Regierungschaos in Griechenland: Jetzt ist Venizelos dran

REUTERSIn Athen ist der Nächste am Zug: Nun will Sozialistenchef Evangelos Venizelos selbst über eine neue Regierung verhandeln. Seine Pasok ist die drittstärkste Kraft im Parlament. Zuvor war die zweite Runde der Sondierungen unter Führung der Linksradikalen gescheitert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832341,00.html
  1. #30

    Nur um sicher zu gehen, dass ich es verstehe:

    Montag redete Samaras mit Tsipras und Venizelos. Dienstag und Mittwoch redete dann Tsipras mit Samaras und Venizelos. Und als wäre das nicht genug, redet nun am Donnerstag Venizelos mit Tsipras und Samaras .

    Einen besseren Beleg dafür, dass wir alle für Dumm verkauft werden, gibt's ja kaum.
  2. #31

    Wehe wehe falls

    Zitat von Eldegar Beitrag anzeigen
    [..]Was für ein Geld verballert wurde, nur um sinnfreie Zeit zu kaufen...mit Milliarden!
    Es wäre schön, wenn diejenigen, die die naive Haltung "Alles wird gut" einnahmen, sich mal äussern würden. Deren Irrtum war offensichtlich.

    Eldegar
    es nie um EU etc. ging....

    Zitat Mayer Amschel Rothschild : “Geben Sie mir die Kontrolle über das Geld und es spielt keine Rolle, wer die Gesetze macht !“

    Gebrüder Rothschild :
    “Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder abhängig von der Gunst des Systems sein, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne murren tragen, viel. sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.“

    Runde 180 Jahre seit Äußerung dürften lange genug gewesen sein, um das Perfide des Systems weiter zu verfeinern und immer wieder den Notwendigkeiten der Gesellschaften anzupassen.

    Warum sonst sollte es wohl notwendig sein in Zeiten des “Wirtschaftsbooms“ die Guthabenszinsen auf Spareinlagen bei 0,2% zu belassen, während die Dispozinsen zwischen 15 und 17% liegen, die Überziehung desselben jenseits davon ?
    Warum sollte man mit äußerst windigen Kapitalanlagen versuchen, den Normalanlegern auch noch die letzte Finanzreserve zu vernichten ? Warum benutzt man bestehende Systeme dazu, die zuvor Geschröpften hernach erneut heranzuziehen um “sich retten zu lassen“ ? Viel. um einerseits Finanzreserven abzuschöpfen und andererseits einen Neuaufbau derselben im Keim zu ersticken ?
    Aus Sicht übermächtiger Finanzmagnate müssen, bezogen auf die eigene Machtposition, eigenständige Strukturen mit Wertschöpfung so erscheinen, wie der frühen Kirche eine Ausgabe von Belzebub. Sollte der systemische GAU eintreten, ist es besser als alleiniger Geldgeber dazustehen...Getreide anbauen, Brote backen und dergleichen kann man selber schließlich nicht - wohl aber diejenigen, die es können, unter Druck setzen.....
  3. #32

    Bankenrettung

    Die Drohungen europäischer Politiker, die Hilfszahlungen einzustellen, sind wirkungslos. Dieses Geld wird nur dazu benötigt, die Finanzjongleure zu bedienen und Schuldenzinsen zu bezahlen. In Griechenland wird kein Cent davon investiert.
    Nach einem Staatsbankrott und ohne Zinszahlungen wäre der griechische Staatshaushalt ausgeglichen und das Land müsste sich nicht länger bevormunden lassen.
    Hätte der Staatsbankrott vor 2 Jahren stattgefunden, hätte der europäische Steuerzahler viele Milliarden gespart, die
    Finanzjongleure hätten viel veroren und EU-Staaten hätten weniger Staatsschulden.
    Griechenland soll endlich seinen Bankrott erklären, danach kann es ohne Schulden wieder aufwärts gehen. In Argentinien hat das auch geklappt.
  4. #33

    Griechenland aus der Eurozone ausschließen? Geht das?

    Politiker drohen unterschwellig Griechenland mit dem Ausschluss aus der Euro-Zone . Viele Kommentatoren auch in Foren wie diesem fordern es ganz offen.

    Meine Frage: Ist es überhaupt möglich, Griechenland auszuschliessen? Ermöglichen die Verträge dies? Wenn nein, was könnte geschehen, um Griechenland dazu zu drängen?
  5. #34

    War kein Irrtum - war reine Absicht

    Zitat von Eldegar Beitrag anzeigen
    Es begann als Farce, und es endet auch so. Und im Ergebnis wird Griechenland den Euro verlassen, wie hier schon vor 2 Jahren oftmals prophezeit wurde. Was für ein Geld verballert wurde, nur um sinnfreie Zeit zu kaufen...mit Milliarden!
    Es wäre schön, wenn diejenigen, die die naive Haltung "Alles wird gut" einnahmen, sich mal äussern würden. Deren Irrtum war offensichtlich.

    Eldegar
    Es war auch keine völlig "sinnfreie Zeit"…die Zeit wurde genutzt um die Folgen der GR-Pleite für die Banken und Grossinvestoren zu Lasten aller EU-Steuerzahler zu mildern.
    Mal sehen welches Land dann als nächstes dran ist und wann das Teuro- Kartenhaus völlig zusammenbricht…

    Wenn ich mir ansehe, was gerade in GR abgeht und wie, nicht erst nach der Teuro-Einführung in der EU Wachstum suggeriert und Wohlstand auf Pump finanziert wurde, könnten viele der verlogenen Politiker (EU- weit) demnächst Angst und Bange werden.
    Zumindest wenn man das Prinzip noch ein Weilchen so fortsetzt, Kreditzinsen mit neuen Schulden zu begleichen - wer so eine Misswirtschaft betreibt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er oder seine Partei bei der nächsten Wahl nicht mehr das Vertrauen der Wähler hat...
  6. #35

    (zu) dumm gelaufen...

    Zitat von hakmak Beitrag anzeigen
    Hoffentlich pisst Herr Tsipras unseren Europa feinen Europapolitikern weiter ins Gesicht, damit Griechenland aus der Währungsunion rausfliegt. Dann kann er die Drachme wieder einführen. Über eine kräftige Abwertung kann Griechenland wieder wettbewerbsfähig werden und das bischen Anleihen, was noch bei den Banken liegt, muß eben voll abgeschrieben werden - who cares?
    bei allem Respekt... das ist so ziemlich der gröbste Fall von ökonomischem Unverständnis, der mir heute über den Schirm geflattert ist...
    Griechenland am äußeren Zipfel der EU (quasi wörtlich als Inselstaat) mit Inselwährung, galoppierender Inflation und kollabierter, isolierter Wirtschaft auf dem Weg zur Wettbewerbsfähigkeit per globalem Schuldenerlass?

    respekt...
    Ich tippe mal eher, dass den Griechen langsam aufgeht, was sie da mit ihrer Protestwahl angerichtet haben und bei der nächsten Wahl wieder zähneknirschend "pro Euro" wählen werden, statt den kläglichen Rest ihrer Heimat größenwahnsinnigen Polit-Populisten in einer 5-Parteienregierung anzuvertrauen.

    Ein Warnschuss hin und wieder kann ja nicht schaden. Dumm nur, wenn das halbe Land gleichzeitig schießt...
  7. #36

    Multitalent

    Zitat von king_pakal Beitrag anzeigen
    Der griechische Obelix scheint aber auch ein Multitalent zu sein. Vom Verteidigungsminister zum Finanzmisnister und nun soll er sogar ganz Griechenland retten. Wer glaubt diesen Schmonz?
    Warum nicht? Auch Batman hat mal ganz klein angefangen als junger Bruce Wayne
  8. #37

    Erstaunlich

    wieviel Griechenlandexperten es hier gibt. Schon jahrelang dort gelebt oder was. Kaum zu glauben. Leute, Realitaet ist was anderes als hier seinen Senf abzugeben. Natuerlich hat das Land sich selbst verarscht. Aber wenn schon rumgemotzte dann doch bitte sachlich. Stammtischgerede koennen wir uns wirklich sparen. Der Hype der gerade drum gemacht wird ist doch wirklich absurd. Wie kann ein ca. 12 Millionen Einwohnerland die Boersen der Welt in den Abgrund stuerzen ? Lach. Glaubt doch nicht jeden Sche..ss
    Ich seh nur ein Volk das leidet..... und der kleine Mann oder Frau ist bestimmt nicht dran schuld. Glaubt doch nicht alle was Euch vorgesetzt wird. Etwas mehr Information schadet uebrigens auch nicht. 10 Experten, 10 Meinungen. Wie wird wohl in 10 Jahren darueber berichtet....
  9. #38

    Ein Staatsbankrott vor 2 Jahren...

    Zitat von fuchs008 Beitrag anzeigen
    Hätte der Staatsbankrott vor 2 Jahren stattgefunden, hätte der europäische Steuerzahler viele Milliarden gespart, die
    Finanzjongleure hätten viel veroren und EU-Staaten hätten weniger Staatsschulden.
    Griechenland soll endlich seinen Bankrott erklären, danach kann es ohne Schulden wieder aufwärts gehen. In Argentinien hat das auch geklappt.
    ...hätte sehr wahrscheinlich einen baldigen Domino-Effekt und eine (noch schlimmere, unvorbereitete) Weltwirtschaftskrise ausgelöst.

    Da aber die EU-Politiker von der Industrie, aber vor allen von den Bankstern abhängig sind - denn irgendwoher muss ja unser Wohlstand auf Pump schliesslich finanziert werden, wurden sie von diesen dazu bewegt, EU-Steuergelder in Form sog. Rettungspakete zur Schadensbegrenzung aus dem Hut zu zaubern. D.h. die Finanzhaie und Bankster bekommen einen Teil ihrer Spekulationen auf Kosten aller EU-Bürger wieder zurück bevor das Teuro-Kartenhaus eben völlig zusammenbricht.

    Griechenland ist so oder so im Eimer und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwoher plötzlich EU-Gelder für neue Investitionen so bald dort hin wandern. So gesehen müssten sich die zukünftigen Wahlgewinner überlegen wie sie mit einer neuen, eigenen Währung das Land wieder aufpäppeeln wollen; das wird zwar definitiv eine grosse Herausforderung, dafür haben die Griechen demnächst den Neuanfang vor Augen, während auf weitere EU-Länder erst noch das bittere Ende wartet...
  10. #39

    it cares

    Zitat von hakmak Beitrag anzeigen
    Hoffentlich pisst Herr Tsipras unseren Europa feinen Europapolitikern weiter ins Gesicht, damit Griechenland aus der Währungsunion rausfliegt. Dann kann er die Drachme wieder einführen. Über eine kräftige Abwertung kann Griechenland wieder wettbewerbsfähig werden und das bischen Anleihen, was noch bei den Banken liegt, muß eben voll abgeschrieben werden - who cares?
    Die Pleite die keine sein darf: Goldmann & Co, US - Riesenbanken sind diejenigen, die riesige Mengen Kreditausfallversicherungscheine für griechische Staatspapiere verkauft hatten; die Franzosen hielten sehr viele der höher verzinsten Griechenpapiere, in der Lage kamen die Liquiditätsprobleme der Griechen und somit dann die Griechenkrise eskalierte.

    Es gibt eine Instanz, die definitiv feststellt, wann genau der Status "Kreditausfall" gültig ist, somit dann also die Kreditausfallversicherungen zu bezahlen sind.
    Es war somit in einem enormen Intersse der US Banken daß es nicht zum Kreditausfall im Sinne der Versicherungsscheine kommt. Die werden sehr viel Einfluss auf alle Beteiligten genommen haben, gewiss auch ihre Rolle gespielt haben bei ESFS, ESM, EZB-Entscheidungen, die im Prinzip alle mit Merkel umzusetzen waren.

    Im Prinzip macht Merkel seit Jahren in Europa genau das, was genau jeweils in die Interessen der amerikanischen Großbanken hineinpasst. Als nächstes macht sie das, was sie in irgendeiner Weise den Deutschen mit Hilfe der Medien auch noch verkaufen kann. Aber dasa funktioniert nur deswegen, weil die deutschen Medien all das überwiegend unkritisch-wohlwollend mittragen.

    Der Verweis auf die besondere Rolle Deutschlands, seine Unbeliebtheit auf der ganzen Welt sowie die Kriegsfolgen wird immer wieder neu auf verschiedenen Wegen in die Öffentlichkeit gebracht.

    Fazit:

    Wir werden von Leuten regiert, auf deren Loyalität sich die amerikanischen Banken stets verlassen können.