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Regierungsdrama in Athen: Radikale Linke lässt erste Präsidentenrunde platzen

DPAEs könnte die letzte Chance sein, um Neuwahlen in Griechenland doch noch zu verhindern. In Athen ringen die Parteien mit Staatspräsident Papoulias um eine neue Regierung. Doch die Verhandlungen sind zäh - weil die radikallinke Syriza jeden Kompromiss verweigert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832896,00.html
  1. #10

    Danke für diesen Kommentar...

    Zitat von patras Beitrag anzeigen
    Obwohl ich dachte, nicht mehr an einem SPON Forum teilzunehmen, irgendwie ist die einseitige Berichterstattung doch nicht mehr zu ertragen.
    Vor einer Woche hat der Wähler seinem Unmut Ausdruck gegeben. Was über die letzten zwei Jahre immer der Grundton war, warum jagen "die Griechen" nicht ihre Politikerclique zum Teufel, das ist eben jetzt passiert. Es wird immer auf die Prozente der einzelnen Parteien geschaut. In Wirklichkeit war es ein Erdrutsch: Die überwiegende Mehrheit der an dem Schlamassel verantwortlichen Politiker, eben auch Ex-Minister, Verteter der Familienclans etc. haben kein Mandat mehr bekommen. Man hat sie ganz demokratisch zum Teufel geschickt. Bis vor dem Wahltermin spielte sich diese Mannschaft, die all das zu verantworten hat, als Retter auf, es wurde von absoluter Mehrheit gesprochen etc. Und das ist der Schock, an den sich diese Typen nicht gewöhnen können. Warum verhindert SYRIZA mit seiner konsequenten Haltung die Regierungsbildung? Drei Parteien, PASOK, ND und die Umfaller von Herrn Kouvelis haben zusammen 168 Sitze von 300. Eine satte Mehrheit. Aber darum geht es nicht, es geht darum, auch SYRIZA zum Mittäter zu machen für eine verfehlte Politik. Verfehlte Politik, bei der die einfachen Leute die Rechnung der Verfilzung von Politikermachenschaften mit der reichen kleinen Oberschicht bezahlen und dann auch noch mit dem Stimmzettel absegnen sollen.
    Und nur noch soviel: Allgemein haben die einfachen Wähler keine Lust mehr, sich nur als Stimmvieh benutzen zu lassen. Siehe letzte Woche in Schleswig-Holstein, wo auch ohne Krise die Wähler nicht das getan haben, was man gerne von ihnen wollte. Und heute NRW.
    Auch wenn viele das nicht verstehen wollen, es gibt ein langsames Aufwachen der bisher stummen Mehrheit.
    Übrigens: Langweilen Sie doch von SPON nicht weiter mit der Bezeichnung radikale Splitterpartei im Zusammenhang mit SYRIZA. Nur weil sie etwas anderes sagen, als die Führungsriege in Europa das hören will ist man noch nicht radikal.
    Ich kenne mich in Griechenland nicht aus, dafür in Portugal und Spanien. Wenn die Situation auch nicht gleich ist, gibt es doch ähnliche Merkmale. Die Eliten, die durch ihre Politik in den letzten Jahrzehnten diese Situation zu verantworten haben, klammern sich verzweifelt an den Schalthebeln der Macht, denn sie befürchten zur Verantwortung gezogen, Regresspflichtig gemacht und ihrer Alimentation verlustig zu werden. Die Co-Eliten in Europa speziell in Deutschland "werden doch ihren Novak nicht verkommen lassen". Könnte ja Schule machen.
  2. #11

    Regierungsbildung

    Schön, dass hier sich doch auch mal andere Leute zu Wort melden. Ja, es ist das einfache Volk, auf das, wie überall, alles abgewälzt wird. Ja, SYRIZA muss sich verschließen, denn es ist kein Kompromiss, der vorgeschlagen wird. Es ist das Angebot, diese Politik weiterzutragen, die die reichen und ihre Helfershelfer uanangetastet lässt. Wenn die bei dem faulen Angebot Ja sagen, dann gibt es echt keine Hoffnung mehr. SYRIZA will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, will endlich die benennen und zur Verantwortung ziehen, die sich über Jahre hinweg bereichert haben, auch an den Geldern aus Europa. Endlich die Reichen besteuern und das Geld, was abgezogen wurde zurückholen.
    Warum wehren sich so viele vehement? Vielleicht sind doch auch ein paar Geldkoffer in Brüssel oder anderswo für das schweigende Zusehen über die Tische gegangen? Vielleicht ist die Griechenlandkrise nur die Eisbergspitze einer durchfilzten Bürokratie, die weiter unter sich die Erträge aufteilen will? Warum fragt niemand, dass die Reallöhne in Deutschland in den letzten 10 Jahren erheblich gesunken sind obwohl die Wirtschaft boomt? Wo ist denn das ganze Geld?
  3. #12

    Das Problem sind nicht die Griechen

    Halten wir fest…

    - Ja - die gr. Parteien und Politiker haben das EU-Prinzip und -System betrogen und ausgenutzt.
    - Die EU-Kontrollgremien haben leichtgläubig versagt, indem sie allen, die nach Krediten und Geldern geschrien haben (und zwar weit über Griechenland hinaus), diese Kredite einfach gewährten, ohne die Zinszahlungen und Rückzahlungen zu regeln.
    - Offensichtlich haben die Investoren, Banken, Geldgeber sich nicht sinnvoll abgesichert und falsch spekuliert.
    - Damit das EU- und TEuro- Konstrukt nun nicht wie ein Kartenhaus zusammenfällt beschließen EU-Troika, IWF, Bankster, Politiker – der ganze Sumpf inkl. Lobbyisten, dem der Wähler bisher sein Vertrauen schenkte - es soll so weitergehen wie bisher, denn das sichert denen die Macht. Also wird beschlossen, der EU-Steuerzahler soll nun für den Schaden aufkommen.


    Sorry, aber mein Vertrauen muss man sich immer wieder durch Erfolge und Taten erneut verdienen und wer dieses Vertrauen verspielt, der muss auch damit leben, dass ich einer anderen Partei auch eine Chance gebe, dier diesem Sumpf nicht angehört, die (noch) nicht Lobbyisten-verseucht ist, die sich (noch) nicht von den Bankstern erpressen lässt, etc.

    Es gab genügend Stimmen, die vor dem Teuro gewarnt haben, es gab genügend EU-Staaten, die sich der Währungsunion aus gutem Grund nicht angeschlossen haben und… sowohl die Schweiz, als auch Norwegen wissen, warum sie diesem Verein nicht beigetreten sind.

    Die Frage ist nicht ob, sondern wann dieses TEuro-Kartenhaus zusammenbricht und wer die Zeche dann zahlt…
  4. #13

    Irgendwie kann ich die Griechen verstehen, obwohl sie ja eigentlich auch mit dran schuld sind, da zu sein wo sie jetzt sind. Schliesslich haben sie jahrelang die Parteien gewählt und das nicht weil die so toll sind, sondern weil sie ihnen Versprechungen jenseits von Gut und Böse gemacht haben. Das die Bevölkerung dann trotzdem auf der Strecke bleibt ist halt traurig und das die bekloppten Parteien da unten auch nur wieder das Ziel haben an die Macht zu kommen, ist auch offensichtlich. Das allerdings dann die Rechtsradikalen soviele Stimmen bekommen ist befremdlich, wenn schon Protest, dann zumindest nicht rechtsradikal.

    Letztendlich ist es egal wie das Hornbacher Schiessen in Griechenland ausgeht, natürlich können wir die nicht einfach hängen lassen, das gebietet einfach der Anstand auch wenn der von Griechenland manchmal unterlaufen wurde. Ich möchte nicht, das da unten Menschen verhungern nur weil sie gierig waren, als wenn das bei uns grossartig anders wäre.

    Man braucht doch nur hier a bisserl rumzuhören, hier sind doch auch wahnsinnig viele "Spezialisten" unterwegs die natürlich alles anders machen würden. Denen geht es halt wie der Opposition, man kann halt viel sagen wenn man nicht in der Verantwortung steht das auch realisieren zu müssen.
  5. #14

    Warum?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es könnte die letzte Chance sein, um Neuwahlen in Griechenland doch noch zu verhindern. In Athen ringen die Parteien mit Staatspräsident Papoulias um eine neue Regierung. Doch die Verhandlungen sind zäh - weil die radikallinke Syriza jeden Kompromiss verweigert.

    Erste Runde der Rettungsverhandlungen in Athen ohne Ergebnis beendet - SPIEGEL ONLINE

    WARUM ist eigentlich eine Partei, die nicht mit nachweislich Ganoven und Kriminellen verhandeln will - radikal?

    Die Konservativen haben mit Sicherheit mehr Leichen, und dies jetzt nicht nur sprichwörtlich, im Keller wie die Menschen, die gegen diese Systeme der Ausbeutung und Unterdrückung aufbegehren.
  6. #15

    Erinnere mich ...

    Zitat von patras Beitrag anzeigen
    ...
    Warum wehren sich so viele vehement? Vielleicht sind doch auch ein paar Geldkoffer in Brüssel oder anderswo für das schweigende Zusehen über die Tische gegangen? Vielleicht ist die Griechenlandkrise nur die Eisbergspitze einer durchfilzten Bürokratie, die weiter unter sich die Erträge aufteilen will? Warum fragt niemand, dass die Reallöhne in Deutschland in den letzten 10 Jahren erheblich gesunken sind obwohl die Wirtschaft boomt? Wo ist denn das ganze Geld?
    Erinnere mich an einen Abteilungsleiter des Herrn Monti als dieser Kommissar für Wettbewerb in Brüssel war, ein Schwede dessen Name ich vergessen habe, der wegen Vorteilsnahme verknackt wurde. In Brüssel laufen zigtausend Lobbyisten rum mit üppigen "Representations-Etats".

    Das eigentliche Problem ist die enge Verquickung mit der Finanzindustrie, dafür stehen vor allem die honorigen Herrn Juncker, Weidmann, Draghi, Monti uam.
  7. #16

    Zitat von nurich666 Beitrag anzeigen
    [...]Das allerdings dann die Rechtsradikalen soviele Stimmen bekommen ist befremdlich, wenn schon Protest, dann zumindest nicht rechtsradikal.
    [...]
    Wen meinen Sie mit rechtsradikal?
    SYRIZA?
    Dann zäumen Sie das Pferd vom falschen Ende auf. :)
  8. #17

    #11

    Zitat von patras Beitrag anzeigen
    Schön, dass hier sich doch auch mal andere Leute zu Wort melden. Ja, es ist das einfache Volk, auf das, wie überall, alles abgewälzt wird. Ja, SYRIZA muss sich verschließen, denn es ist kein Kompromiss, der vorgeschlagen wird. Es ist das Angebot, diese Politik weiterzutragen, die die reichen und ihre Helfershelfer uanangetastet lässt. Wenn die bei dem faulen Angebot Ja sagen, dann gibt es echt keine Hoffnung mehr. SYRIZA will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, will endlich die benennen und zur Verantwortung ziehen, die sich über Jahre hinweg bereichert haben, auch an den Geldern aus Europa. Endlich die Reichen besteuern und das Geld, was abgezogen wurde zurückholen.
    Warum wehren sich so viele vehement?
    Niemand wehrt sich. Tut das doch endlich!!!! In GR achtet man doch stets darauf, ein souveränes Land zu sein. Dann handelt endlich!!!
    Vergesst aber nicht, eure Schulden zu bezahlen und das Land zu reformieren (und nicht zu kolektivieren bitte)!

    Zitat von patras Beitrag anzeigen
    Vielleicht sind doch auch ein paar Geldkoffer in Brüssel oder anderswo für das schweigende Zusehen über die Tische gegangen? Vielleicht ist die Griechenlandkrise nur die Eisbergspitze einer durchfilzten Bürokratie, die weiter unter sich die Erträge aufteilen will? Warum fragt niemand, dass die Reallöhne in Deutschland in den letzten 10 Jahren erheblich gesunken sind obwohl die Wirtschaft boomt? Wo ist denn das ganze Geld?
    Werter Forist. Nicht ablenken. Die Schuldigen müssen Sie schon in GR suchen, nicht in Brüssel oder in Berlin. Es ist auch einerlei, wo deutsches Geld geblieben ist. Fragen Sie lieber, wo das griechische Geld ist.
  9. #18

    Neuwahlen

    Aus dem Gewürge wird doch keine vernünftige Regierung mehr. Ich bin daher für Neuwahlen.

    Zuvor sollte die EU ganz klar und unmissverständlich Stellung nehmen: Neu-/Nachverhandlungen gibt es nicht. Werden die vereinbarten Sparvereinbarungen aufgekündigt, wird der Geldhahn zugedreht.

    Und dann soll sich das griechische Volk entscheiden, was es will. Die Positionen der Parteien sind jetzt klar.
  10. #19

    die letzte chance neuwahlen zu verhindern..???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es könnte die letzte Chance sein, um Neuwahlen in Griechenland doch noch zu verhindern. In Athen ringen die Parteien mit Staatspräsident Papoulias um eine neue Regierung. Doch die Verhandlungen sind zäh - weil die radikallinke Syriza jeden Kompromiss verweigert.

    Erste Runde der Rettungsverhandlungen in Athen ohne Ergebnis beendet - SPIEGEL ONLINE
    das muss man sich einmal verinnerlichen .. eine chance den willen der bevoelkerung zu umgehen.. griechenland war und ist auf dem wirtschaftlichen standard eines entwicklungslandes... dank euro hat die regierung einige 100 milliarden geliehen, und damit der bevoelkerung einen lebensstandard vorgegaukelt, der nie erarbreitet wurde ..oder werden konnte..
    logischerweise kann man die darlehen nicht zurueckzahlen.. mittlerweile maestet sich die finanzmafia an dem elend .. und moechte diesen schwachfunk am liebsten endlos fortschreiben .. denn hier sprudelt kohle ohne ende dank der daemlicher politklicke, die ihre fehler nicht eingestehen moechte ..und die riesigen verluste fuer uns resteurolinge .. ungeschickt in den bilanzen der bundesbank und der ezb .. verstecken laesst.. griechenland gehoert nicht in den euroverbund .. es ist ein liebes entwicklungsland, das eine eigene niedrig bewertete waehrung haben muss. selbstverstaendlich muss man helfen .. aber da es keine industrie gibt und auch nicht geben wird .. kann mann nur auf preiswerten tourismus und anderen dienstleistungen hoffen...


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