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Rebellen in Syrien: Der Henker von Bab Amr

DPA/ SANAIn der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...823382,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

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    Es gab in dieser Rebellion noch nie Unschuld weder auf Regierungseite noch unter dem Grossteil der Rebellen.
    Homs war schon 1981 eine der Haupthochburgen der Moslembruderschaft und ist es noch heute.
    Bei diesem Konflikt Partei zu ergreifen wie unsere Medien es ja die letzten Wochen getan hatten, heisst zwischen Pest und Cholera zu waehlen. Es heisst Assad oder die Islamisten. Fuer eine andere Loesung bestehen nur sehr geringe Chancen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

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    Zitat:
    "Seit vorigem Sommer haben wir nicht ganz 150 Mann hingerichtet, das sind etwa 20 Prozent unserer Gefangenen", sagt Abu Rami. Diejenigen, die nicht für schuldig befunden und zum Tode verurteilt würden, würden gegen gefangene Rebellen oder inhaftierte Demonstranten ausgetauscht. Mehr Arbeit als die Kriegsgefangenen machten den Scharfrichtern von Homs jedoch die Rebellen aus den eigenen Reihen. "Wenn wir einen Sunniten bei Spionieren erwischen oder wenn ein Bürger die Revolution verrät, machen wir kurzen Prozess", sagt der Kämpfer. 200 bis 250 Verräter habe Husseins "Begräbnis-Brigade" seit Beginn des Aufstandes hingerichtet, so Abu Rami.

    Ich schätze mal, jeder, der nicht Hurra schreit, dürfte ein Verräter sein. Da renne ich doch lieber auf Demonstrationen und unterstütze die Rebellen, bevor die in mein Haus kommen, um sich nach mir umzusehen.
    Könnte es sein, das manche Leute froh sind, wenn diese Leute aus ihrem Stadtviertel vertrieben werden?
  3. #3

    Schwierig zu Beurteilen

    Normalerweise verabscheue ich jegliche Gewalt egal von welcher Seite. Aber ich glaube wenn man sich mal bewusst in einen dieser Menschen reindenkt, man selber gar nicht anders handeln würde. Ich würde gerne mal wissen wie jemand von HRW oder jemand anderess reagieren würde wenn seine Familie gefoltert, vergewaltigt und getötet wird. Ich glaube kaum das diesem Menschen nicht ähnliche Gedankengänge kommen.

    Ich würde wahrscheinlich auch zum Mörder werden und würde mit ziemlicher Sicherheit auch wahrscheinlich keinerlei Schuldbewusstsein dazu empfinden. Immerhin gibt es bei den Rebellen noch ein Gericht. Das ist mehr als der Schlächter Assad von sich behaupten kann.

    Ich weiß einfach nicht inwieweit ich die Nachricht als negativ ansehen kann bzw. tue ich mich sehr schwer damit das was Sie tun zu verurteilen wie schlimm es auch immer ist.
  4. #4

    Schöner Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

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    Schöner Artikel. Weg vom idealisierten arabischen Frühling hin zu der all umfassenden, gewalttätigen, unaufgeklärten Kultur dort.

    Es ist nämlich völlig egal wer dort das Sagen hat. Ob das nun dieser oder jener Clan oder ob es die Muhlas sind. Die Basis - Aufklärung - einer humanen Kultur, wie wir sie schätzen und vertreten, gibt es dort nicht. Das wird ibs. von den westlichen Gutmenschen verwechselt und führt zu großen Missverständnissen, wenn darüber hergezogen wird, dass z.B. die Frau des jeweiligen Despoten in den teuersten Geschäften in Paris mit zusammengeklautem Geld einkaufen geht oder die Kinder der regierenden Clan-Gang ein Luxushotel in der Schweiz auf den Kopf stellen.

    Der nächste herrschende Clan, die nächste herrschende Schicht, wird es genau so machen und im Zweifel Allah´s Wille zukünftig verstärkt dazu als Rechtfertigung zitieren.
  5. #5

    Traurig, aber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

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    Es ist zwar traurig und für einige nicht nachvollziehbar. Für viele wird es auch wieder darum gehen, dass dies ja nichts mit Demokratie und Freiheit zu tun hat, und dem Westen vorhalten es seien die Geister, die sie riefen. Jedoch trifft nach meiner Ansicht folgender Satz die Entwicklungen sehr gut:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wenn Kinder in Frankreich aufwachsen, werden sie mit Französisch groß, sprechen es perfekt. Wir Syrer sind mit der Sprache der Gewalt erzogen worden, wir sprechen nichts anderes."
  6. #6

    Wenn so die Revolution aussieht …

    … dann sollte man Assad wünschen dass er die alsbald beendet bekommt, denn wenn er aufgerieben wird, dann haben die Revolutionäre noch soviel Menschen hinzurichten dass am Ende Syrien auch noch entvölkert ist. Denkt wirklich jemand dass es unter so einer Meute besser wird? Anders vielleicht, aber mit Sicherheit nicht besser. Und solche Schergen jetzt vom Westen unterstützt … natürlich wegen der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte. Das man über diese Mörderbande auch nur ein Hühnchen mit Assad rupfen möchte, dass muss man ja nicht laut sagen.

    Syrien, wir kommen, Frieden, Freiheit, Cola, Dollar im Gepäck … vorweg halt die Henker. Schön dass wir hier endlich mal wieder für echte Werte eintreten dürfen … komisch nur, dass einige wenige da eine andere Meinung vertreten, auch Leute die Syrien durchaus etwas besser kennen. Aber gut, schließlich sollen ja diese Mörder unsere neuen Freunde werden, na vielen Dank …
  7. #7

    langer Krieg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

    Rebellen in Syrien: Der Henker von Bab Amr - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Endlich mal ein Artikel der zeigt das die Gewalt nicht nur von einer Seite ausgeht. Wenn man die Gewalt beenden will muss man Druck auf beide Seiten aufbauen, aber dazu ist es wohl zu spät. Der Bürgerkrieg dürfte noch etliche Monate weiter gehen bis es vielleicht einen Sieger gibt. Es wäre auch falsch sich da einzumischen um eienen Schlächter durch einen neuen vielleicht schlimmeren abzulösen.
  8. #8

    Es wurde mal Zeit...

    Es wurde mal Zeit über die feinen neuen Freunde des Westens zu berichten. Warum dieser Richtungswechsel nach monatelanger Anti-Assad Propaganda (nein ich bin kein Unterstützer des Regimes, und halte auch Kritik an Syriens Regierung für gerechtfertigt) gerade jetzt passiert, sollte allerdings nicht verschwiegen werden: Es geht im Grunde nämlich nur um die Gesichtswahrung des Westens, dessen Regime-change-Phantasien angesichts völlig aussichtslos zersplitterter Oppositionsgrüppchen längst zerplatzt sind.
    Spielt man also jetzt plötzlich konstruktiv mit bei der von Anan und Russland geforderten Verhandlungslösung? Mitnichten! Die NATOkraten haben nur Begriffen, dass Sie hier keinen Pyrrussieg wie in Libyen feiern werden und sich nun entschlossen, beim programmierten Scheitern aller (russischen) Verhandlungsbemühungen zuzusehen. Denn solange die USA die Kriegstreiber Kathar und Saudi Arabien nicht zurückpfeifen, wird keine Stabilität nach Syrien zurückkehren. Vielmehr ist eines nun jedenfalls gewährleistet: Im Ernstfall (Israel-Iran) wird man auch in das in seiner Souveränität längst eingeschränkte Syrien jederzeit unter humanitärem Vorwand intervenieren können. Und in der Zwischenzeit kann man in aller Ruhe versuchen, die russische Kuh immer weiter aufs Eis zu locken.
  9. #9

    Objektive Berichterstattung?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In der syrischen Protesthochburg Homs machen sich die Aufständischen ihr eigenes Gesetz. Es gibt ein Standgericht - und eine Brigade von Henkern. Einer davon ist Hussein, er schneidet gefangenen Soldaten des Regimes die Kehle durch. Geschichte einer Rebellion, die ihre Unschuld verloren hat.

    Rebellen in Syrien: Der Henker von Bab Amr - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Die "Aufständischen" in Syrien kämpfen nicht für mehr Demokratie oder ähnliches, die kämpfen für mehr Islam!

    Und sie kämpfen auch nicht für mehr Menschenrechte oder für mehr Rechte für Frauen. Und nein, auch für mehr Religionsfreiheit für Menschen mit einer anderen Religion wird von den "Aufständischen" nicht gekämpft.

    Wieso dann aber die "Aufständischen" so in unseren staatlichen Medien heroisiert werden, wird mir als einfacher dummer Bürger immer ein Rätsel bleiben!


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