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Regierungschaos in Griechenland: Fünf Alpträume für Athen
REUTERSIn wenigen Wochen braucht Griechenland frisches Geld von der EU. Das kriegt das Land nur, wenn eine stabile Regierung im Amt ist, die Sparvorgaben einhält. Davon ist Athen weit entfernt. Kommt der Euro-Austritt? Steht gar ein Militärputsch bevor? Fünf Szenarien.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832578,00.html
- #80 12.05.2012 16:30 von
Sorry...
... für den Verscheiber, gemeint war natürlich "Sie bekommen die Drachme zurück und wir die D-Mark, und alles wird wieder gut", sollte dieser Umstand zur entsprechenden Unverständnis geführt haben.
Entscheidend war es mir jedoch auszudrücken, dass nach Durchführung einiger Strukturmaßmahmen und einer Staatspleite, die den Schuldenstand aus 0 zurückführen würde, Griechenland auf keine weiteren Kredite angewiesen wäre, die jetzt eh nur nahezu ausschließlich zur Schuldentilgung verwendet werden, weder von Russland, noch von China noch von der EU. - #81 12.05.2012 23:31 von
Auch durch Abwertung nicht wettbewersfähig
Die Hoffnung, eine Abwertung der Drachme könnte einen"failed state" wie Griechenland "wettbewerbsfähig" machen ist völlig illusorisch.
Da Griechenland selbst kaum über Rohstoffe verfügt und selbst viele Vorleistungen für die eigene Produktion importieren muß, würde eine Abwertung diese Vorleistungen so verteuern das die eigene Wertschöpfung in Aussenhandelspreisen fast gegen Null gehen müßte um Abnehmer für Griechische Produkte auf den Weltmärkten zu finden.
Auch haben die verkrusteten und undurchsichtigen Strukturen sowie mangelnde Rechtssicherheit in der Vergangenheit nennenswerte ausländische Investoren wirkungsvoll aus Griechenland ferngehalten. Wegen dubioser Perspektiven wird für längere Zeit niemand sein Kapital in dem Land sicher verbrennen wollen.
Welche Produkte blieben für den Aussenhandel?
Tourismus wäre eine denkbare Alternative. Aber das der in einem äusserst instabilen Land bei der Wettbewerbssituation in Schwung käme wäre eher unwahrscheinlich.
Daneben wäre Transfer und Schmuggel illegaler Produkte (Drogen-, Menschen- + Waffenhandel) in die EU ein wahrscheinliches Scenario.
Zusammengefaßt ist bei einem Euroaustritt eine Perspektive wie die des durch Korruption geschwächten afrikanische Malawi eher realistisch.
Das man nach einem Scheitern und dem dadurch zerstörten Vertrauen einfach da mit der Drachme weiter machen kann wo man vor dem Eurobeitritt aufgehört hat ist jedenfalls völlig unrealistisch.
Bleibt als eher realistische, hier aber gar nicht angesprochene Alternative, noch die zeitweilige Überführung in ein Protektorat:
Neben Europa könnte die Türkei oder auch China eine Rolle als Kontrol- und Gewährsmacht übernehmen.
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