Regierungsbildung in Athen: Entsetzen über linken Wahlgewinner

APEr will das "barbarische Spardiktat" Europas kippen: Sollte der linke Parteichef Alexis Tsipris mit diesem Ziel eine Regierung zustande bekommen, gerät die ganze EU-Krisenpolitik ins Wanken. Deutsche Politiker und die EZB sind besorgt. Die Börsen brechen ein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832125,00.html
  1. #450

    Dann haben die Banken fertig.

    Zitat von celino Beitrag anzeigen
    Der größte teil der sog. Rettungspakete für Griechenland gegen harte Sparbedingungen ist tatsächlich zur Bedienung der Schulden geflossen. Auf diese Weite wurde jedoch auch überhaupt eine Art von Zahlungs- und Geldverkehr aufrecht erhalten.
    Werden diese Hilfszahlungen nicht mehr ausgereicht, .....
    Der Staat führt die Drachme wieder ein und der Griechenland-interne Zahlungsverkehr fluppt wieder.
    Sicher, Europa ( das Europa der Banken ) wirdheuelen und Schaum vor dem Mund haben.
    Das aber ist zu ertrgen.
  2. #451

    Was arbeiten Sie denn eigentlich ?

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Blabla, Umverteilen, jajaja, sprich Sie wollen es anderen wegnehmen, damit Sie mehr haben. Das ist es doch! Aber ohne mich! Ich arbeite mich nicht für Sie und Ihres Gleichen krumm.
    Was arbeiten Sie denn eigentlich, wenn Sie täglich nur damit beschäftigt sind, in Foren zu schreiben?
  3. #452

    Zitat von charlesbukowski Beitrag anzeigen
    Eben, es gibt kaum Unterschiede in der messbaren Leistung, das ist es ja. Die Einkommensunterschiede hängen mehr von Glück oder Pech bzw. der Geburt in reichen oder armen Verhältnissen ab. Das ist einfach ungerecht.
    Von Geburt ja, denn wenn man in Deutschland geboren wurde, hat man wohl deutlich bessere Chancen als irgendwo in Afrika. In dem Sinne sind die, welche sich hier über die großen Ungerechtigkeiten beschweren selbst Profiteur.
    Das der Rest auch nur aus Glück und Pech besteht, ist definitiv falsch. Man hat seine Zukunft schon selbst in der Hand. Wer dabei natürlich versagt, schiebt sein Versagen gern auf andere. Da ist dann schnell die Gesellschaft oder das System schuld, man selbst ja nie.
  4. #453

    ...

    Zitat von OHCRIKEY Beitrag anzeigen
    .....
    Eine Chance verdient auch Griechenland, aber erst, wenn sie ihren Staatsapparat in Ordnung gebracht haben.
    Mit dem Selbstmitleid vieler griechischer (englischsprachiger) Medien, laut denen natürlich nur die anderen schuld sind, kann ich nichts anfangen.
    Ihren Ausführungen kann zugestimmt werden.
    Das Problem scheint mir aber zu sein bei den Griechen selbst einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Wie das in kurzer Zeit geschehen soll ist mir nicht einsichtig.
    Das "die Anderen sind schuld" ist in der Mentalität dort tief verwurzelt. Selbstkritik und Einkehr sind nicht gerade griechische Tugenden.

    Ein Staat der es nicht geschafft hat in über 150 Jahren eine funktionierende Verwaltung aufzubauen und über eine zutiefst korrupte politische Klasse verfügt wird auf absehbare Zeit weder im Euro noch ausserhalb auf eigenen Füssen stehen können.
    Machen wir uns nichts vor, JEDE neue Partei die zur Regierung gelangt wird an IHRE Anhänger Pöstchen verteilen, Gelder "umleiten" und in kürzester Zeit in das alte Fahrwasser griechischer Politik zurückkehren.

    Dieses Land ist im Kern unregierbar. Es gehört politisch zu Europa, mental aber steckt es tief in mittelalterlich-orthodoxen Vorstellungen, voraufklärerisch, die Familie zählt, der Staat ist der Feind den es geschickt auszutricksen gilt - ein soziales Gewissen für die Gesamtgesellschaft existiert nicht.

    In der orthodoxen Welt gab es keine Aufklärung und dementsprechend sind die politischen Strukturen. Das Denken der Menschen, ihr Welt- und Menschenbild kann nicht per Dekret oder Anordnung aus Brüssel oder Berlin verändert werden.
    Griechenland wird Griechenland bleiben - das sollte man bei allen notwendigen Hilfen stets im Hinterkopf behalten und den "Schwund" mit einkalkulieren.
  5. #454

    Zitat von magetasalex Beitrag anzeigen
    Dann wird es aber Zeit, dass die Geschichte mal einen ganz anderen Verlauf nimmt. Und geben Sie Acht, dass Sie nicht leiden, wenn es mal richtig kracht...
    Wenn's richtig kracht, werden (fast) alle leiden, aber die unteren Schichten um so mehr. Die Kohle für ALG II etc. muss ja auch erst einmal erarbeitet werden. Fällt das weg, was glauben Sie passiert dann mit den ALG-II-Empfängern? Die haben dann nix und müssen um ihr Überleben kämpfen. Wenn's kracht, muss ich wahrscheinlich auch paar Abstriche machen, aber mir wird's immer noch besser gehen als denen, die rein auf Transferleistungen angewiesen sind, die dann eben ausfallen.
  6. #455

    Wen wollen Sie mit Ihren Worten erreichen?

    Zitat von meon Beitrag anzeigen
    Für wahre Linke ist der Kapitalismus immer an allem Schuld. Nur nicht an dem PC, dem Internet und der DSL Leitung, über die sie ihre "Weisheiten" verbreiten.
    Man fühlt sich einfach so gut, die Errungenschaften des Kapitalismus zu nutzen und ihn gleichzeitig für alle "Ungerechtigkeiten" auf der Welt verantwortlich zu machen.
    Wen wollen Sie mit Ihren Worten erreichen? Wen sollen Ihre Fantasien hier beglücken?
  7. #456

    Na ja, bei der Klientel die dort "Urlaub" macht

    Zitat von debreczen Beitrag anzeigen
    Sangria-Prinzip. Und nein, das ist nicht fremdenfeindlich gemeint, sondern eine Beobachtung aus Malle-Urlauberkreisen.

    Wenn einer mit dem Eimer kommt, werden alle den Strohhalm reinstecken und solange saugen, bis der Eimer leer ist. Je mehr Strohhalme, desto schneller saufen alle.
    haben Sie recht.
    Erwachsenen und einigermaßen Gebildeten sollte man aber etwas mehr Weitsicht zutrauen können.
  8. #457

    Realitätsverlust?

    Zitat von grenzdebil Beitrag anzeigen
    Tja. Wieder mal typisch. Um den Karren so richtig in den Dreck zu fahren, braucht es den Linksaußen.
    ...hmm, der Karren steckt doch schon bis zur Nabe im Dreck. Und das waren keine "Linken", die ihn dort hingeschoben haben. Auch wenn's leider nicht ins Weltbild passt....
  9. #458

    optional

    Folgt man den Nachrichten , so haben offensichtlch große Teile der griechischen Polikt und Bevölkerung den Ernst ihrer Lage noch nihct begriffen. Bei den geforderten Sparmaßnahmen und der Lebensrealität viler Griechen ist die Mischung aus Wut über eigenes (Politik-)Versagen, verletztem Stolz, Existenzangst und Hoffnungslosigkeit nachvollziehbar. Das ist der Boden auf dem vermeintliche Heilsbringer aller Richtungen prächtig gedeihen. Griechenland, dass sich schon vor dem Euro-Crash nicht als Staat und Staatswesen in allen seinen Organsiationstrukturen vergleichbar den nordeuropäischen Nachbarn organisiert hatte, wird es unter diesem Druck erst recht nihct gelingen. das wäre aber eine notwendige Voraussetzung für eine Sanierung in der Eurozone. Am Ende werden die Stimmen recht behalten die Griechenland nur eine Gesundung außerhalb des Euro vorhergesagt haben. Weitere Milliarden der Rettungschirme wird den generellen Konstruktionsfehler der Eurozone nicht heilen können und nur unsere gemeinsame Zukunft in Europa verspielen. Die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame europäische Währung sind erst zu schaffen. Trotzdem bleibt der der Erhalt und Stärkung eines gemeinsamen Europas eines der wichtigsten Ziele.
  10. #459

    ...

    Zitat von mark e. ting Beitrag anzeigen
    nicht warten bis sich Griechenland selbst rauskegelt. Ich würde den Austritt Deutschlands aus der EU bevorzugen.- das sinkende Schiff schnellstmöglich verlassen.
    ...Deutschland braucht die EU viel mehr als Griechenland. Was meinen Sie wohl, was passieren würde, wenn wir "das sinkende Schiff" verlassen? Eine massive Aufwertung der deutschen Währung. Das würde aber dem Rest Europas zu Gute kommen. Am Ende also keine schlechte Idee...