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Rechtsextremismus-Vorwurf: Burschenschafter fechten Streit juristisch aus

dapdDer Bruderzwist in der Deutschen Burschenschaft landet vor Gericht: Ein hoher Funktionär will sich nicht als "Kopf einer rechtsextremen Bewegung" bezeichnen lassen und geht deshalb gegen einen liberalen Burschenschafter vor. Das Verfahren verspricht Einblicke in ein verschlossenes Milieu.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...842046,00.html
  1. #1

    Ueberrascht

    Dass die Burschis ihre Streitigkeiten vor Gericht und nicht mit dem Saebel in der Hand austragen, enttaeuscht mich jetzt schwer. Eine solche Schande kann doch eigentlich nur mit Blut abgewaschen werden.

    Zumindest in der mittelalterlichen Welt der Burschis...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bruderzwist in der Deutschen Burschenschaft landet vor Gericht: Ein hoher Funktionär will sich nicht als "Kopf einer rechtsextremen Bewegung" bezeichnen lassen und geht deshalb gegen einen liberalen Burschenschafter vor. Das Verfahren verspricht Einblicke in ein verschlossenes Milieu.

    Deutsche Burschenschaft: Streit vor Gericht über Rechtsextremismus - SPIEGEL ONLINE
    wie konnte SPON bloß die Formulierung "liberaler Burschenschafter" durch die Tasten flutschen ;-)

    Nein, die lüsterne Neugierde auf ungeahnte Einblicke in diese so "verruchte" Szene wird enttäuscht werden, denn es geht hierbei offenbar um eine "simple" Unterlassungsklage Weidners gegen Becker, und die allgemeine Frage der Meinungsfreiheit - Weidner scheint allmählich etwas "dünnhäutig" zu reagieren, "früher" waren ihm Vorwürfe der Rechtsradikalität eher gleichgültig.

    Es wird aber dabei weder um die offensichtlich vorhandene politische Diskrepanz innerhalb der Raczeks gehen (die offensichtlich so einhellig "rechts" auch nicht sind), und schon gar nicht um die Streitigkeiten innerhalb der DB.

    Das einzig potentiell spannende ist die Frage, inwieweit ein Urteil in dieser Sache das Verhalten der liberalen Bünde beeinflußt. Denn sollte Weidner unterliegen, wäre er vermutlich "entmachtet", was zu einem Burgfrieden innerhalb der DB führen könnte. Sollte er aber gewinnen, würde dies womöglich auf dem Burschentag als Versuch der Unterdrückung von Kritik gewertet, damit als Beschneidung der Diskussion, und das könnte in der Tat eine Austrittswelle nach sich ziehen.
  3. #3

    Was soll diese Rechtsextreme Vereine? Alle sollten verboten werden.
  4. #4

    Interessant. Ein großteils objektiv formulierter Beitrag von SPON zum Thema Burschenschaften. Selbst in der Gewichtung scheint der Verfasser goldrichtig zu liegen. Zwei Bundesbrüder öffentlich vor Gericht - ein unerhörter Vorgang eigentlich.
    Seltsam, daß das sonst nicht so gut klappt mit den Artikeln -sind sonst deutlich schlechter recherchiert oder gar polemisiert.
  5. #5

    BGE jetzt!

    Zitat von megamekerer Beitrag anzeigen
    Was soll diese Rechtsextreme Vereine? Alle sollten verboten werden.
    Das auf jeden Fall. Bis dahin müssen die erstmal vom Verfassungsschutz überwacht werden. (Verdacht auf verfassungsfeindliche kriminelle Vereinigung). Zudem kann man die Jungs schon jetzt aus dem Verkehr ziehen, weil sie sichbar gegen das Waffenrecht verstoßen. Wenn das öffentliche Tragen von Blankwaffen mit Tradition legetimiert wird, laufe ich demnächst mit einem scharfen Katana durch die Gegend, weil ich mich mental der Tradition der Samurai verbunden sehe.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bruderzwist in der Deutschen Burschenschaft landet vor Gericht: Ein hoher Funktionär will sich nicht als "Kopf einer rechtsextremen Bewegung" bezeichnen lassen und geht deshalb gegen einen liberalen Burschenschafter vor. Das Verfahren verspricht Einblicke in ein verschlossenes Milieu.

    Deutsche Burschenschaft: Streit vor Gericht über Rechtsextremismus - SPIEGEL ONLINE
    Eine ziemlich erbärmliche Art von Doppelmoral: er hat keine Probleme damit, den staatlichen Mord an Bonhoeffer zu verteidigen und diesen (der sich nicht mehr dagegen wehren kann) als "Landesverräter" etc. zu titulieren - aber wenn er selbst (seinem Bonhoeffer-Statement nach zu urteilen absolut zutreffend!) als extrem rechts bezeichnet wird, dann geht er vor Gericht und will seinen Mitmenschen von Papi Staat den Mund verbieten lassen.

    Very dünnhäutig, der Mann...

    BTW: Gegen Nazis und Faschismus zu sein ist wohl eine absolute Selbstverständlichkeit und macht noch lange niemanden zum "Liberalen".
  7. #7

    Überprüfen und verbieten????

    ..aber der Verfassungsschutz schreddert doch dann gleich wieder.....und die 2.000 Mitarbeiter sind ja anders beschäftigt....
  8. #8

    Sollten nicht alle extremen Vereine verboten werden?
  9. #9

    Ein Missverständnis..

    Zitat von VerHartzter Beitrag anzeigen
    [...]Zudem kann man die Jungs schon jetzt aus dem Verkehr ziehen, weil sie sichbar gegen das Waffenrecht verstoßen. Wenn das öffentliche Tragen von Blankwaffen mit Tradition legetimiert wird, laufe ich demnächst mit einem scharfen Katana durch die Gegend, weil ich mich mental der Tradition der Samurai verbunden sehe.
    ...,denn es handelt sich nur um Zierklingen. Die sind in etwas so schaft, wie ein Jeizungsrohr, in etwa so schwer, wie eine Getränkedose, und in etwa so teuer, wie ein Moped. Alles nur Zierde und Kulturpflege mit Kostümierung, wie 1815 – daran finde ich nichts schlimmes.
    Nebenbei: Die "scharfen" Klingen hätten für die Chargen auch ein viel zu hohes Verletzungsrisiko; man will sich ja nicht selber die Flossen abschneiden.








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