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Rechtspopulist Geert Wilders: Islamgegner von Richters Gnaden

Aufstachelung zum Hass gegen Muslime? Keineswegs! Der umstrittene niederländische Rechtspopulist Geert Wilders feiert seinen Freispruch vor einem Amsterdamer Gericht - und erhält Glückwünsche der Regierung. Seine Macht wächst, denn viele seiner Positionen sind mehrheitsfähig.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...770170,00.html
  1. #1

    Rechtspopulist, Linkspopulist oder was?

    Ich habe den Eindruck, dass mit dem Begriff 'Rechtspopulist', die Auseinandersetzung mit Problemen als sakrosankt erklaert wird, die zwar vorhanden und gesehen werden, aber fuer die unsere Politikaster keine Loesung haben.
    Herr Wilders benennt wahre Probleme, die fuer jeden im Alltag sichtbar und erfahrbar sind - ist man dann ein "Rechtspopulist"?
    Wer sich fuer die steuerzahlenden Buerger und deren Wohlstand und Sicherheit einsetzt, koennte doch genauso als 'Linkspopulist' bezeichnet werden.

    Oder?
  2. #2

    Rechtspopulist

    "Linkspopulist" vernimmt man im Gegensatz zu der Beschimpfung "Rechtspopulist" von einer gewissen Journaille überhaupt nicht. Dieses Totschlagwort ist ja vor allem bei Wilders und anderen vernünftigen National-Politikern aus Dänemark, Schweden, Österreich, Finnland und Frankreich sehr beliebt bei diesen Empör-Kömmlingen aus Deutschland.

    Wenn es Rechtspopulisten gibt, warum soll es dann nicht auch Linkspopulisten geben?
    Und umgekehrt, wenn es eine Partei "Die Linke" gibt, warum soll es dann nicht auch eine Partei "Die Rechte" geben?
    Was Rechts ist muss schliesslich Recht bleiben.
  3. #3

    Rechtspopulist?

    Warum wird Herr Wilders als Rechtspopulist bezeichnet?

    Teile der Islamistenszene, gegen die er antritt, bekämpfen die Rechte von Schwulen, Frauen, Andersgläubigen, d.h. treten offen für Ziele ein, die man als faschistisch bezeichnen kann. Ist Herr Wilders, in dem er sich gegen diese Szene wendet, deswegen ein Antifaschist? Ein Ultraliberalist?

    Das politische Spektrum ist etwas mehrdimensionaler geworden, d.h. das eindimensionale Links-Rechts-Schema greift hier nicht und man muss da schon etwas genauer hinschauen, warum der Mann so populär ist.

    Man kann von ihm halten was man will, aber eines müssen Gegner und Freunde im gleichermaßen lassen: Er ist einer der mutigsten Politiker. Er steht zu seiner Meinung, auch wenn er dadurch extrem gefährdet ist und kein normales Privatleben führen kann. Unsere Spitzenpolitiker kippen doch in ihrer Meinung schon um, wenn sie in den Umfragen um ein paar Prozent sinken. Ich glaube, das ist ein Punkt, warum der Mann so populär ist: Man weiß, für was er steht, er ist kein politischen Chamäleon wie Merkel, Gabriel und Co.
  4. #4

    Das wäre ein Anfang

    ... erst vor wenigen Tagen gab es einen bemerkenswerten Schwenk der Rutte-Regierung in der Ausländerpolitik:

    ■Migranten sollen sich künftig ohne staatliche Hilfe in die Gesellschaft integrieren.
    ■Die Kosten für Einbürgerungskurse haben die Zuwanderer selbst zu übernehmen.
    ■Wer die Integrationsprüfung nicht schafft, verliert die Aufenthaltsgenehmigung. Dies sieht die neue Leitlinie zur Haager Integrationspolitik vor, die der christdemokratische Innenminister Piet Hein Donner vergangene Woche vorlegte ...
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...770170,00.html

    Das wäre genau der richtige Weg auch für Deutschland, für Europa !

    Leider fehlt den meisten Politikern der Mut - sie lassen sich von der lautstarken Minderheit der Gutmenschen leiten und ignorieren die leider "schweigende Mehrheit".
  5. #5

    Auch Deutschland braucht einen wie Geert Wilders!

    Was ist schlimmer, ein Politiker der sich zum Wohle seines Volkes einsetzt und für jeden ersichtliche Probleme offen benennt, wodurch sich die Angehörigen der Problemgruppe eventuell beleidigt fühlen oder eine Berichterstattung die aus ideologischen Gründen schwere gesellschaftliche Probleme schönfärbt und teilweise sogar gänzlich verheimlicht, die Problemgruppe hofiert und das eigene Volk umzuerziehen versucht, so dass sich die Konflikte anstauen und eines Tages explosionsartig entladen!?
  6. #6

    Meinungsfreiheit und Toleranz

    müssen gerade dann gelten, wenn es um Meinungen und Einstellungen geht, die man, wie die von Herrn W., selbst nicht teilt.

    Alles andere sind offensichtliche Sonntagsreden oder politisch korrekt versteckte Intoleranz.
    Einen Herrn W. kann man leichter ertragen, als selbsternannte Moralapostel
  7. #7

    Umstritten?

    Bei wem ist Geert Wilders eigentlich umstritten?
    Bei den Medien, beim Volk, bei den Muslimen?
    Umstrittenheit ist eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie. Die Griechenlandhilfen sind umstritten, der Euro, der Einsatz in Afghanistan, die Steuererleichterungen, die Gesundheitsreform.
    Warum also dieses überflüssige Adjektiv?
    Verzichten Sie auf Charkterisierungen, die das Schubladendenken fördert. Die Tagssschau um 17 Uhr hat es vorgemacht. Sie sprach vom Islamgegener Wilders. Das ist korrekt.
  8. #8

    Abwildern

    Zitat von cinder_cone Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck, dass mit dem Begriff 'Rechtspopulist', die Auseinandersetzung mit Problemen als sakrosankt erklaert wird, die zwar vorhanden und gesehen werden, aber fuer die unsere Politikaster keine Loesung haben.
    Herr Wilders benennt wahre Probleme, die fuer jeden im Alltag sichtbar und erfahrbar sind - ist man dann ein "Rechtspopulist"?
    Wer sich fuer die steuerzahlenden Buerger und deren Wohlstand und Sicherheit einsetzt, koennte doch genauso als 'Linkspopulist' bezeichnet werden.

    Oder?
    Herr Wilders bennent genaso wenig die wahren Proble wie andere auch, sondern er benennt ein Problem. Daneben gibt es viele andere Probleme für die Wilders keine Lösung hat. ICh finde man sollte Wilders weder zu Hoch hängen , noch ihn begraben, er ist ein Mensch im Politischen Meinungskampf der für einen bestimmten Punkt eintritt, um sich so Politische Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dies gelingt ihm gut weil es einerseits eine Medienlandschaft gibt,die ihn verzerrt darstellt , ihn nur an den wenigen Punkten festmacht , die ihn Aufmerksamkeit verschaffen .

    So das die negative Presse seinen Rum eher mehrt, und nicht wie beabsichtigt ihn Diskreditiert. Wenn leute hier die Politikerkaste beschimpfen und sich nun den Wilden zuwenden, so tun sie das ohne Verstand, denn Wilders und Co. sind Maulhelden, aber was sind denn ihre tatsächlich Erfolge, auf das sie politisch verweisen können. Die etablierten Parteien werden für alle negativen Entwicklungen kritisiert, doch ihre Leistungen , ihr Kampf für den doch vorhandenen Wohlstand , für ein doch gutes System das spricht man ihnen ab. Dies sorgt dafür das Menschen abwildern, sie verkürzen Politik nur noch auf wenige Elemente und glauben darin allein sei das Glück und Unglück der Ganzen Nation begründet.
  9. #9

    Warum eine solch Stimmung machende, manipulative Wortwahl?

    Zitat:
    "Der islamfeindliche Rechtspopulist aus den Niederlanden gefällt sich in der Rolle des Freiheitskämpfers."

    In diesem einen Satz ist derart viel negative Konnotation vorhanden, dass für mich schon die Frage auftaucht, wie weit Spiegel-Redakteure (bei denen ich voraussetze, dass sie sämtliche journalistische Darstelungsformen samt ihrer charakteristischen Merkmale genau kennen!) sich noch von objektiver Berichterstattung zugunsten einer subjektiv gefärbten, meinungsmachenden Darstellung entfernen wollen.

    Ist es denn nötig, das Wort "feindlich" zu verwenden statt etwa von Gegnerschaft zu reden? Ist es nötig, die Pose von Selbstverliebtheit und Eitelkeit anklingen zu lassen ("gefällt sich") statt einfach zu formulieren, dass besagter Politiker sich als "Freiheitskämpfer" bezeichnet? Und die - von vielen Usern hier und anderswo schon oft kommentierte - Kombination der Begriffe "rechts" und "Populist", die - würde man ihre Ethymologie untersuchen - gar nicht mal so negativ klingen müssten, wie sie es in der derzeitigen politischen Diskussion tun: Muss sie wieder mal herhalten, um ein Maximum an eigener Ablehnung zu signalisieren, wobei diese Bezeichnung gerade auf der Grenze zu wirklicher Diffamierung balanciert?

    Ich kann diesen Duktus wirklich nicht mehr verstehen, außer in der Richtung, dass sich die Verfasser maßlos über Wilders ärgern.

    Aber das sollte doch bei Journalisten, sofern sie nicht einen Kommentar schreiben, der deutlich als solcher zu erkennen ist, keine Rolle spielen ...


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