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Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung: Die Krippen-Krux

DPADie Politik hat den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz beschlossen - ohne Mindeststandards zu definieren. Nun zwingt die Angst vor Klagen viele Kommunen, an der Qualität zu sparen, denn das System ist chronisch unterfinanziert. Experten sehen nur einen Ausweg: das Stichdatum zu verschieben.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...843079,00.html
  1. #1

    Wie kann man nur so unfähig sein. Der Rechtsanspruch ist seit 5 Jahren geplant und noch immer fehlt es an Erziehern. Warum wurden die nicht schon längst ausgebildet? Warum gibt es keinen Mindestlohn für Erzieher (mein Vorschlag: 12€, entspricht ca. 2000€ brutto; selbstverständlich ist das als Einstiegsgehalt anzusehen). Wünschenswert wäre eine Männer-Quote von 25%. Kein normaler Mensch kann es gutheißen, dass Kleinkinder fast ausschließlich von Frauen betreut werden.
    Die Forderung nach vermehrter Universitätsausbildung finde ich völlig abwegig und oberflächlich. Ein Erzieher braucht kein Abitur und irgendeinen dämlichen englischsprachigen Abschluss, er braucht ein Herz für Kinder und eine gute Allgemeinbildung. Die schulische Ausbildung dauert aktuell zwischen 3 und 5 Jahren, was ich ausreichend finde.
    Meine Mutter wurde in der DDR innnerhalb von 2 Jahren zum Erzieher ausgebildet. Die hatten Gesangs- und Gitarrenunterricht und mussten noch ihren Rettungsschwimmer machen.
    Überhaupt frage ich mich, wie man auf die Idee kommen konnte, allen Eltern einen Krippenplatz zu versprechen. Ich fände es sinnvoller, den Arbeitenden einen zur Verfügung zu stellen und außerdem jedem Arbeitslosen, sobald er einen Job hat, damit während des Vorstellungsgesprächs überhaupt niemand auf die Idee kommt, nach der Kinderbetreuung zu fragen, weil jedem klar wäre, dass dafür gesorgt ist. Ach, das wäre schön.
  2. #2

    Unsere Gemeinde ist Kita-mäßig gut aufgestellt, auch qualitativ.
    Allerdings fehlen derzeit 12 u2 Betreuungsplätze, also rein statistisch berechnet.
    Für diese zusätzlichen Plätze gibt es zZ noch keinerlei Nachfrage. Bisher besuchen nur wenige u2 Kinder die Kita.
    Wie soll die 3000 Einw. Gemeinde vorgehen?
  3. #3

    u-3 Anspruch??? Ü3-anspruch nichtmals erfüllbar

    Ohhhjeee, da sgibt noch was.

    hallo erstmal. ich kann nur müde lächeln über diese Verabshciedung. Denn bei uns kann die Stadt/Kirche/ sonstige Träger nichtmals dem Ü-3 Anspruch gerehct werden. fast alle Kidner die in der 2. jahreshälfte Geburtstag haben müssen entweder 15-30km wiet fahren ür eine Kita oder eben warten. und das trotz dem Rechtsanspruch, geschwisterkind in Kita etc. Mein sohn wird in 6 wochen und mit viel Glück bekommt er einen in einem anderen stadtteil 8 km entfernt. und das ohne Auto mit 4 Kids, davon 2 Schulkinder und 1 1J.
    Auch für dne jüngsten hätte ich gern einen Platz 2013 um als Erzieherin, die ja dringend gesucht werden, wieder in meinen Beruf einzusteigen... nix da. es sind einfach zu viele Kinder da die neu reinkommen wollen und zu viele geboren worden. und Kitas abgerissen für riesiege abwasserbecken, neue Freizeitangebote etc....
    und mein sohn braucht dringend eine Kita, keine Tagesmutter die ich selbst bin.

    bin gespannt wo das noch enden soll. die armen Kita-Leitungen, die Prellböcke der Regierung.....

    LG
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Politik hat den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz beschlossen - ohne Mindeststandards zu definieren. Nun zwingt die Angst vor Klagen viele Kommunen, an der Qualität zu sparen, denn das System ist chronisch unterfinanziert. Experten sehen nur einen Ausweg: das Stichdatum zu verschieben.

    Kleinkind-Betreuung: Rechtsanspruch auf Krippenplatz bedroht Qualität - SPIEGEL ONLINE
    Verwirklichung des Rechtsanspruchs durch Sparen an der Qualität? Wie bitte? Was bei grüner Welle oder Neuwagenkauf noch lustig klingen mag, ist bei Kinderbetreuung oder Primarschulausstattung ein regelrechtes No-Go-Area. Für eine altersgemischte Gruppe in der KiTa gilt: Wenn 12 Kinder da sind, braucht es zwei ausgebildete Betreuerinnen, eine Lernende und ggf. noch eine Praktikantin. Pro Baby unter 18 Monaten ist ein 40%-Pensum erforderlich.

    Deutschland verfehlt wieder mal seine Ziele sehr sehr deutlich. Den Titel als Grossmaul-Ankündigungsweltmeister hingegen wird die deutsche Politik wohl freiwillig nicht aufgeben.
  5. #5

    Gratulation!

    Ein weiteres Meisterstück der schlechtesten Regierung aller Zeiten. Aber auch die Länder sind nicht besser: Dort gibt es den Rechtsanspruch auf dem Papier zum Teil seit Jahren. Nur leider fehlt es an den Mitteln zur Umsetzung. Merke: Wer Wahlen gewinnen will, macht ein verheißungsvolles Gesetz. Sachpolitik ist zu anstrengend und zu schwer zu vermitteln. Die Konsequenz ist nun sinkende Qualität, um mehr Quantität zu erreichen. Da sieht man das Betreuungsgeld doch in einem ganz anderem Licht!
  6. #6

    Unverständnis

    Es ist mir schleierhaft, wie solch eine Politik die Menschen in Deutschland dazu ermutigen soll (mehr) Kinder in die Welt zu setzen. Aktuell ist die Versorgung durch städtische Kitas bei weitem nicht ausreichend. Private Kitas sind zwar dank städtischer Bezuschussung finanzierbar, aber selbst hier wartet man lange auf einen 4 oder gar 5 Tagesplatz.
  7. #7

    Luxus-Problem

    Manchmal frage ich mich, wie es die heute im Leben stehende Generation geschafft hat, ohne diesen ganzen Betreungswahn ein erfolgreiches Leben zu führen, eigentlich müsste sie doch hoffnunglos verblödet sein. Es wird höchste Zeit, dass die Euro-Krise diesem Irrsinn ein Ende macht.
  8. #8

    Warum allein der Staat

    Muss der Staat das alleine wuppen? Die Unternehmen haben doch vor allem ein Interesse daran, dass ihre Mütter wieder zur Arbeit kommen - warum nicht einen Betriebskindergarten gründen? In den USA (ja ich weiss, dort ist auch nicht alles besser) ist es für viele große Unternehmen Standart, dass sie für Kinder unter 5 (danach gibts eine verpflichtende Pre-School) einen Kindergarten anbieten. Oft gehört auch ein Krankenzimmer für ältere Kinder, die nicht zur Schule gehen können dazu. Das muss doch auch hier zu schaffen sein.
  9. #9

    Herdprämie

    tja, die Regierung setzt voll auf die Herdprämie.
    Und wenn dann tatsächlich doch noch der ein oder andere Erzieher benötigt wird:
    Die Umschulung Arbeitsloser wird das schon richten - die Umgeschulten sind dann so ausgebildet dass die Regelausbildung von 5 Jahren natürlich qualitaitv voll ausreicht.

    Wer CDU/FDP gewählt hat-und das auch weiterhin tut- hat eigentlich keinen Anspruch das Verhalten zu kritisieren!








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