Reformidee des Arbeitsministeriums: Selbständige rebellieren gegen Rentenzwang

DPAEs sind schon fast 60.000 Unterzeichner: Selbständige wehren sich mit einer Online-Petition gegen eine Idee aus dem Arbeitsministerium unter Ursula von der Leyen. Dort wird überlegt, jeden Freiberufler zur Altersvorsorge zu verpflichten - von 350 bis 400 Euro Extrakosten im Monat ist die Rede.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...833619,00.html
  1. #1

    Subventionsfall

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sind schon fast 60.000 Unterzeichner: Selbständige wehren sich mit einer Online-Petition gegen eine Idee aus dem Arbeitsministerium unter Ursula von der Leyen. Dort wird überlegt, jeden Freiberufler zur Altersvorsorge zu verpflichten - von 350 bis 400 Euro Extrakosten im Monat ist die Rede.

    Widerstand gegen Renten-Pflicht für Selbständige und Existenzgründer - SPIEGEL ONLINE
    Es ja kein Geheimnis, dass wir hunderttausend sogenannte Scheinselbständige haben, die von ihren AG ausgepresst werden, und nicht in der Lage sind, Altersvorsorge zu betreiben.

    Wenn die Selbstständigen nicht zur Altersvorsorge gezwungen werden, wird der grösste Teil von ihnen im Alter der Allgemeinheit zur Last fallen.
    Aktuell findet eine Subvention der AG statt.
  2. #2

    Unfair ...

    ... ist die Pauschale, die unabhängig vom Einkommen kassiert werden soll. Natürlich sollen Selbstständige in die Rentenversicherung einzahlen, aber bitte nach demselben Muster wie alle anderen: EINKOMMENSABHÄNGIG!!!
  3. #3

    Änderung überfällig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sind schon fast 60.000 Unterzeichner: Selbständige wehren sich mit einer Online-Petition gegen eine Idee aus dem Arbeitsministerium unter Ursula von der Leyen. Dort wird überlegt, jeden Freiberufler zur Altersvorsorge zu verpflichten - von 350 bis 400 Euro Extrakosten im Monat ist die Rede.

    Widerstand gegen Renten-Pflicht für Selbständige und Existenzgründer - SPIEGEL ONLINE
    Diese Änderung ist längst überfällig. Anwälte zahlen z.B. einen dem Rentenbeitrag entsprechenden Beitrag in ein privates Versorgungswerk. Das Ergebnis ist letztlich gleich, weniger Netto. Da das Rentensystem früher oder später ohnehin zusammenbricht, ist es nur fair, wenn alle einzahlen...

    Sehe keinen Grund für die Privilegierung.
  4. #4

    Die Falle schnappt zu

    Damit schnappt die erste Falle unserer herrschenden Großbeamtenschaft zu. Erst die Leute in die Selbstständigkeit locken, weg aus der Statistik und ohne Tariflohn, dann so richtig aussaugen und abzocken. Und das wird von Leuten diktiert, die staatlich garantiert lebenslang im Speck leben.
  5. #5

    War da nicht mal was...

    das sich die eine Menge der -ach so glücklichen- "Selbstständigen" nicht mal eine Krankenversicherung leisten können und die Kassen deshalb immer mehr Beitragsschuldner haben...

    Und jetzt sollen diese Selbstständigen aber Geld für eine Rentenversicherung haben?

    Woher?
  6. #6

    Abgehobene Politiker

    Leute wie Frau Leyen leben von öffentlichen Geldern und können sich nicht vorstellen, dass die vielen Leute, die von der Politik in die Scheinselbständigkeit gedrängt wurden, diese 300€ einfach nicht übrig haben.
  7. #7

    Eine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sind schon fast 60.000 Unterzeichner: Selbständige wehren sich mit einer Online-Petition gegen eine Idee aus dem Arbeitsministerium unter Ursula von der Leyen. Dort wird überlegt, jeden Freiberufler zur Altersvorsorge zu verpflichten - von 350 bis 400 Euro Extrakosten im Monat ist die Rede.

    Widerstand gegen Renten-Pflicht für Selbständige und Existenzgründer - SPIEGEL ONLINE
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    Versicherungspflicht ist m.E. zu begrüßen. Die Bezeichnung "Extrakosten" ist vollkommen daneben. Eine freiwillige, adäquate Altersvorsorge kostet den "freischaffenden Künstler" nämlich zumindest genau so viel. Es denn, er spekuliert darauf, dass ihn die Gesellschaft "im Alter schon nicht verhungern lässt"!
  8. #8

    Die Freiheit, ohne Unterstützung zu leben?

    Das Problem ist vielschichtiger. Die Krankenkassen erheben von Selbstständigen grundsätzlich höhere Beiträge als von den gesetzlich Versicherten. Die Differenz tragen beim Hartz-IV-Regelbezug die Betroffenen selbst (geht also vom Existenzminimum runter. Die Kassenlassen lassen hier nicht mit sich handeln, denn als Selbständiger verdient man ja viel Geld, so deren Annahme. Bei Nichtbezahlung der festgelegten Beiträge wird über das Hauptzollamt gepfändet, auch bei Nichtzahlungsfähigkeit (Pkw etc.). Die Künstlersozialkasse baut auch Hürden auf, wimmelt Berechtigte ab. Oft werden kostenpflichtige Gutachten über die ausgeübte Tätigkeit verlangt. Bei der Insolvenz sind die Rücklagen/ Altersversorgung weggepfändet. Und dann?
  9. #9

    optional

    Das sind doch mal Klasse Aussichten.
    Da hat man sich übers Kleingewerbe in den Bereich der Umsatzsteuerzahler vorgearbeitet und hat so langsam genug zum Leben da kommt der nächste Hammer. Ich hab vielleicht nur unwesentlich mehr als H4 aber ich kann davon leben und zahle in Form von Steuern sogar noch was an den Staat und unterstütze mit meinen Beiträgen irgendwelche zweifelhaften Organisationen wie BG und IHK.

    Ich frage mich echt warum ich mirs nicht einfach Gemütlich mache und H4 beziehe.