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Rechtsterrorismus: Carsten S. besorgte Mordwaffe der Terrorzelle
dapd/ PolizeiErmittlern der Bundesanwaltschaft ist es gelungen, den Weg der Pistole zu rekonstruieren, mit der die Zwickauer Terrorzelle neun Einwanderer ermordete. Eine Schlüsselrolle bei der Beschaffung spielte offenbar der kürzlich verhaftete Ex-NPD-Funktionär Carsten S.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...817223,00.html
- #50 24.02.2012 14:14 von
Wie erkennen Sie dass der Schalldämpfer "durchgeglüht " ist ?
Ich sehe eine angesengte Plastiktüte um den Schalldämpfer herum und wie ich gelesen habe, haben die Täter die Waffe mit einer Plastiktüte getarnt als sie dei Morde durchführten.
Wir sollten nicht glauben dass beim BKA nur Laien sitzen und überhaupt, frage ich mich warum einige Zeitgenossen hier so verzweifelt nach "Merkwürdigkeiten" suchen un daraus vielleicht eine Verschwörung gegen die NPD zu basteln ?
Ein Wohnungsbrand bedeutet auch nicht das an jeder Stelle der Wohnung die gleiche Temperatur geherrscht hat. - #51 24.02.2012 15:40 von
Wenn man das Photo vergrößert, sieht man an der vVerbindungsstelle Pistole/Lauf, dass dort der Schalldämpfer keine Brünierung mehr hat und nicht mehr schwarz wie die Pistole, sondern rostbraun ist.
Bei normaler Abnutzung der Brünierung wäre diese Stelle metallisch hell, wie auch auf Teilen der Pistole zu erkennen ist.
Laut Wiki hält eine Brünierung Temperaturen bis etwa 300 Grad aus, bevor diese Schicht abblättert.
Man muss eine Waffe in kürzester Zeit schon enorm beanspruchen und braucht dafür etliche Munitionspakete, um so eine Temperatur durch die Geschossreibung und heiße Pulvergase zu erreichen, und gerade eine 7,65 mm Ceska ist nun wirklich keine Maschinenpistole oder ein Maschinengewehr mit ungleich höherer Kadenz, Pulverladung und Munitionskapazität.
Das mindeste, was einem Hartplastik-Griffstück weiterhin passiert, wenn die umgebende Plastiktüte (PVC?) Schmelztemperatur erreicht, wäre auch ein stumpfwerden der Oberfläche durch feine Blasenbildung. Aber auch davon ist nichts zu sehen, sie ist glänzend wie bei einer Neuwaffe.
Hier geht es wirklich nicht um eine Verschwörungstheorie, vielleicht wurden die unbrauchbar gewordenen Griffschalen lediglich zum Zwecke der ballistischen Untersuchung ausgetauscht.
Aber dass die Waffe in dem gezeigten Zustand aufgefunden wurde, kann meines Erachtens eben nicht stimmen; ich bin Jäger und selbst Waffenbesitzer, und habe leider selber erlebt, wie empfindlich eine Waffe gegen Hitze ist. - #52 24.02.2012 16:24 von
@ jüttemann
Auch ich bin selbst Waffenbesitzer darum habe auch ich mir das Bild natürlich mit etwas anderen Augen angeschaut.
Nun erkenne ich zwar auch die "rostige" Stelle am Ansatz des Schalldämpfers aber das hat meiner Meinung nach andere Ursachen als Hitzeinwirkung. Das könnte mehr mechanische Beanspruchung vorher durch die Täter gewesen sein und da bei der Hitze eher der schützende Ölfilm verdunstet, dürfte das Flugrost sein.
Wir wissen doch wie schnell das geht ?
Ich sehe sogar am Schalldämpfer unter der verschmorten Plastikfolie noch teilweise die ursprüngliche Brünnierung. Meiner Meinung nacht ist das was wie verbrannt erscheint nur die Folie und Sie täuschen sich insofern dass Sie meinen der Schalldämpfer hätte fast geglüht.
Meiner Meinung wurde das ganze Teil höchstens Temperaturen um maximal 180 grd ausgesetzt und als mehr durch Wärmestrahlung als durch heiße Gase.
Das reicht um Polyäthylen der Platiktüte zu schmelzen, aber die Hartplastik-Griffschalen und erst recht die Brünnierung widersteht dem.
Wir wissen ja auch nicht wie die Waffe in dem Brandherd lag. Eventuell war nur der Schalldämpfer ungeschütz der Wärmestrahlung ausgesetzt und der Rest war durch Schutt oder massive Trümmer geschützt ?
Es gab ja dort immerhin eine Explosion und danach dürfte dort auch ziemlich alles durcheinander und übereinander gelegen haben.
Ich glaube nicht dass die Ermittler vom BKA, würden sie etwas fingieren das so plump getan hätten und eine unversehrte Waffe mit einem ausgeglühten Schalldämpfer zsanmmen montieren.
Da würde ich eher an der Mondlandung zweifeln...(tue ich aber auch nicht)
Etwas mehr Vertrauen in unsere Polizei hätte ich schon. - #53 24.02.2012 16:35 von
Garnixfaul...
Es ist erstaunlich: Hunderte von Ermittlern sind mit diesem Fall derzeit intensivST beschäftigt - aber immer wieder findet sich hier ein Leser, der mit einem kurzen, beiläufigen Blick auf ein Zeitungsfoto angeblich Ungereimtheiten erkennen kann, die der Spurensicherung und allen Kriminalbeamten selbst nach mehrmonatiger Beschäftigung mit der Materie nicht aufgefallen sind ;-) sie müssen alle blind sein - warum bloß stellt man nicht ein Team aus SPIEGEL-ONLINE-Lesern zusammen, um den Fall aufzulösen?
Aber jetzt mal im Ernst: Da ist überhaupt nichts "faul". Wer sich das Bild genau anschaut, stellt fest, dass der Schalldämpfer überhaupt nicht "durchgeglüht" ist, sondern lediglich die bereits in zahlreichen Presseberichten erwähnte Ummantelung (eine Plastiktüte, in die die Pistole gehüllt war, um sie zu tarnen) etwas angeschmolzen ist. Wohlgemerkt: Eine PLASTIKTÜTE! Dass hingegen der Schalldämpfer "durchgeglüht" ist, lässt sich aus keinem der Fotos von der Tatwaffe herleiten oder auch nur vermuten.
Davon abgesehen: Selbst unter den Trümmern des bei den 9/11-Anschlägen völlig atomisierten World Trade Centers hat man noch etliche weitgehend intakte Gegenstände wie z.B. diese Kreditkarte gefunden:
World Trade Center: 9/11-Fundstücke zeugen von menschlichen Schicksalen - Nachrichten Panorama - Weltgeschehen - WELT ONLINE
Man schaue sich die Kreditkarte genau an: Der obere Teil ist völlig unversehrt (!), der untere Rand dagegen weitgehend verkohlt und geschmolzen. Warum sollte das nun beim größten Terroranschlag aller Zeiten möglich sein, ausgerechnet bei einem vergleichsweise harmlosen Wohnungsbrand aber nicht? Zumal wir ja überhaupt gar nicht wissen, welche Teile der Pistole dem Feuer überhaupt ausgesetzt waren, und welche Temperatur und Brandintensität jeweils wie lange genau auf die einzelnen Teile der Waffe eingewirkt hat.
Und was genau wollen Sie denn jetzt eigentlich überhaupt mit Ihrem Kommentar aussagen? Der Waffenlieferant Carsten S. hat doch nun gerade ein (selbstbelastendes) Geständnis abgelegt, dass er DIESE (!) Waffe inkl. Schalldämpfer an den NSU geliefert hat. Und genau diese Waffe wurde beim NSU gefunden - das ist eine stringente, logische und in sich völlig widerspruchsfreie Beweiskette. Was soll da also bitte noch "faul" sein? - #54 24.02.2012 20:57 von
Dass gegenüber Leuten, die sich etwas mit Waffen auskennen, aufgrund dieses verwirrenden Photos ein gewisser Erklärungsbedarf besteht
Der Forist Attila2009 hat versucht, eine Erklärung für den Zustand der Waffe zu geben, die ich nicht für abwegig halte und deshalb akzeptiere.
Damit hat sich das eigentlich erledigt. - #55 24.02.2012 21:20 von
Ich habe etwas nach Bildern ge**glt, dabei habe ich eine der wenigen von der anderen Seite aufgenommene Aufnahme der Waffe gefunden.
Auf der gegenüberliegenden Seite weist die Griffschale tatsächlich erhebliche Brandspuren auf, die Waffe lag also augenscheinlich doch im Feuer.
Wir beide haben also richtig gelegen, eine unbeschädigte Griffschale konnte einfach nicht sein und das von mir monierte Bild ist offenbar doch logisch erklärbar. - #56 25.02.2012 11:31 von
Schön, daß hier jemand auch mal sein Gehirn einschaltet und die richtigen Fragen stellt!
- #57 26.02.2012 10:29 von
Nicht nur das sondern auch die richtigen Antworten findet.
Wir sollten allerdings vermeiden aus der Distanz ohne Insiderkenntnisse an den Ermittlungsergebnissen zu zweifeln.
Vieles was uns unlogisch erscheint hat manchmal einfache Ursachen, siehe hier einfach die Lage der Waffe im Feuer.
Bilder können gewaltig täuschen.
Aber ich finde dass das unkontrollierte Zweifeln - auch viel mehr in anderen Foren als hier - an den Ermittlungsdetails nur einer bestimmten und unangenehmen Gruppe von Zeitgenossen was nützt, nämlich diejenigen die diese Mordserie bagatellisieren wollen, die krampfhaft das Haar in der Suppe suchen um abzulenken von der Schuld die sich ihre Gesinnungsgenossen auf sich geladen haben.
Nicht dass am Ende aus den Tätern noch "Opfer von staatlichen Intrigen "werden und die Mörder noch als "gefallene Frontkämpfer " gefeiert werden.
Es gibt Ungereimtheiten, insbesondere beim Verfassungsschutz, es gibt sicher auch Fehler in der Ermittlungstätigkeit ( wer macht keine Fehler ) aber es gibt keinen Anlass anzunehmen dass die bisher veröffentlichten Daten irgendwie manipuliert waren. - #58 26.02.2012 20:05 von
In diesem Zusammenhang ist es fast ein Treppenwitz, welche Zeitung als so ziemlich einzige in unserer Republik das Photo von der Brandseite der Pistole veröffentlicht hat, welches geeignet ist, alle im Internet kursierenden Manipulationstheorien zumindest bezüglich dieser Pistole zu zerstreuen
Googeln Sie mal "ceska 83 schalldämpfer"; das Bild hat einen roten Unterbalken :-)) - #59 27.02.2012 14:02 von
Stimmt, ich habe das Bild in dieser Zeitung gefunden.
Ich denke mal dass der Redakteur dieser Zeitung das Thema gar nicht so angegangen ist wie ich vermutete .
Die möglichen Manipulationsvorwürfe kenne ich aus diversen Schützenforen wo doch ziemlich "angebräunte " Kameraden alle möglichen Merkwürdigkeiten im Zwickauer Mordfall eifrig und akribisch präsentieren als ob es denn Zweifel geben könnte aus welchem Hause die Mörder sind.
Da wird halt eine "linke Verschwörung " konstruiert.
Aus diesem Grund war ich etwas allergisch als Sie ebensolche Zweifel äußerten.
Sollte ich Sie ungewollt zu Unrecht verdächtigt haben dann bitte ich das zu entschuldigen, denn sie haben ja dann selbst die Antwort auf Ihre Frage gefunden.
Natürlich müssen wir Pressemeldungen und Bilder immer kritisch betrachten, denn auch die Medien machen Informationen oft "passend " oder bereiten das auf um den Effekt zu erhöhen.
Wir Schützen kennen doch die reißerisch präsentierten Waffen die bei Hausdurchsuchung von "Waffennarren " gefunden wurden die sich bei näheren Hinschauen als defekte Luftgewehre,Vorderlader und Schreckschußwaffen entpuppten.
Insofern soll man tatsächlich mißtrauisch sein, auch Bilder können lügen.
Allerdings war ich mir in unsere Fall relativ sicher dass die benannte Ceska aus einem Brandherd stammen kann, denn auch in einem Wohnungsbrand wird es Abschnitte geben die nicht so hohen Temperaturen ausgesetzt sind weil der Brand noch nicht bis dahin vorgedrungen ist und rechtzeitig gelöscht werden konnte oder die Objekte durch massive andere Teile vorübergehend geschützt sind.
Man hat ja im ausgebrannten Wohnwagen sogar CDs gefunden und die sind sicher nicht hitzebeständiger als eine Pistole.
Im diesen Sinne danke ich Ihnen nochmals für Ihre Beiträge und ihre Informationen.
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