Forum: Blogs
Recycling-Architektur: Nur wer nicht baut, baut gut
RRR /Erica Overmeer, 2012Was ist das perfekte Ökohaus? Der deutsche Architekt Muck Petzet kämpft auf der Biennale in Venedig gegen den weit verbreiteten Glauben, Wärmedämmung sei gut für die Umwelt. Auch andere Planer kritisieren die Energiebilanz neu errichteter Passivhäuser - und setzen auf ein radikal anderes Konzept.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...847242,00.html
- #1 30.08.2012 08:44 von
So ist es
und das, was für Häuser gilt, das gilt auch für Autos. Lieber länger fahren, als immer neu kaufen. Beispiele: Ford Escort Bj. 1986 5,5 Liter Diesel/100 km. Mercedes 200D Bl. 1991 6,7 Liter Diersel/100 Kilometer usw.
Instandhaltung schont Resourcen und sichert lokale Arbeitsplätze. - #2 30.08.2012 08:53 von
Wie denn nun?
Erst heißt es im Artikel "Er macht 23 Prozent des Müllaufkommens in Deutschland aus und, noch dramatischer, 57 Prozent jenes Abfalls, der in keiner Weise wiederverwertbar ist. Bauschutt taugt nur für die Halde.
"
Im nächsten Absatz wird dann beschrieben, wie in Hamburg aus Bauschutt ein neuer Stadtteil entsteht. - #3 30.08.2012 08:57 von
Endlich die Wahrheit!
Die Thesen kann ich voll unterstützen. Leider werden diese Erkenntnisse von der Wirtschaft unter Verschluss gehalten, da hiermit kein Geld verdient werden kann. Und die Politik? Sie ist dermaßen von der Wirtschaft durchsetzt, dass sie mit ihrem aufwendigen Beamtenapparat gegen deren Argumentation NICHTS dagegensetzen kann. Die Macher sitzen in der Wirtschaft.
Es kommt noch ein anderer Aspekt hinzu: Das Kleinklima innerhalb dieser Häuser. Es macht krank und anfällig für für eine gesunde Lebensweise. Frischluft ist mit diesen aufwendigen Umwälzanlagen nun mal nicht zu produzieren.
Politiker, wacht endlich auf!!! - #4 30.08.2012 08:59 von
Bausinn - Bauunsinn
Modernes Recycling hört sich gut an ist aber eigentlich auch Unsinn, vor allem wenn es um Dämmung geht, die vollkommen unsinnig ist und nur auf dem Rechenblatt funktioniert.
Recycling gab es in der Baugeschichte immer - aber Dämmung nie!
Das beste Bauen ist immer noch die Nachhaltigkeit pflegen und Lebenszyklen von mehreren hundert Jahren anstreben.
Nicht wie heute üblich und zum " common sense" avanciert: Nach mir die Sintflut!
Es wird heute nur noch so gebaut, so lange der Kredit läuft - dann ist es Bauschutt - Mischmüll - Konglomeratsgift, das teuer entsorgt werden muss.
Aber der Bauherr zahlts ja!
Nur wenige machen sich die Mühe zu hinterfragen und einfache und sinnvolle Bauweisen zu pflegen, die es immer schon gab, die unsere Baukultur dokumentiert, so weit sie noch vorhanden ist.
Dann werden die Bauten nur noch als Einzelteil "optimiert" und von Dilettanten geplant, verkauft und zusammengestückelt. Der Überblick für das gesamte Bausystem wird nicht mehr gelehrt.
Die Kette ist so stark wie das schwächste Glied und nicht wie das teuerste oder vermeintlich beste!
Der Irrsinn ist gesellschaftlicher Natur, denn überall wird gleich gesponnen und den gleichen falschen Fährten gefolgt: Geld, Macht, Dummheit, Lautschreierei und Wichtigtuerei.
Aber vereinzelt spriessen kleine Knospen, wachen kritische Bauherren auf, die nachfragen, hinterfragen und skeptisch reagieren wenn Verordnungen sich verselbständigen und der Lobbyismus so Offensichtlich ist, dass sogar Blinde es schwer haben es zu übersehen.
Lernen heisst von tradiertem Wissen profitieren - dazu braucht es Verständnis und Können auf vielen Ebenen und die Besinnung zum Wesentlichen und "Erfahrenen"!
Efka - #5 30.08.2012 09:05 von
Bei Zahnschmerzen zum Augenarzt?
Über die Energiebilanz von Häusern sollte man besser Bauphysiker befragen als Architekten.
"Thermo-Hanf und Zellulose aus Altpapier" sind vollgepumpt mit Gift damit sie nicht verschimmeln oder gefressen werden. - #6 30.08.2012 09:06 von
Das Denken im größeren Zusammenhang ...
... kann auch auf die Autoindustrie übertragen werden.
Neues ... und 'sparsameres' Auto kaufen ?
Nein ! ist die Antwort.
In der Kette der Herstellung -bis der Neue vor der Haustür steht- gilt:
Erzgewinnung, Transport in Massen-'carriern' in die Schmelze zur Herstellung von Eisen und Stahl unter hoher Energieverschwendung.
Weiter: Produktion in der Serie unter Verwendung von 'bis zu sehr giftigen Einlässen' bis zum Hochglanz in der Verkaufshalle.
"Der Weg ist das Ziel" ... der Umweltverschmutzung und Energieverschwendung.
Auch bei Fahrzeugen bietet sich das Wiederherstellen eines Gebrauchten an. Seien noch so viel km auf dem Tacho.
Und Auto 'Sparsam' bis hin zum 'Geht-nicht-mehr' ?
Akte NULL: vergessen!
Lieber 'mal stehen lassen - #7 30.08.2012 09:10 von
Eben, solche Diskussionen hatten wir/ich schon lange im KFZ Bereich und desgleichen gilt defintiv auch bei Immobilien.
( Als Oldtimerbesitzer kann ich mich noch rege an das gesetzliche Abgewürge und Verteufeln von Nachrüstkats in den 1990ern erinnern )
Ausserdem kann mir niemand erzählen das bei den Abertausenden von Tonnen Kunstoff/Klebern/Dämmmaterialien die jetzt an/in die Häuser hier verbackt werden wir nicht auf kurz oder lang ganz andere Probleme in die Welt setzten.Geändert von ( um Uhr)
Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
falls diese Nachricht ins Forum gelangt - #8 30.08.2012 09:10 von
reduce, reuse, recycle...
abgekupfert bei jack johnson "the 3 R's"...!
- #9 30.08.2012 09:12 von
Ist keinen Kommentar wert!
...eigentlich! Mein Haus ist neu und energiesparend, aus Holz, mit Zellulosedämmung und Wärmepumpe. Und das ist natürlich gut so! Erdwärme ist selbstverständlich umweltschonender als Gas oder Öl (vorausgesetzt, die Anlage läuft mit regenerativem Strom). Ein Narr, der anderes behauptet. Oder ein Wichtigtuer, der ohne provokante Thesen gar nicht in die Medien käme.
Der Grundsatz, das Altes als erhaltenswert geachtet werden sollte, ist allerdings unstreitbar richtig. Das gilt aber nicht nur für Häuser. Ein alter Diesel aus den 80er Jahren hat sicher eine bessere Ökobilanz als ein jüngerer, der durch die Abwrackprämie zu früh neu angeschafft wurde. Oder Spielzeug aus China, das meist nur wenige Einsätze übersteht. Oder elektronische Geräte, die nach wenigen Monaten den Gesetzen der Obsoleszenz zum Opfer fallen.
Das ist eine alte Weisheit: wer billig kauft, kauft zweimal!
Aber zurück zum Thema. Leider gibt es nicht genug Ritterburgen aus dem Mittelalter oder bewohnbare Höhlen, um die 80 Mio. Deutschen zu beherbergen. Ansonsten hätte man dort als Bewohner sicher eine perfekte Ökobilanz vorzuweisen.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


