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Regeln für Abgeordnete: SPD will Nebenjobs komplett durchleuchten
Die SPD geht in die Transparenz-Offensive: Alle Mitglieder des Bundestages sollen ihre Nebeneinkünfte offenlegen, heißt es in einem Papier der Fraktionsspitze - "auf Euro und Cent". Verschwiegene Honorare werden laut dem Plan von den Diäten abgezogen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-861424.html
- #1 15.10.2012 17:37 von
- #2 15.10.2012 17:59 von
Nebenjob
Hallo Paradoxx,
das ist ein guter Vorschlag. Vor allem Steinbrück sollte diesen
Vorschlag sozusagen als "Pilotprojekt" zuerst umsetzen.
"Nebenjob" hört sich im übrigen ziemlich harmlos an, wenn die
Einnahmen aus diesen "Nebenjobs" die Einnahmen aus dem
Bundestagsmandat bei weitem übersteigen.
Man könnte diese Nebeneinkünfte auch deckeln.
Steinbrück ist übrigens nicht direkt gewählt. Er schaffte den Weg
ins Parlament über die allseits beliebte Landesliste.
LUNY - #3 15.10.2012 18:19 von
- #4 15.10.2012 18:24 von
lächerliches Kasperltheater
Wem gegenüber offenlegen? Der Öffentlichkeit sicherlich nicht. Dazu gibt es ja die von den SPDlern mitersonnene lachhafte 3-Kategorien-Regelung, die sich alle im unteren Peanuts-Bereich abspielen (die höchste Stufe ist "ab 3000€", lol).
Nein, diese ganze Sache wird sang- und klanglos spätestens nach der nächsten Wahl wieder verschwinden. - #5 15.10.2012 19:02 von
Falsche Antwort!
Das Problem sind die sehr mäßigen Abgeordneten-Diäten, die lediglich für Leute, die es im "Zivilleben" nur zu einem bundesdeutschen Durchschnittsverdienst gebracht haben, eine finanzielle Verbesserung bedeuten.
Schon für einen leitenden Angestellten ist ein BT-Mandat keine finanzielle Verbesserung mehr und der normale Handwerksmeister ist bereits völlig bescheuert, wenn er seinen Betrieb aufgibt, nur um Bundestagsabgeordneter zu werden.
Deutsche Minister verdienen weniger als ein Kleinstadt-Sparkassendirektor, und selbst unsere Bundeskanzlerin verdient nur halb so viel wie der Leiter der Münchener Stadtwerke.
Wenn man gute und kompetente Leute im Parlament haben will, muss man sie entweder besser bezahlen oder ihnen die entsprechenden Nebenverdienstmöglichkeiten lassen. Letzteres kostet zumindest den Steuerzahler nichts. - #6 15.10.2012 19:22 von
- #7 15.10.2012 19:53 von
Prognose
Ich prognostiziere mal folgendes:
Da wird sich jemand schwarz und gelb ärgern, wenn dieser Entwurf zur Abstimmung kommt - wer im Glashaus mit Steinen schmeißt, hat irgendwann ein Problem... - #8 15.10.2012 21:17 von
Und welches?
Ja, dann lassen Sie uns doch durch Hartz IV-Empfänger regieren.
Die freuen sich über die viele Staatsknete und brauchen keinen Nebenjob, aber ich glaube kaum, dass wir in D dann besser regiert werden.
Und das bedeutet denn heutzutage noch "fünfstelliger Verdienst"?
Legen Sie mal die bundesdeutsche Durchschnittsverdiener-Brille ab:
Bundestagsabgeordnete verdienen gerade mal so viel wie ein Spieler in der 3. Bundesliga!
Dass man Geld ausgeben muss, um gute Spieler zu haben, ist im Fußball eine Binsenweisheit, aber in der Politik glaubt man offenbar noch, gute Leute seien für ein Taschengeld zu bekommen.
Und dieselben Stammtischstrategen, denen für ihren Fußballverein kein Spieler zu teuer ist, schimpfen dann über das viele Geld, das die Politiker bekommen. - #9 15.10.2012 23:49 von
Nun versucht man die WählerInnen zu ködern
Verzeihung, aber die Politiker verdienen genug und müssen auch nichts in die Kassen zahlen, um im Alter abgesichert zu sein.
Die Nebenjobs sind nichts als verschleierte Lobby-Arbeit, die rigoros verboten gehört.
Wer in die Politik geht darf kein Schlaraffenland präsentiert bekommen, hier stimmen die Verhältnismässigkeiten schon lange net mehr und was die SPD nun vorhat ist nur ein billiger Versuch die WählerInnen zu ködern. Wirklich ändern wird sich nämlich garnichts, die eigenen Pfründe sind wichtiger als die Belange des Volkes durchzusetzen und um wieder fähige und gute Leute ins Parlament zu bekommen bedarf es net nur dem primären Anreiz Geld, sondern es muss auch ein Umdenken in den Köpfen einsetzen. Das kann man aber kaum erwarten, dafür hat man diese Raffkes zu lange wursteln lassen.
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