Reaktionen zum Urteil: "Dieses Urteil ist gerecht"

DPAEnttäuschung in Berlin, Zustimmung in Düsseldorf: Nach dem DFB-Urteil zum Einspruch von Hertha BSC sind die Reaktionen wie erwartet verschieden. Aus der Politik kommt weitestgehend Zustimmung.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...834275,00.html
  1. #1

    Natürlich....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Enttäuschung in Berlin, Zustimmung in Düsseldorf: Nach dem DFB-Urteil zum Einspruch von Hertha BSC sind die Reaktionen wie erwartet verschieden. Aus der Politik kommt weitestgehend Zustimmung.

    Reaktionen zum abgelehnten Hertha-Protest - SPIEGEL ONLINE
    .. ist dieses Urteil richtig (gerecht, was ist das denn für ein Ausdruck).

    Einzige Konsequenz kann doch wohl künftig NUR sein, diese letztlich abstrusen Entscheidungsspiele über Auf- und Abstieg wieder abzuschaffen. Hertha BSC gehörte schon alleine auf Grund der fussballerischen Qualität, die über eine ganze Saison nachgewiesen wurde, in die 2. Liga.

    Ansonsten kann man NUR immer wieder darauf hinweisen, dass es schon abstrus anmutet, dass die Emotionalität im Fussball einerseits gewünscht wird, denn sonst wäre schon längstens ein Videobeweis etc. zur Objektivierung von Fehlentscheidungen der Schiedsrichter etc. eingeführt worden. Will man aber nicht.

    Dann werden sämtliche Stadien in Fussballstadien umgebaut, um den Fan auch NUR nahegut an das Spiel/die Spieler heranzubringen. Ohne Zäune, ohne Laufbahn und dann wundert man sich, dass die Fans ihrer Emotionalität freien Lauf lassen und ungehemmt aufs Spielfeld stürmen, in einer, gerade in der Aufstiegssaison äußerst emotionalen Situation.

    Düsseldorfs Fans sind keine Hooligans sondern offensichtlich echte Edelfans und wenn es den DFB- und DFL-Verantwortlichen nicht einmal gelingt, Maßnahmen zu ergreifen, die JEDEM erkenntlich machen, das ein Spiel tatsächlich zu Ende ist, dann gehörten diese Verantwortlichen entsprechend abgestraft und nicht der "normale" Fan.

    Glückwunsch an Düsseldorf für den Aufstieg!
  2. #2

    Verursacher Fortuna Düsseldorf

    Einzig und alleine der Veranstalter, und dies ist hier Fortuna
    Düsseldorf trägt die Verantwortung für dieses Dilemma.
    Der Verein hätte dafür sorgen müssen,dass die Zuschauer nicht auf den Platz ,und schon gar nicht vorzeitig rennen.
    Bestraft wurde aber Hertha BSC.

    Was soll nun daran gerecht sein ?
  3. #3

    Eine sportliche Entscheidung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Enttäuschung in Berlin, Zustimmung in Düsseldorf: Nach dem DFB-Urteil zum Einspruch von Hertha BSC sind die Reaktionen wie erwartet verschieden. Aus der Politik kommt weitestgehend Zustimmung.

    Reaktionen zum abgelehnten Hertha-Protest - SPIEGEL ONLINE
    Das größte Meisterschaftsfinale war?

    Richtig, als 2001 Schalke Deutscher Meister wurde, nachdem in Hamburg die HSV-Fans nach 90 Minuten den Platz gestürmt hatten, um zu feiern, dass Barbarez den Bayern die Meisterschaft versaut hat...

    Große Erfolge auf internationaler Ebene?

    Richtig, jeder erinnert sich noch an den CL-Sieg der Bayern 1999 und gerade erst vor ein paar Tagen 2012. Beide male wurden die Partien nachdem Bayern-Fans friedlich den Platz gestürmt hatten für 20 Minuten unterbrochen. Nachdem die Partien dann für 90 Sekunden wiederangepfiffen wurden, ist nichts mehr passiert...

    Die letzten Minuten eines Fußballspiels haben eigentlich keine Bedeutung. Wollen wir uns wirklich damit zufrieden geben, dass Fans darüber entscheiden, ob wir eine spektakuläre Schlußphase erleben? Wäre Düsseldorf heute ohne das Eingreifen der Fans "nur" der "Aufsteiger der Herzen". Wir wissen es nicht...das Spiel wurde nicht sportlich beendet.

    Der Sport wurde durch die Entscheidung des Sportgerichts (mal wieder) mit Füßen getreten. Dabei ist dafür doch eigentlich der Ball da.
  4. #4

    Anderer Prozess - anderer Raum

    "Allerdings glaube ich auch, dass sich das wohl aggressive Auftreten einiger Hertha-Spieler gegenüber Schiedsrichter Wolfgang Stark negativ ausgewirkt hat."

    Ich glaube leider auch, dass es wie Herr Gienger meint hier eine Vermischung verschiedener Fakten gab bei der Urteilsfindung. Dass die Hertha-Spieler die Pfeife, im wahrsten Sinne des Wortes, beleidigt haben, hatr nichts mit der Situation auf dem Platz zu tun. "Ein positiv besetzter Platzsturm". Das wäre es dann auch wenn Pauli-Hooligans die Tribüne der Rechten Rostocker stürmen! Ein in Augen des DFB Sportgerichts "positiver Platztsturm", da der DFB sich in einer großen Kampagne gegen Rassismus wendet.

    Da sind die Richter wohl ins Tüddeln gekommen und haben einiges durcheinander gebracht, sach ich ma so naiv!
  5. #5

    Zitat von spon-facebook-10000070594 Beitrag anzeigen
    Einzig und alleine der Veranstalter, und dies ist hier Fortuna
    Düsseldorf trägt die Verantwortung für dieses Dilemma.
    Der Verein hätte dafür sorgen müssen,dass die Zuschauer nicht auf den Platz ,und schon gar nicht vorzeitig rennen.
    Bestraft wurde aber Hertha BSC.

    Was soll nun daran gerecht sein ?
    Inwiefern wurde Hertha denn bestraft? Waren es nicht Hertha-Fans, die vorher Spieler, Schiedsrichter und Ordnungskräfte tätlich angegriffen und mit Bengalos beworfen haben. Hertha wäre bestraft worden (allerdings regelkonform), wenn der Schiedsrichter nach diesen Angriffen in der 60. Minute, also nach dem 2:1 für Düsseldorf, das Spiel abgebrochen und für Düsseldorf gewertet hätte. So aber hatten die Hertha Spieler noch alle Zeit bekommen, die ihnen zustand, um das Spiel noch herumzureissen. Dass diese dazu nicht in der Lage waren, ist genausowenig das problem des Schiedsrichters, wie die Tatsache, dass die Fortuna-Spieler durch die Bengalo-Angriffe der Hertha-Fans aus dem Spielfluss gebracht und um weitere Chancen beraubt wurden.
  6. #6

    Welche Bestrafung?

    Zitat von spon-facebook-10000070594 Beitrag anzeigen
    Bestraft wurde aber Hertha BSC.

    Was soll nun daran gerecht sein ?
    Hertha ist nicht bestraft worden. Die haben sich sportlich nicht qualifiziert. Sie haben im Hinspiel 2:1 verloren und im Rückspiel unentschieden gespielt.

    Der Schiedsrichter hat die fehlende Minute nachspielen lassen. Dass man vom Stand aus innerhalb einer Minute ein Tor schiessen kann, hat Düsseldorf bewiesen.
  7. #7

    Zitat von Konradii Beitrag anzeigen
    Wollen wir uns wirklich damit zufrieden geben, dass Fans darüber entscheiden, ob wir eine spektakuläre Schlußphase erleben? Wäre Düsseldorf heute ohne das Eingreifen der Fans "nur" der "Aufsteiger der Herzen". Wir wissen es nicht...das Spiel wurde nicht sportlich beendet.
    Hätte Hertha noch ein Tor geschossen, wäre Düsseldorf wegen des Eingreifens der Hertha-Fans in der 60. Minute (also nach dem 2:1 für Düsseldorf) nicht in der ersten Bundesliga und Hertha hätte unberechtigterweise den Klassenerhalt geschafft. Ein reguläres Spiel war nämlich bereits nach den massiven Angriffen der Hertha-Fans auf Spieler, Ordnungskräfte und Schiedsrichter durch die missbräuchliche Verwendung von Bengalso als Waffe eigentlich nicht mehr möglich. Und das Regelwerk hätte einen Spielabbruch und eine Wertung für Düsseldorf aus diesem Grund durchaus ermöglicht...
    Also halten Sie besser den Ball flach. Wenn man schon die Schiedsrichterentscheidung in Frage stellt, das Spiel nach der Unterbrechung in der 96. Spielminute weiterlaufen zu lassen, dann muss man auch die Entscheidung in Frage stellen, das Spiel trotz der Angriffe der Hertha-Fans nach einer mehrminütigen Unterbrechung weiterlaufen zu lassen...

    Wären es nur die Düsseldorfer Fans gewesen, die eine regelkonforme Beendigung des Spiels verhindert hätten, dann könnte man den Einspruch der Berliner ja noch verstehen. Aber die Berliner sind eben weder Opfer noch Unschuldslamm!
  8. #8

    Beigeschmack

    Ich habe 17 Jahre in Düsseldorf gelebt, bin kein Fortuna-Fan, aber habe durchaus Sympathien für die Mannschaft. Hertha dagegen ist mir vollkommen wurscht, die könnten in der Oberliga spielen, wenn es nach mir ginge. Aber dieses Urteil empfinde ich nicht als gerecht und sportlich fair. Hertha wurde meiner Meinung nach eindeutig um die Chance gebracht, in den letzten beiden Spielminuten das Spiel noch einmal zu drehen.

    Schade, das gibt der ganzen Sache einen schlechten Beigeschmack...
  9. #9

    Hertha-Fans als Verursacher

    Einige Kritiker des Urteils machen es sich zu leicht, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass sie das Spiel nicht gesehen haben. Es sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass es nicht zu Unterbrechungen gekommen wäre, wenn Hertha-Fans nicht gewalttätig geworden wären. Es gab insgesamt 3 Unterbrechungen, davon wurden die ersten 2 durch Provokationen aus dem Hertha-Block hervorgerufen. Dabei war der insgesamt hervorragende Schiedsrichter insofern inkonsequent, als er der eigenen Ankündigung nach der ersten Unterbrechung, das Spiel bei den nächsten Böllern und Bengalo-Würfen abzubrechen, nicht gefolgt ist. Wäre es nach den zweiten Provokationen tatsächlich zum Spielabbruch gekommen, wäre das Spiel 2:0 für Düsseldorf gewertet worden.
    Deshalb ist die ganze Aufregung der Hertha-Leute völlig unverständlich.