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Regierungsprognose: Italiens Wirtschaft schrumpft auch 2013

Getty ImagesDie wirtschaftliche Misere Italiens wird noch länger hinziehen als bisher erwartet. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Monti korrigierte ihre Wachstumsprognose deutlich nach unten. Die Rezession werde bis 2013 anhalten, das Haushaltsdefizit soll steigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...857074,00.html
  1. #1

    optional

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wirtschaftliche Misere Italiens wird noch länger hinziehen als bisher erwartet. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Monti korrigierte ihre Wachstumsprognose deutlich nach unten. Die Rezession werde bis 2013 anhalten, das Haushaltsdefizit soll steigen.

    Italien: Regierung senkt Prognose, Wirtschaft schrumpft auch 2013 - SPIEGEL ONLINE
    Und wie werden dann die Schulden abgebaut, wenn der Haushaltsdefizit steigt? Die Italiener werden wohl um die Aufnahme von neuen Schulden nicht herumkommen. Ausserdem wächst die Wirtschaft ja nur, wenn neue Schulden aufgenommen werden, da wir in einem Schuldgeldsystem leben. Ich kann also nicht verstehen, wenn die sogenannten Experten einerseits Wirtschaftswachstum fordern und gleichzeitig von Abbau der Schulden reden. Abbau der Schulden bedeutet Wirtschaftsrückgang.
  2. #2

    Italien = Europa

    Viele Prognosen sagen, dass das Wirtschaftswachstum im ganzen Euro-Raum geringer ausfaellt als zunaechst erwartet. Damit fallen Steuergelder aus... und die Kompensation waere nur ueber erneute Sparverordnungen zu erreichen... doch die Loesung kommt in Form von neuer Verschuldung. Und wer wird Grossglaeubiger in diesen Faellen, insbesonders da die Zinsen ja nicht recht steigen duerfen. Die EZB ist gefragt. Und das wird nicht ohne neue Liquiditaet gehen = USA QE3 aehnlich. Das passt auch, denn dann werden die Wechselkurse nicht vollstaendig aus dem Rahmen laufen. Und leichtes Geld = abgewertetes Geld macht exporte moeglich, aber kostet viel auf der Importseite. Bitte auf die Kaufkraft achten und das Ersparte absichern!! Karl
  3. #3

    ab jetzt wird s lustig

    ohne neuschulden zu machen schrumpft also die wirtschaft im club med.das trifft auch fuer frankreich und D zu.da das "sparen"ohnehin nur geschwaetz ist(seit 1500 milliarden plant schaeuble ausgeglichen haushalt,jetzt sind wir in D bei ueber 2000 ohne die buergschaften)stellt sich die frage,wo und wie soll das enden.ich freu mich schon auf meinen ersten 100000 euro schein!
  4. #4

    ezb muss helfen

    ich bin seit 49 Jahren geschäftliche in Italien und ich muss doch meine Anerkennung ausdrücken ,dass in dieser Zeit fast mittelalterliche. Zustände überwunden wurden .es ist zu bewundern, wie sie sich durchs leben kämpfen.die ezb sollte konsequent fuer ein Absenkung des Zins Niveaus sorgen und wir brauchen auch eine Inflation um die 3 besser 4 % um den Staat u den Mittelstand zu entlasten. in Deutschland u Italien und so tragen die Sparer auch etwas bei.sie zählten am wenigsten steuern und sollen sie doch investieren dann retten sie die kohlen
  5. #5

    Mitgefangen

    Die Wirtschaft wird deshalb abgewürgt, weil man im Euro feststeckt. Die Abwertungsmöglichkeit der Währung fällt als Steuerungsinstrument aus. Stattdessen zeigte der Euro sogar einen Kursanstieg.
    Der Abstieg aus dem Schuldenturm wird schmerzhaft - für alle. Schuldenbasierte Wirtschaftssysteme sind am Ende, da muss jetzt jedes Land seinen eigenen Weg finden.
  6. #6

    Das war absehbar.

    Und deshalb sitzt auch der Italiener Drahgi an der Spitze der EZB.
    Die Verschuldung geht immer weiter und die Inflation auch. So werden die Armen ärmer und die Reichen reicher.
    An einem Regelwerk für eine geordnete Staatsinsolvenz ist die Finanzwirtschaft (und damit auch die Politik) nicht interessiert. Die Schuldenknechtschaft der Staaten soll unbedingt aufrechterhalten werden.
  7. #7

    --------------

    Zitat von nexus7 Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaft wird deshalb abgewürgt, weil man im Euro feststeckt. Die Abwertungsmöglichkeit der Währung fällt als Steuerungsinstrument aus. Stattdessen zeigte der Euro sogar einen Kursanstieg.
    Der Abstieg aus dem Schuldenturm wird schmerzhaft - für alle. Schuldenbasierte Wirtschaftssysteme sind am Ende, da muss jetzt jedes Land seinen eigenen Weg finden.
    Nun ja, Italien wollte doch unbedingt den Euro obwohl es die Kriterien nicht erfüllte. Und Abwertung ist ja wohl ziemlich unfair und in einem gemeinsamen Markt kein akzeptables Verhalten.

    Italien braucht Reformen, ist dazu aber komplett unfähig (wie man seit 60 Jahren weiss).

    Das Ende naht also: Italien wird neue Schulden aufnehmen müssen. Der Markt wird relativ hohe Zinsen verlangen, die Italien nicht tragen kann. Dann wird die EZB den Italienern das Geld schenken, was zur offenen Rebellion in den stabilen Euroländern (inkl. Frankreich) führen wird. Der Nord-Euro kommt dann so sicher wie das Amen in der Kirche und Italien zerbricht vielleicht sogar selbst in einen funktionierenden Norden und einen Süden, der wirtschaftlich in Richtung Afrika driftet.


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