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Regierungsbildung in Athen: Entsetzen über linken Wahlgewinner
APEr will das "barbarische Spardiktat" Europas kippen: Sollte der linke Parteichef Alexis Tsipris mit diesem Ziel eine Regierung zustande bekommen, gerät die ganze EU-Krisenpolitik ins Wanken. Deutsche Politiker und die EZB sind besorgt. Die Börsen brechen ein.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832125,00.html
- #450 09.05.2012 08:35 von
- #451 09.05.2012 08:36 von
- #452 09.05.2012 08:37 von
Von Geburt ja, denn wenn man in Deutschland geboren wurde, hat man wohl deutlich bessere Chancen als irgendwo in Afrika. In dem Sinne sind die, welche sich hier über die großen Ungerechtigkeiten beschweren selbst Profiteur.
Das der Rest auch nur aus Glück und Pech besteht, ist definitiv falsch. Man hat seine Zukunft schon selbst in der Hand. Wer dabei natürlich versagt, schiebt sein Versagen gern auf andere. Da ist dann schnell die Gesellschaft oder das System schuld, man selbst ja nie. - #453 09.05.2012 08:38 von
...
Ihren Ausführungen kann zugestimmt werden.
Das Problem scheint mir aber zu sein bei den Griechen selbst einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Wie das in kurzer Zeit geschehen soll ist mir nicht einsichtig.
Das "die Anderen sind schuld" ist in der Mentalität dort tief verwurzelt. Selbstkritik und Einkehr sind nicht gerade griechische Tugenden.
Ein Staat der es nicht geschafft hat in über 150 Jahren eine funktionierende Verwaltung aufzubauen und über eine zutiefst korrupte politische Klasse verfügt wird auf absehbare Zeit weder im Euro noch ausserhalb auf eigenen Füssen stehen können.
Machen wir uns nichts vor, JEDE neue Partei die zur Regierung gelangt wird an IHRE Anhänger Pöstchen verteilen, Gelder "umleiten" und in kürzester Zeit in das alte Fahrwasser griechischer Politik zurückkehren.
Dieses Land ist im Kern unregierbar. Es gehört politisch zu Europa, mental aber steckt es tief in mittelalterlich-orthodoxen Vorstellungen, voraufklärerisch, die Familie zählt, der Staat ist der Feind den es geschickt auszutricksen gilt - ein soziales Gewissen für die Gesamtgesellschaft existiert nicht.
In der orthodoxen Welt gab es keine Aufklärung und dementsprechend sind die politischen Strukturen. Das Denken der Menschen, ihr Welt- und Menschenbild kann nicht per Dekret oder Anordnung aus Brüssel oder Berlin verändert werden.
Griechenland wird Griechenland bleiben - das sollte man bei allen notwendigen Hilfen stets im Hinterkopf behalten und den "Schwund" mit einkalkulieren. - #454 09.05.2012 08:40 von
Wenn's richtig kracht, werden (fast) alle leiden, aber die unteren Schichten um so mehr. Die Kohle für ALG II etc. muss ja auch erst einmal erarbeitet werden. Fällt das weg, was glauben Sie passiert dann mit den ALG-II-Empfängern? Die haben dann nix und müssen um ihr Überleben kämpfen. Wenn's kracht, muss ich wahrscheinlich auch paar Abstriche machen, aber mir wird's immer noch besser gehen als denen, die rein auf Transferleistungen angewiesen sind, die dann eben ausfallen.
- #455 09.05.2012 08:41 von
- #456 09.05.2012 08:43 von
- #457 09.05.2012 08:48 von
- #458 09.05.2012 08:50 von
optional
Folgt man den Nachrichten , so haben offensichtlch große Teile der griechischen Polikt und Bevölkerung den Ernst ihrer Lage noch nihct begriffen. Bei den geforderten Sparmaßnahmen und der Lebensrealität viler Griechen ist die Mischung aus Wut über eigenes (Politik-)Versagen, verletztem Stolz, Existenzangst und Hoffnungslosigkeit nachvollziehbar. Das ist der Boden auf dem vermeintliche Heilsbringer aller Richtungen prächtig gedeihen. Griechenland, dass sich schon vor dem Euro-Crash nicht als Staat und Staatswesen in allen seinen Organsiationstrukturen vergleichbar den nordeuropäischen Nachbarn organisiert hatte, wird es unter diesem Druck erst recht nihct gelingen. das wäre aber eine notwendige Voraussetzung für eine Sanierung in der Eurozone. Am Ende werden die Stimmen recht behalten die Griechenland nur eine Gesundung außerhalb des Euro vorhergesagt haben. Weitere Milliarden der Rettungschirme wird den generellen Konstruktionsfehler der Eurozone nicht heilen können und nur unsere gemeinsame Zukunft in Europa verspielen. Die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame europäische Währung sind erst zu schaffen. Trotzdem bleibt der der Erhalt und Stärkung eines gemeinsamen Europas eines der wichtigsten Ziele.
- #459 09.05.2012 08:51 von
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