APEr will das "barbarische Spardiktat" Europas kippen: Sollte der linke Parteichef Alexis Tsipris mit diesem Ziel eine Regierung zustande bekommen, gerät die ganze EU-Krisenpolitik ins Wanken. Deutsche Politiker und die EZB sind besorgt. Die Börsen brechen ein.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832125,00.html
Ob es Ihnen tatsächlich besser gehen wird, ist Ihre Hoffnung. Es kann ganz anders kommen. - Und das wissen Sie auch. Es könnte Sie beispielsweise eine Kugel von einem treffen, dem Sie viel Unrecht bereiteten. Es gibt da sehr, sehr viele Geschichten aus unserem eigenen Land zwischen 1945 bis 1947. die in diese Richtung weisen.
Nun, dass der Grieche Alexis Tsipras recht hat zeigt schon die Zeile "Politiker in Berlin und Brüssel äußerten sich besorgt" in ihrem Artikel, Deutschland mit ihrem Grossmachthunger immer zuerst, und dann erst Bruessel. Man kann nur hoffen, dass es Alexis Tsipras gelingt eine Koalition zusammen zu bringen, seine Waehler haben ihm klargemacht was sie wollen, jetzt ist er dran sich als wirklicher "Volksvertreter" zu beweisen.
Ich halte nichts von solchen Thesen. Es gab bereits viele Feldversuche, angefangen bei der Oktoberrevolution 1917 in Russland, die die Menschen ins Verderben gerissen und Volkswirtschaften ruiniert haben. Einige Länder Osteuropas, die ehemalige DDR mit eingeschlossen, leiden noch heute unter den Folgen dieser Ideologie. Sie können nicht alle Menschen in einer Gemeinschaft gleichschalten. Wohl aber können Sie Maßnahmen ergreifen, um das Los der Benachteiligten zu mildern. Davon wurde und wird in Deutschland großzügig Gebrauch gemacht. Für Europa, einschließlich Griechenland, wäre die so genannte "Umverteilung des Reichtums von oben nach unten" verhängnisvoll.
Vor allem wird dieser interne Zahlungsverkehr dann die Misere zeigen.
Wir reden hier von einem Staat, der sich nirgends Geld leihen kann, der kaum noch Einnahmen durch Tourismus hat, der über keine nennenswerte Industrie verfügt und der nicht mal die Infrastruktur besitzt, um die fälligen Steuern einzutreiben. Der interne Zahlungsverkehr wird darin bestehen, daß der Staat nicht zahlen kann.
Der Staat kann keine Lehrer bezahlen, die dazu beitragen könnten, daß Griechenland in einigen Jahrzehnten so etwas wie Wirtschaft hat. Der Staat kann keine Polizisten bezahlen, die Ladeninhaber vor Plünderungen schützen, keine Richter, die einen Erpresser verurteilen würden, kein Gefängnis, das ihn aufnehmen würde, keinen Finanzbeamten, der an der Lage etwas ändern könnte, keinen Minister, der versuchen könnte, die Politik zu verbessern.
So sieht der interne Zahlungsverkehr aus: Keiner zahlt.
Vielleicht ist das dennoch ganz hilfreich, um mehr Griechen zu motivieren, ein funktionierendes Gemeinswesen aufzubauen. Aber es wir schwierig, die Beamten, die gewohnt sind, fürs Nasebohren fürstlich bezahlt zu werden, davon zu überzeugen, daß ihre Jobs nicht mehr existieren und auch nicht mehr aufgebaut werden sollen. Und auch die Verwandten und Freunde dieser Beamten, die sich mit ihnen für diesen schönen Posten gefreut hatten. Wenn fast jeder von der Korruption profitiert oder jemanden kennt, der es tut, und fast jeder vor allem danach trachtet, auch sich selbst dadurch zu bereichern, wird es schwer, einen Sinn für ein funktionierende Gemeinwesen zu entwickeln.