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Regierungsstudie: Jeder Deutsche wirft im Jahr 82 Kilo Lebensmittel weg

DPAObst und Gemüse, Brötchen und Milchprodukte: Laut einer Regierungsstudie wirft jeder Bundesbürger pro Jahr knapp 82 Kilo Lebensmittel weg. Der Großteil des Mülls wäre vermeidbar - wenn die Deutschen richtig einkaufen würden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...820994,00.html
  1. #30

    Zitat von savageflieger Beitrag anzeigen
    Konsumgesellschaft heißt: kaufen und möglichst bald wegwerfen. Ob Lebensmittel, Elektrogeräte, Autos, Bekleidung oder was auch sonst, spielt dabei doch gar keine Rolle. Man kann das ja beklagenswert finden, für unsere Umwelt ist das sicherlich auch nicht gesund, aber wenn jetzt plötzlich alle nur noch langlebige Produkte kaufen würden, oder aber alles was wir an Lebensmitteln kaufen würden auch aufessen, dann wäre es Essig mit dem Wirtschaftswachstum. Ich halte es allerdings für nachdenkenswert, ob es nicht auch ohne permanentes Wachstum gehen kann.
    "Man muß nicht alle drei Jahre ein neues Auto kaufen!" sagte der Umweltschützer streng zu seinem Nachbarn, als er dessen neuen Mercedes C220 CDI sah (4,5 Liter auf 100km, 119g C0² pro km) und stieg stolz in seinen alten VW Käfer (8 Liter auf 100km, 186g CO² pro km).

    Ohne dieses "permanente Wachstum" würden wir heute noch Autos fahren, die 10 bis 15 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen. Oder sogar 20... (Obwohl sie nur halb so schwer sind.)

    Unsere Kühlschränke, Gefriertruhen und Waschmaschinen würden ein Mehrfaches von dem an Strom verbrauchen, das moderne Geräte benötigen.

    Unsere Heizungsanlagen wären so ineffektive Energieverschleuderer wie die der 60er Jahre.

    Brandschutz und Hitzedämmung wäre immer noch die Aufgabe von Asbest.

    Und so weiter. Und so fort.

    "Langlebige Produkte" bedeuten nämlich immer auch, daß man einen bestimmten technischen Standard sehr lange aufrechterhält - und das ist nun mal das genaue Gegenteil von technischem Fortschritt. Und hat auch viele Nachteile.
  2. #31

    Also ich brauche keine Studie um festzustellen, das zu viel Lebensmittel weggeworfen werden. Ich wundere mich nur, das hier einige die Zahlen anzweifeln und glauben das die Mehheit bedarfsgerecht einkauft.
  3. #32

    Wissenschaftsfeindlichkeit hilft nicht

    Ich kenne auch einen Raucher, der alt geworden ist.... Ausserdem sind 225 g nur eine kleine Menge, also bitte nicht so schcnell die Wissenschaftelr verdammen.
    Wenn ich in unsere Gemeinschaftsmuelltonne schaue oder in Tonnen von Supermaerketen, dann bin ich erstaunt, dass es nur 82 kg pro Jahr sind...

    Zitat von hierro Beitrag anzeigen
    Was soll man von dieser Regierungsstudie halten? Die statistische Unsicherheit ist so eklatant, dass dieses kostspielige Papier des Verbraucherministeriums am besten gleich im Reißwolf verschwinden sollte. Der Bürger hätte etwas zuverlässigere Informationen verdient. Wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntnkreis umsehe, dann ergibt sich ein völlig anderes Bild: Es werden nicht mehr so große Mengen Lebensmittel gekauft, der Lagerung wird eine wesentlich größere Aufmerksamkeit gewidmet als früher, beim Einkaufen wird irreführende Werbung schnell durchschaut. Damit ist längst Vergangenheit, was vor Jahrzehnten kritisiert werden musste: Die gekauften Lebensmittelmengen sind auf den Bedarf abgestimmt und landen nicht in der Mülltonne.
  4. #33

    Dr.

    Zitat von diedahinten Beitrag anzeigen
    Anstatt ständig das MHD verantwortlich zu machen sollte man darauf achten, trotz MHD bedarfsgerecht einzukaufen. Das ist der Punkt. Ständig dazu aufzurufen, das MHD nicht zu beachten halte ich für versuchte Körperverletzung! Aber vielleicht muss man auch nur mal fast an einer Salmonellenvergiftung krepieren, um das so zu sehen.
    Zu 1)

    Wenn SIE bedarfsgerecht einkaufen, schmeißt es halt der Handel weg. Prima Lösung!

    zu 2)

    Ernähre mich schon mein ganzes Leben so und erfreue mich bester Gesundheit!
  5. #34

    Zitat von #Nachgedacht Beitrag anzeigen
    Es ist so eine typische Studie die wieder einmal der Poltitik dazu dienen soll dem Bürger noch mehr in die Tasche zu greifen.
    genau darum geht es bei diesem propagandistischen schwachsinn, er dient der vorbeireitung höherer mwst. auf lebensmittel, stichwort vereinheitlichung von 7% auf 19% mwst.,
  6. #35

    ???

    Warum eine bloedsinnige Studie? Der Autor kritsiert nicht sie sondern den nicht existenten Durchschnittsbuerger. Wenn im Schnitt 50% von 82 kg pro Person unnoetig weggeworfen wurden, dann ist das zuviel. Ob das nun ihr Nachbar ist oder der Supermarkt, der dafuer verantworltich ist, ist doch erstmal egal.
    Zitat von pkeszler Beitrag anzeigen
    Das ist wieder einmal so eine blödsinnige Studie, die nur den Durchschnitt ermittelt hat. Meine Frau und ich werfen grundsätzlich keine Lebensmittel weg, weil wir nur das kaufen, was wir verbrauchen und wir achten auf das Verbrauchsdatum.
    Die meisten Lebensmittel werden wahrscheinlich vom Handel selbst weggeschmissen, weil sie ständig mehr im Angebot haben, als sie verkaufen können.
  7. #36

    Zitat von gestandeneFrau Beitrag anzeigen
    Einfach die ganze Menge verarbeiten und dann den Rest einfrieren. Das ist das Einfachste.

    MfG
    Völlig richtig! Wenn meine Frau Rinderrouladen, Kohlrouladen, Paprikaschoten usw. macht wird grundsätzlich eine Mahlzeit gegessen und 2 bis 3 Portionen werden eingefroren. Das ist auch eine große Zeitersparnis, denn die Arbeit hat sie dann nur einmal. Außerdem kann man dann die jeweiligen Sonderangebote besser ausnutzen. Weggeschmissen wird somit auch nichts.
  8. #37

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    "Man muß nicht alle drei Jahre ein neues Auto kaufen!" sagte der Umweltschützer streng zu seinem Nachbarn, als er dessen neuen Mercedes C220 CDI sah (4,5 Liter auf 100km, 119g C0² pro km) und stieg stolz in seinen alten VW Käfer (8 Liter auf 100km, 186g CO² pro km).

    Ohne dieses "permanente Wachstum" würden wir heute noch Autos fahren, die 10 bis 15 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen. Oder sogar 20... (Obwohl sie nur halb so schwer sind.)
    Tja...ihr Nachbar fährt halt noch das Auto, das sie vor 3 Jahren verkauft haben. Abwrackprämie gibts nicht mehr.
    Konsum heißt auch Produktion, Rohstoffverbrauch und Verschrottung. Rechnen sie das auch bitte in ihre Rechnung ein. Die Meere sind voller Schiffe geladen mit Industrieschrott, der dann irgendwo abgeladen wird.
    Allein der jährliche Handyschrott....
  9. #38

    Beispielgebend und "Faszinierend"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Obst und Gemüse, Brötchen und Milchprodukte: Laut einer Regierungsstudie wirft jeder Bundesbürger pro Jahr knapp 82 Kilo Lebensmittel weg.
    Regierungsstudie: Jeder Deutsche wirft im Jahr 82 Kilo Lebensmittel weg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es ist vor allem der Mangel an Respekt vor LEBENS-Mitteln, auch durch falsche Schwerpunkte. Zum Beispiel Heilfasten mit Gemüsebrühe, natürlich ökologisch selbst hergestellt. Ein "faszinierender" Bericht in der ZDF-Sendung Volle Kanne vom 22.02.2012. Man kaufe hochwertiges Gemüse, koche es, trinke den Koch-Sud und werfe alles andere weg. Und die Moderatorin findet beispielgebend und, Zitat: "Faszinierend!" Zitat Ende. Kein Wort über das sinn- und hirnlose Vernichten von LEBENS-Mitteln.

    Nebenbei: diese Art des Heilfastens wird auch in einigen, sogenannten Wellness-Oasen mehrfach im Jahr angeboten.
  10. #39

    nicht gleich miesmachen

    Zitat von Dromedar Beitrag anzeigen
    Absolut. Hochrechnungen, Schätzungen, Befragungen, aber alles auf Nachkommastellen angeben. Völlig unseriös und unwissenschaftlich. In Physik-Studium bekäme man sofort sein Protokoll oder seine Arbeit zurück. Bestenfalls können sie bei ihren Grundlagen doch sagen: Aufgrund von plausiblen Annahmen gehen wir davon aus, dass der typische Deutsche zwischen 60 und 100kg Lebensmittel im Jahr wegwirft. Alles andere ist Scharlatanerie.
    Da haben Sie Recht, aber man muss doch sehen, dass ein Medium wie der Spiegel das gar nicht so differenziert darstellen kann. Das ist auch nicht seine Aufgabe; dazu gibt's die Originalstudie. Statistische Angaben sind selbstverständlich stets mit Unsicherheit behaftet, sonst wären es keine statistischen Angaben.
    Der Vergleich mit der Physik ist hier im Übrigen unsinnig - jede Wissenschaft muss die Methoden entwickeln und einsetzen, die ihrem Gegenstandsbereich angemessen sind. Und was Schätzungen, Befragungen usw. betrifft, gibt es sehr klare Qualitätskriterien. Aber wie gesagt, um das zu beurteilen, braucht man die Originalstudie.


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