dapdIm Streit um das Betreuungsgeld setzt sich die FDP immer weiter von der Union ab. Einem Zeitungsbericht zufolge kursiert im Justizministerium ein Vermerk mit ausgeprägten Vorbehalten gegen die Prämie. Und Liberalen-Chef Rösler hält die Zahlungen für nicht mit dem Sparziel vereinbar.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830065,00.html
... es ist doch so, dass dieses Betreuungsgeld eine höchst politische Brisanz hat, weil es Geld verwenden will, welches ausschliesslich für Nichtberufstätige (zumeist Frauen), also Nichtsteuerzahler, gedacht ist, und für Berufstätige keinerlei Vorteile schafft.
Auf der einen Se¡te schreit man, dass es zuwenig Berufstätige (Facharbeiter) in D gibt, auf der anderen will man Leute fürs 3-Jahre-Daheimbleiben und Nichtsteuerzahlen belohnen.
Irgendwie nicht nachvollziehbar.
Für Berufstätige sind die paar Kröten kein Anreiz ihr Kind daheim zu betreuen, aber für Nichtberufstätige ein nettes Trinkgeld.
Krippen werden aber von Leuten benötigt, die ihre Arbeit verrichten und auch brauchen.
Ergo werden Nichtberufstätige die Plätze freistellen, die für Berufstätige gedacht sind - so die bayerische Logik hinter dem Betreuungsgeld, oder?
Leider gibt es auf dem bayerischen Land kaum Kindergärten, geschweige denn Krippen, und diese gehören zumeist den Kirchen an und arbeiten von 8 bis 12 Uhr - sie sind also auch nicht für Vollzeit-Berufstätige gedacht.
Ich finde es durchaus witzig, wie Sie sich weigern auf konkrete Fragen zu antworten und irgendwelchen Nonsense posten, aber konstruktiv ist das für diese Diskussion nicht.
Sie wurden nach ihrem "Normkind" gefragt, dies impliziert, dass es ein normatives oder wünschenswertes Verhalten gibt, welches Sie sich für ein Kind wünschen; dies hat absolut nichts mit Genomen oder Chromosomen oder sonstigem biologischem Material zu tun, sondern mit Sozialisierung.
Wenn Sie Ratschläge für die Erziehung wünschen:
Unter 12 Jahren gilt:
Kämpfen Sie um die Beziehung mit dem Vater des Kindes.
Ist die Beziehung nicht zu retten, streiten Sie nicht vor dem Kind und sorgen Sie dafür, dass das Kind den Vater möglichst oft sieht oder direkten Kontakt hat.
< 1 Jahr:
Lieben Sie Ihr Kind mehr als Sie es für möglich halten. Das Kind ist der unumstrittene Mittelpunkt ihres Lebens. Zuverlässiger ständiger Körperkontakt und mannigfaltige Zeichen ihrer Zuneigung stärken sein Urvertrauen. Stillen Sie so oft als möglich.
1 - 2:
Das Kind wird selbstständiger, sieht sich aber noch nicht als eigenständiger Mensch. Seien Sie anhänglich gegen Ihr Kind, verlassen Sie sich nicht auf seine Anhänglichkeit. Schenken Sie ihm so oft als möglich Aufmerksamkeit, suchen Sie Körper- und Blickkontakt, lachen und singen sie mit ihm und schalten Sie das Smartphone aus.
Seien Sie geduldig, pressen Sie ihr Kind und sich selber nicht in enge Zeitpläne.
Seien Sie nicht peinlich berührt oder ablehnend, wenn das Kind mit Genitalien oder Ausscheidungen spielt, das geht vorbei.
Lassen Sie das Kind sich durchsetzen, wenn es sich dadurch nicht in Gefahr bringt.
Reden Sie in einfachen und klaren Worten. Nehmen Sie sich Zeit und schaffen Sie Einsicht bei dem Kind, zwingen Sie es nicht zu Wohlverhalten und demütigen Sie es nicht.
Spielen Sie mit dem Kind. Räumen Sie wertvolle Gegenstände vorsorglich aus dem Aktionsbereich des Kindes weg.
Zeigen Sie ihre Gefühle. Unterstützen Sie ihr Kind emotional, z.B. trösten Sie es, wenn es traurig ist.
3 – 5:
Ermöglichen Sie dem Kind vielfältige Kontakte, auch mit Fremden.
Sprechen Sie mit dem Kind über seine und ihre Gefühle.
Überfordern Sie es nicht mit Anforderungen an seine Ratio und mit Lerninhalten, die es nicht spielerisch lernen kann.
Setzen Sie beim Kind auf Einsicht, nicht auf Verbote. Seien Sie optimistisch.
ab 6:
Übertragen Sie dem Kind Aufgaben um den Haushalt, die nützlich sind und die es bewältigen kann.
Es geht mir weniger um das Verhalten, sondern um das Befinden, das durch die Umstände frühkindlicher Erziehung geprägt wird.Sie wurden nach ihrem "Normkind" gefragt, dies impliziert, dass es ein (...) wünschenswertes Verhalten gibt,(...).
Idealerweise genießt ein Mensch eine Erziehung, die ihm seelische Autonomie sichert:
Sein Wohlbefinden ist wenig von äußeren Umständen abhängig, sein Welt- und Menschenbild ist positiv, er ist in der Lage, leicht Beziehungen einzugehen und zu unterhalten und er ist über die volle Skala menschlicher Gefühle zu tiefen und als eigen empfundenen Gefühlen fähig. Er ist empathisch.
Konkret:
Ihn kümmert weniger, was andere von ihm denken oder fordern, sondern er tut die Dinge für sich und für die, die er liebt.
Er vertraut gerne und flößt Vertrauen ein, ist gesellig.
Er vertraut seiner Intuition und weiss, was gut für ihn und für andere ist.
Er hat keine Angst vor unangenehmen Gefühlen und daher keine Hemmungen, zu tun, was er als gut erachtet.
Er ist begeisterungsfähig aber nicht unbeherrscht, spontan aber verläßlich.
Er tut niemandem ein Leid an und teilt Freud und Leid.
Abweichungen sind nicht krankhaft aber verursachen Kummer und Leid.