste Weltkrieg setzte dieser Posse ein Ende, aber prinzipiell sind separatistischen Tendenzen keine Grenzen gesetzt.
  7. #7

    Zitat von unai Beitrag anzeigen
    Die "Separatisten", also die Verfechter der baskischen Unabhängigkeit, wurden nicht zweitstärkste Kraft bei den baskischen Parlamentswahlen, sondern bei weitem die stärkste. EH Bildu und die nicht weniger unabhängigkeitsorientierte, konservative PNV gewannen gemeinsam.....
    die richtige schlagzeile - haushocher sieg der unabhägigkeitsbewegung im baskenland wollte der spiegel als EU-Zentralstaatsorgan unbedingt vermeiden.
  8. #8

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen

    Die Eta ist nicht 'weg'; es schweigen nur die Waffen. Der baskische Nationalismus bemüht nun andere Methoden. Spanien und Europa riskiert daß e......
    das zeugt wlch geistes kind sie sind. die überwaltigende mehrhheit der bevölkerung hat sich für parteien entschieden die unabhängigeit und oder mehr autonomie wollen.

    das einzigste was ihnen dazu einfällt ist " europa soll härte und zähne zeigen" - damit fällt iohre maske - wann gibt es EU-lager? wann werden alle gegner ihres eu-wahnsinn abgeholt und verhört oder drohen sie uns mit schlimmeren?
  9. #9

    Zitat von mottasvizzera Beitrag anzeigen
    ... und fördert ungewollt den Separatismus. Die gleiche Entwicklung ist auch bei anderen Nationalstaaten zu sehen.
    Der spanische Separatismus hat seine Ursachen nicht bei de EU sondern ist durch ein pseudo-föderales Staatsmodel motiviert.
    Und wie andere schon erwähnten, die konservative PNV ist ebenfalls der Unabhängigkeitsbewegung zuzuordnen, wenn auch in einer realistischeren Weise als Bildu.
    PNV im Baskenland wie auch die konservative CIU in Katalonien wären sicherlich schon zufriedenzustellen mit einem föderalen System a la Deutschland, während die linken Unabhängigkeitsparteien auf eine echte Unabhängigkeit pochen.


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