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Reformidee des Arbeitsministeriums: Selbständige rebellieren gegen Rentenzwang

DPAEs sind schon fast 60.000 Unterzeichner: Selbständige wehren sich mit einer Online-Petition gegen eine Idee aus dem Arbeitsministerium unter Ursula von der Leyen. Dort wird überlegt, jeden Freiberufler zur Altersvorsorge zu verpflichten - von 350 bis 400 Euro Extrakosten im Monat ist die Rede.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...833619,00.html
  1. #180

    Zitat von ossian Beitrag anzeigen
    Ganz einfach.. Jeder Selbstständige muss Rentenbeiträge ohne wenn und aber in die Gesetzliche Rentenkasse einzahlen, in der Höhe eines bestimmten Prozentsatzes seines Umsatzes (und nicht des Gewinnes - das kennen wir ja zur Genüge wie sich die feinen Leute arm rechnen=.
    Sie sind ja lustig.

    Jemand, der beispielsweise selbstständig monatlich für 8000 Euro Waren einkauft und sie für 10000 Euro verkauft, muß Ihrer Meinung nach den Rentenversicherungssatz, etwa 20%, von seinem Umsatz bezahlen, also von den 10000 Euro, und nicht vom Gewinn, den 2000 Euro. Sie meinen also, er solle 2000 Euro in die Versicherung zahlen müssen, sodaß ihm exakt 0 Euro zum Leben bleiben. Und zwar, weil Sie wissen, daß wie feine Leute sich arm rechnen. Jetzt müssen Sie diesem Händler nur noch erklären, wie er von 0 Euro leben soll; hoffentlich wissen Sie das genausogut.
  2. #181

    [
    Dieser Satz ist ausbaufähig und lässt sich auch eins zu eins auf Zeitarbeiter und Niedriglöhner anwenden. "Wenn du so wenig Lohn bekommst das du davon kaum/nicht leben kannst dann solltest du lieber kündigen und Harz 4 kassieren".
    Dann wäre es aber ganz schnell vorbei mit dem viel gepriesenen Job und Wirtschaftswunderland Deutschland wenn auf einmal Millionen Niedriglohnsklaven ihren Job hinschmeißen und zum Amt gehen.[/QUOTE]

    Genau so sehe ich die Situation auch! In meinem beruflichen Umfeld gehen die Stundensätze von unter 8€ bis zu 20€. Ich berechne 15€ und kann als Alleinstehnder relativ gut Leben aber auch nur da ich z.T. bis zu 260Std im Monat arbeite.
    Ich würde einen Rentenzwang unter Umständen durchaus begrüßen.
    Da meiner Meinung der Rz, einen Wegfall der billig Konkurrenz bedeuten würde.
    Im gleichen Moment sollte man das Aufstocken durch die Arge verbieten. Denn was für Selbständige gilt sollte doch auch für Angestellte gelten.
  3. #182

    So ein Blödsinn!

    Ich werde hier die genauen Umstande meiner Selbstständigkeit nicht darlegen, da es keinen etwas angeht und es auch viel zu kompliziert für ein Forum wäre.

    Fakt ist aber:

    1) Ich bin für`s Alter abgesichert.
    2) Es erschwert die Gründungsphase.
    3) Ich wohne grenznah (ca. 5 km) und würde mich gezwungen sehen für einen bestimmten Zeitraum ins Nachbarland umzuziehen. Das ist mit unnötigen Kosten (Umzug, Kosten für Wohungssuche, gegebenenfalls Makler, evtl. teilweise neue Möbel, zusätzlicher Möbilitäts- und Zeitbedarf, etc.) und Ärger verbunden und außerdem ärgert es mich gewaltig, da ich zur Zeit einen erstklassigen Wohn- und Arbeitsort habe.

    Und dann in 2 bis 3 Jahren, wenn die Sache richtig läuft, wieder retour nach Deutschland? Wohl eher nicht. Der nächste Hammer in Form irgendwelcher Gebühren kommt bestimmt.

    Ich kann nur dazu aufrufen mit allen legalen politischen Mitteln massiven Druck auf Frau von der Leyen auszuüben!

    Die Bevölkerung hat Guttenberg gestürzt und Wulff aus dem Amt gejagt. Röttgen hat sich selber spektakulär per Wahl herauskatapultiert. Auf Mappus ist der Wasserwerfereinsatz politisch zurückgeschlagen.

    Und nun muß eben Frau von der Leyen mit allen legalen politischen Mitteln bekämpft werden.

    Es ist mir unverständlich, warum man den Bürgern das Leben erschweren möchte, wo man nur kann. Laßt den Leuten doch bitte eine gewisse Eigenständigkeit. Schließlich sind es erwachsene Menschen, die nicht ständig bevormundet werden müssen.

    Ich unterstütze daher die Petition und alle politischen Gegenmaßnahmen ausdrücklich.

    Ergänzend weise ich daraufhin, dass Frau von der Leyen über kein Direktmandat der Bevölkerung verfügt. Sie wurde bei der letzten BUndestagswahl klar von Frau Bulmahn von der SPD geschlagen:

    http://www.shortnews.de/id/790461/Kein-Direktmandat-fur-Ursula-von-der-Leyen
  4. #183

    NRW war noch nicht genug

    Immer weiter so meine liebe CDUFDPCSU, besser kann man nicht für sein eigenes Verschwinden im Orkus sorgen, jetzt sich auch noch mit den Selbständigen anlegen, brav, weiter so.
    Und überhaupt was soll nicht vererbbar im Zusammenhang von Altersvorsorge denn bedeuten? Ich kaufe als selbständiger Imobilien um im Alter von den Mieteinnahmen ein Zubrot zu haben und das ist dann keine Vorsorge? Wie realitätsfremd sind diese Politniks und Beamtensöldner eigentlich die sich auf meine Steuerzahlerkosten ein sorgenfreies Leben genehmigen dürfen.
    So nicht vererblich, aha, sollten hier etwa wieder mal Töpfchen für zukünftige Begehrlichkeiten von Politniks geschaffen werden? So nicht! Es reicht wenn bei Rentenempfängern schon so getan wird wie wenn der Staat diese Rente bezahlen würde, obwohl es eigen erbrachte Versicherungsleistungen sind.
  5. #184

    Langsam...

    Zitat von friedrich1954 Beitrag anzeigen
    Wer als Selbständiger keine Krankenkasse/Rentenversicherung zahlen kann, sollte seinen Laden schließen.
    Das sind so plausibel klingende Schnellschüsse, die jedoch selten (zu)treffen. Es gibt sehr viele Selbständige, die zwar soviel verdienen, dass sie auskommen aber nicht so viel, dass sie auch noch Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen können. Wenn die ihren Laden schließen sollen, müssen sie HartzIV beantragen. Das dürfte den Staat unter dem Strich mehr kosten, als wenn sie sich ohne staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen mehr schlecht als recht durchschlagen.
  6. #185

    Diese Karten hätte man doch vorher auf den Tisch legen müssen

    Diese Karten hätte man doch vorher auf den Tisch legen müssen! Erst sollten diese Leute auf Biegen und Brechen aus der AL-Statistik raus bzw. aus festen Beschäftigungen raus. Da hatten solche Kriterien wie Rentenvers. seltsamerweise keinerlei Rolle gespielt. Die Statistiken sind jetzt geschönt, die Leute sind in schlecht bezahlte Selbstständigkeit abgedrängt, nur darum ging es. Jetzt kann man gefahrlos zum nächsten Schlag ansetzen, das letzte rauspressen. Nur darum geht es, alles andere sind Scheinargumente und Lügen.
  7. #186

    Zitat von distel60 Beitrag anzeigen
    Ergänzend weise ich daraufhin, dass Frau von der Leyen über kein Direktmandat der Bevölkerung verfügt. Sie wurde bei der letzten BUndestagswahl klar von Frau Bulmahn von der SPD geschlagen:...
    Was Landeslisten sind wissen Sie?

    Und was hat das mit ihrem Ministeramt zu tun? Nirgendwo steht geschrieben, dass Minister ein Direktmandat haben oder dem Bundestag angehören müssten.
  8. #187

    Zitat von conny2 Beitrag anzeigen
    Es gibt sehr viele Selbständige, die zwar soviel verdienen, dass sie auskommen aber nicht so viel, dass sie auch noch Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen können. Wenn die ihren Laden schließen sollen, müssen sie HartzIV beantragen.
    Das müssen sie im Alter ja sowieso, wenn sie keine Rentenbeiträge zahlen. Da ist es doch besser, sie suchen sich rechtzeitig eine Arbeit oder ein anderes Geschäftsmodell, damit sie später nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, weil sie nicht vorsorgen konnten.
  9. #188

    Auch die Selbständigen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es sind schon fast 60.000 Unterzeichner: Selbständige wehren sich mit einer Online-Petition gegen eine Idee aus dem Arbeitsministerium unter Ursula von der Leyen. Dort wird überlegt, jeden Freiberufler zur Altersvorsorge zu verpflichten - von 350 bis 400 Euro Extrakosten im Monat ist die Rede.

    Widerstand gegen Renten-Pflicht für Selbständige und Existenzgründer - SPIEGEL ONLINE
    Auch die Selbständigen sollen helfen, dass sich die Staaten weiter verschulden können. Rentenversicherungen investieren in "sichere" Staatsanleihen. Es soll noch mehr Geld in die Südstaaten fliessen.
    Wie überhaupt eine nachhaltige Rentenversicherung aufgebaut werden kann, da bleibt der Staat die Antwort schuldig. Zwingen, will man sie allemal. Also geht es nur darum, jetzt mehr Geld ins System zu bekommen. Der Mensch soll gezwungen werden, in einer bestimmten Weise für die Altervorsorge zu sorgen.
    Schwarz-Geld, ist das nicht die Koalition, die sich "weniger Staat" und "Eigenverantwortung" auf die Fahnen geschrieben hat?
  10. #189

    Unsere 'Regierung'...

    ...immer verrückter. Ich bin seit meinem 23. Lebensjahr, also 17 Jahre lang selbstständig und sorge privat vor. Das passt. Vorschlag: Die, die das nicht machen und so im Alter der Allgemeinheit zur Last fällen könnten, sollten dazu verpflichtet werden, angemessen vorzusorgen. Aber was das wieder für einen Aufwand an Personal in den zuständigen Ämtern auslösen würde...Lasst es, wie es ist!


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