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Regierungsbildung in Griechenland: Sparfeind auf Partnersuche

REUTERSKann er Griechenland aus dem Chaos herausführen? Am Mittag soll der Linke Alexis Tsipras, Chef der Syriza-Partei, den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe für den jungen Radikalen - mit Parolen und Provokationen hat er viele Kollegen vergrätzt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831908,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann er Griechenland aus dem Chaos herausführen? Am Mittag soll der Linke Alexis Tsipras, Chef der Syriza-Partei, den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe für den jungen Radikalen - mit Parolen und Provokationen hat er viele Kollegen vergrätzt.

    Regierung in Griechenland: Syriza-Chef Alexis Tsipras auf Koalitionssuche - SPIEGEL ONLINE
    Wie soll eine andere Partei als eine der beiden "Traditionsparteien ?" ND und Pasok eine Regierung bilden mit so einem Wahlgesetz:

    Stern:"Nun reicht es nicht einmal für eine Parlamentsmehrheit von Nea Dimokratia und Pasok zusammen. Dabei hatten die beiden Parteien noch vor der Krise eines der undemokratischsten Wahlgesetze ganz Europas ausgetüftelt: Dem Sieger werden automatisch 50 der 300 Parlamentssitze zugesprochen. Das entspricht knapp 17 Prozent der Stimmen. Dermaßen dreist fälscht nicht einmal der Kreml seine Wahlergebnisse. So wollten Griechenlands Großparteien auf alle Ewigkeit sicherstellen, nie eine Koalition eingehen zu müssen. Um alleine und unkontrolliert regieren zu können."

    Parlamentswahl in Griechenland: Mit Wut gewählt - Politik | STERN.DE
  2. #2

    Dies Aufgabe ist so nicht zu lösen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann er Griechenland aus dem Chaos herausführen? Am Mittag soll der Linke Alexis Tsipras, Chef der Syriza-Partei, den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe für den jungen Radikalen - mit Parolen und Provokationen hat er viele Kollegen vergrätzt.

    Regierung in Griechenland: Syriza-Chef Alexis Tsipras auf Koalitionssuche - SPIEGEL ONLINE
    Griechenland ist immer noch überschuldet, befindet sich in einer mehrjährigen starken und nachhaltigen Abschwungphase, die Realeinkommen sinken, die Investitionstätigkeit liegt am Boden. Hinzu kommen laufende Refinanzierungshilfen à la Target 2 und ELA. Die griechische Notenbank hat dadurch (nur über ELA) bereits zusätzlich 100 Milliarden EUR geschöpft. Die irische Notenbank geht den gleichen Weg (plus EFSF).

    Die griechische Volkswirtschaft ist innerhalb dieser gemeinsamen Währungszone nicht konkurrenz- und überlebensfähig, da die ökonomischen und technologischen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten nicht gegeben sind. Wird dieser angedachte Sanierungsplan weiter verfolgt und der Verbleib Griechenlands in dieser Währungsunion erwogen, kann niemals eine nachhaltige und tragfähige volkswirtschaftliche Entwicklung in Griechenland selbst generiert werden. Die finanziellen Folgen in Form einer Transferunion sind heute schon bereits unüberschaubar und stellen ein währungsystemisches Risiko für alle dar.

    Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
  3. #3

    Der “optimale Linke“ bleibt

    wohl nach wie vor eine Mähr, müsste er doch über folgende Merkmale verfügen :
    -Großherzigkeit gegenüber ALLEN Mitbürgern
    - Einsicht in Notwendigkeiten : wenn etwas nicht für alle reicht, verzichtet JEDER
    - Bescheidenheit gegenüber materiellen Statussymbolen
    - Demut bezügl. des Umgangs mit natürlichen Resourcen

    Diese Aufzählung ließe sich beliebig erweitern, kurzum :

    Ob es wohl DAS ist, was die Griechen wollen im Protestverhalten ?

    Daran haben sich schon etliche Andere versucht und sind gescheitert -
    nicht weil das keine hehren Gedanken wären :

    Dazu fehlt der Masse Mensch bisher schlicht das Bewusstsein
  4. #4

    Gibt es überhaupt noch freie und gleiche Wahlen

    Zitat von orion4713 Beitrag anzeigen
    Wie soll eine andere Partei als eine der beiden "Traditionsparteien ?" ND und Pasok eine Regierung bilden mit so einem Wahlgesetz:

    Stern:"Nun reicht es nicht einmal für eine Parlamentsmehrheit von Nea Dimokratia und Pasok zusammen. Dabei hatten die beiden Parteien noch vor der Krise eines der undemokratischsten Wahlgesetze ganz Europas ausgetüftelt: Dem Sieger werden automatisch 50 der 300 Parlamentssitze zugesprochen. Das entspricht knapp 17 Prozent der Stimmen. Dermaßen dreist fälscht nicht einmal der Kreml seine Wahlergebnisse. So wollten Griechenlands Großparteien auf alle Ewigkeit sicherstellen, nie eine Koalition eingehen zu müssen. Um alleine und unkontrolliert regieren zu können."

    Parlamentswahl in Griechenland: Mit Wut gewählt - Politik | STERN.DE
    Wenn ich mir die Umfrageergennisse der FDP anschaue
    so standen die monatelang genau bei 5,0%.
    Das ist rein mathematisch unmöglich weil es
    immer statistische Streuungen gibt.
    Ergo werden Umfragen Gefälscht.

    Bei den heutigen Wahlen werden Computer
    eingesetzt und die lassen sich manipulieren.
    In den Rechzentren sitzen Beamte und
    die sind Ausgeburt der Vetternwirtschaft
    von CDU und SPD!
  5. #5

    Thatcher wusste es!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann er Griechenland aus dem Chaos herausführen? Am Mittag soll der Linke Alexis Tsipras, Chef der Syriza-Partei, den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe für den jungen Radikalen - mit Parolen und Provokationen hat er viele Kollegen vergrätzt.

    Regierung in Griechenland: Syriza-Chef Alexis Tsipras auf Koalitionssuche - SPIEGEL ONLINE
    Zitat von SPIEGEL
    Die Radikalen Linken sind eine klassische Protestpartei. Ihr Plan: Griechenland bleibt im Euroland. Es zahlt aber seine Schulden nicht.
    Wer denkt da nicht an den alten Spruch von Margaret Thatcher: "The problem with socialism is that you eventually run out of other people's money" ? Aber die Rettungs-Europäer in ihrem Euro-Wahn werden es schon richten.
  6. #6

    Komische Regel, aber keine Wahlfälschung

    @orion4713: Der Stern schreibt ziemlichen Quatsch, ich zitiere nochmal: "Dem Sieger werden automatisch 50 der 300 Parlamentssitze zugesprochen. Das entspricht knapp 17 Prozent der Stimmen. Dermaßen dreist fälscht nicht einmal der Kreml seine Wahlergebnisse."

    Unter Wahlfälschung verstehe ich die gezielte Manipulation einer Wahl zugunsten einer bestimmten Partei. Die 50-Sitze-Regel aber, so bizarr sie auch ist, gilt für alle. Wären die Linksradikalen Erster geworden, so hätten sich eben die über 50 zusätzliche Sitze freuen dürfen. Die Regel selbst kann man natürlich hinterfragen, aber mit Wahlfälschung hat sie nichts zu tun.
  7. #7

    Alexis Tsipras / Jakob Augstein

    Hallo Herr Augstein, der Tsirpas, der müßte doch Ihrer Unterstützung finden. Tolles Programm - oder?
  8. #8

    Gegen den Euro!

    Deutlicher kann eine Wahl gegen den Euro und die Sparmaßnahmen nicht ausfallen. Wenn in unseren "Demokratien" die Stimme des Volkes noch etwas zählt dann muss dieses Votum in Griechenland umgesetzt werden. Wie auch immer. Eine Neuwahl und eine eventuell daraus resultierende Regierungsfähigkeit der EU hörigen Traditionsparteien würde das Land noch mehr spalten. Die Griechen wollen einen Neuanfang. Einen selbstbestimmten Neuanfang, Dieser ist zu respektieren. Mit allen Konsequenzen. Andere Länder werden folgen.
  9. #9

    Vergrätzen?

    Hier sist wohl ein starker Trugschluß gezogen worden, nicht Herr Tsipras hat seine Kollegen vergräzt, sonder seine Kollegen habe ihre Wähler vergräzt, und das scheinbar mit sehr großen Erfolg, wenigsten nach 50 Jahre Unwissenheit und Erfolgslosigkeit, haben, diese Herren nun auch mal einen Erfolg zu verbuchen. Falls Tsipras es schafft eine Regierung zu bilden, wünsche ich all unseren Berufserfolgreichen Politikern in Europa, sehr viel Spass.








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