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Recycling-Rad aus Israel: Die Pappmaschine

REUTERSDieser Drahtesel macht seinem Namen keine Ehre. Warum? Weil er komplett ohne Metall funktioniert. Ein israelischer Erfinder konstruierte in jahrelanger Tüftelei ein Fahrrad fast nur aus Pappe. Nun soll das neun Kilo leichte Teil in Produktion gehen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-861753.html
  1. #40

    Einen...

    ...Rahmen aus Pappe --> O.K.
    So wie es auch Rahmen aus Bambus und anderem Holz, oder Carbon, what ever gibt. Aber wie soll die Kette und die Bremsen aus Pappe funktionieren ?
    "Das Fahrrad" gibt es jetzt seit mehr als 100 Jahren und es ist ein ziemlich perfektes Fortbewegungsmittel. Ich verstehe nicht ganz was das Papprad daran revolutionieren sollte ?
    Die Idee, und die jetzige Umsetzung ist "große Kunst" erkenne ich völlig an, finde ich auch kreativ und gut, aber der praktische Wert hält sich doch in sehr engen Grenzen.
  2. #41

    leserlich

    ich wünsche dieser idee erfolg, erfolg und erfolg. wird sicher noch einige entwicklung kosten, dass ganze mehrbelastungs- und schlechtwege-tauglich zu machen. diese idee aber schon so umzusetzen ist großartig.

    ganz toll hier andererseits die vergleiche mit noch leichteren und zigfach teureren carbon-rädern. was deren besitzer wohl vor 30 jahren gedacht hätten, wenn ihnen jemand erzählt hätte, sie würden mal auf "kunststoff"-rädern fahren?
  3. #42

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dieser Drahtesel macht seinem Namen keine Ehre. Warum? Weil er komplett ohne Metall funktioniert.
    Israelischer Erfinder baut Fahrrad aus Pappe - SPIEGEL ONLINE
    Der Rahmen eines Fahrrads mag aus Stahl, Aluminium, Carbon/Kunststoff, Holz, Bambus und meinetwegen aus Zellulose ("Pappe") gefertigt worden sein, aber Naben, Tretlager, Steuerlager, Brems- und Schaltseile, Zahnräder, Kette, Befestigungselemente u.v.m. bestehen nach wie vor aus Metallen, insbesondere aus Stahl - und zwar aus Legierungen der hochfesten Sorte (von einigen teuren Exoten wie Keramik-Kugel/Wälzlagern- und Kevlar-Verbundstoffen für die Kette abgesehen). Bei den hohen Belastungen, die auf diese Elemente eines Fahrrads einwirken ist das schlicht auch gar nicht anders möglich, nicht einmal denkbar. Daran wird auch dieser gewiss von ehrbaren Absichten beseelte "Erfinder" nicht vorbeikommen, kein vernünftiger Konstrukteur käme beispielsweise auf die Idee, den Leichtlauf eines geschliffenen Naben- oder Tretlagers mit der punktuell gegebenen geringen Reibung von gehärteten stählernen Lagerkugeln gegen eine Papphülse einzutauschen. Fahrkomfort und Langlebigkeit wären miserabler als eine mit Leinöl beschmierte Holzlagerkonstruktion aus der Zeit 4000 vor Christi Geburt.
    Wenn er sich das eingesteht, könnte vielleicht aus (s)einem Zellulosegerüst (sprich "Fahrradrahmen") was werden, alles andere ist erstmal pure Spinnerei eines Bastlers, einer der - wieder einmal - glaubt, "er" könnte die Welt auf irgendeine Weise verbessern, wo sie doch an ganz anderen Stellen im Argen liegt...
  4. #43

    regenerative Rahmenwerkstoffe

    Holz ja, Pappe nein.

    Mit Sperrholz kann/könnte man eine Menge machen....
  5. #44

    Zitat von Rahvin Beitrag anzeigen
    Typisches Rumgemecker von Leuten, die Äpfel und Birnen vergleichen wollen: Das Fahrrad ist keine Konkurrenz für irgendwelche schicken Carbon-Rennräder, die gleich mehrere tausend Euro kosten. Es soll sich auch nicht gewichtsmäßig mit diesen vergleichen......
    Danke für ihren Beitrag. Wenn ich Kommentare lese wie "ich bin gespannt, was der TÜV dazu sagen wird" weiß ich nicht, ob ich weinen oder lachen soll. So eine geile Denke gibts echt nur in Deutschland.
  6. #45

    Das Rad neu zu erfinden...

    ..haben schon einige versucht. Nur weil etwas neu ist, muss es nicht besser sein. Das Teil ist weder ökonomisch noch umwelttechnisch im Vorteil sondern einfach nur eine nette Spielerei
  7. #46

    Basher

    Zitat von michi0610@t-online.de
    aber wenn ich mir im Video anschaue wie er sich abmüht, wärend die Kinder neben ihm total leicht mitradeln...

    Wo müht er sich denn ab? Ich hab das Video angesehen-er "müht" sich nicht ab. Sie sind doch ein Basher, nä?
    Ich werte solch eine Meldung überaus positiv; mir gibt das ein Gefühl von "die Welt ist noch nicht verloren"-oder so.
    Übrigens kommt Mühe etymologisch von Müde. Dazu ein Insider -Tipp: http://youtu.be/LUWftDZvUgA
  8. #47

    Zitat von IGEL-SPONLINE Beitrag anzeigen
    Der Rahmen eines Fahrrads mag aus Stahl, Aluminium, Carbon/Kunststoff, Holz, Bambus und meinetwegen aus Zellulose ("Pappe") gefertigt worden sein, aber Naben, Tretlager, Steuerlager, Brems- und Schaltseile, Zahnräder, Kette, Befestigungselemente u.v.m. bestehen nach wie vor aus Metallen, insbesondere aus Stahl - und zwar aus Legierungen der hochfesten Sorte (von einigen teuren Exoten wie Keramik-Kugel/Wälzlagern- und Kevlar-Verbundstoffen für die Kette abgesehen). Bei den hohen Belastungen, die auf diese Elemente eines Fahrrads einwirken ist das schlicht auch gar nicht anders möglich, nicht einmal denkbar.
    Sie haben den Artikel anscheinend nicht aufmerksam genug gelesen.
    Dass das Rad KOMPLETT aus Pappe bestehen soll, ist ja das innovative an dieser Geschichte:

    Zitat von SPON
    Gafni lässt sich seine Erfindung derzeit patentieren und will aus Angst vor Ideenräubern nicht allzu viele Details in der Öffentlichkeit preisgeben. "Wenn wir erst in der Produktionsphase sind, wird das Rad keine Metallteile mehr haben", sagt Gafni. Nicht nur die Speichen, der Rahmen und die Gabel sollen dann aus Karton sein, sondern auch der Bremsmechanismus, die Laufräder und die Pedalhalterung.
    Mal abgesehen davon, haben hier einige anscheinend eine falsche Vorstellung bezüglich des Potenzials und der Materialeigenschaften von Pappe. Durch eine Kombination mit Speziallacken, können/werden eventuell auch weitere Eigenschaften von Metallen ausreichend nachstellt um z.B. die Langlebigkeit zu erhöhen.
  9. #48

    Schöne Idee,

    aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die mechanischen Kräfte auf Dauer von einem noch so raffinierten Konstrukt aus Pappe ausgehalten werden sollen. Und Läger aus Pappe statt Metall? Geht nicht. Das durchaus sichtbare, mühsame Treten des Erfinders dürfte von der hohen Reibung in diesen Lägern kommen, die binnen kurzem "fressen" dürften. Ich fürchte, dass hier extremes Wunschdenken am Werk war.
  10. #49

    Zitat von karlsruher_kind Beitrag anzeigen
    Sie haben den Artikel anscheinend nicht aufmerksam genug gelesen.
    Dass das Rad KOMPLETT aus Pappe bestehen soll, ist ja das innovative an dieser Geschichte:
    Ach komm... Sie haben weder meinen Beitrag gelesen, noch irgendwas verstanden - und vor allem sich die Fotos nicht angesehen. Dort ist deutlich zu erkennen: Naben aus Metall, Kettenräder aus Metall, Kette aus synthetischem Verbundmaterial, Reifen aus Gummi usw. Von wegen "KOMLETT aus Pappe"... so blind und technisch unbedarft können Sie doch gar nicht sein, oder?

    U.v.a.: Diese Teile kosten Geld, und zwar richtig Geld, verglichen mit dem, was der Rahmen in der Summe kosten wird/muss, sofern dem Erfinder nicht vielleicht doch irgendwann einleuchtet, dass Materialkosten und Herstellungskosten zwei paar Schuhe sind.

    Und Alles in Allem für 20€... das ist nicht mal utopisch, sondern schlicht albern.


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