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Reaktionen: NRW-CDU kritisiert Röttgens Rauswurf

APDie nordrhein-westfälische CDU äußert sich "erschreckt" über das Aus für Norbert Röttgen als Bundesumweltminister. Auch der grüne Ministerpräsident Kretschmann bedauert die Entlassung. Die SPD bezeichnet Röttgens Rauswurf "als Beleg für den maroden Zustand der Regierung Merkel".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...833615,00.html
  1. #10

    typisch Politik

    Da hatte Steffi Lemke von den Grünen wohl einen guten Riecher. Sie forderte in der Berliner Runde den Rücktritt von Norbert Röttgen.
    Das war richtig, denn unabhängig von der Eignung Röttgens für diese Aufgabe hatte er nach der NRW Wahl nicht mehr das politische Gewicht, um schwierige oder unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen. Dass Röttgen dies nicht gleich erkannt hat, zeigt sein geringes Gespür für politisches Handeln. Trotzdem bedauere ich diesen Umgang der Kanzlerin mit dem Menschen Röttgen. So geht man nicht mit einem Minister um, der die Linie der Kanzlerin bei allen Kehrt-Wendungen immer unterstützt hat.
  2. #11

    Eben Politklasse!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die nordrhein-westfälische CDU äußert sich "erschreckt" über das Aus für Norbert Röttgen als Bundesumweltminister. Auch der grüne Ministerpräsident Kretschmann bedauert die Entlassung. Die SPD bezeichnet Röttgens Rauswurf "als Beleg für den maroden Zustand der Regierung Merkel".

    CDU in NRW kritisiert Entlassung von Norbert Röttgen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die, also die Repräsentanten und vielleicht auch Elite der Deutschen, miteinander so umgehen, wie zahllose Beispiele es zeigen, wie sollen wir, das Volk, mit denen umgehen? Auch so? Oder - weil nur das Volk - noch übler, schlimmer? In die Frage schließe ich alle Politruks ein, auch und gerade die von den Sozis + Grünen.
    Finde das eine interessante Frage.
  3. #12

    Ausgerechnet die Künast sollte zum Röttgen-Sturz am Besten gar nichts sagen. Wir erinnern uns, die Künast war angetreten, Berlins nächste Regierende Bürgermeisterin zu werden. Stattdessen hat sie die Grünen auf einem blamabelen dritten Platz ins Rote Rathaus geführt. Und dann ist sie ganz schnell wieder in die Bundespolitik geflüchtet.

    Parallelen zum Fall (von) Röttgen sind natürlich vollkommen zufällig.

    Schade, dass die Grünen die "lahme Ente" Künast nicht ebenso schnell entsorgt haben.
  4. #13

    Der Gipfel ...

    Zitat von elbdampfer Beitrag anzeigen
    [...] Den Stellungnahmen der bekanntermaßen rückgratbehafteten Bosbach & Kretschmann muss man ja nicht zustimmen. Sie wirken aber allemal authentischer als der hämisch-dümmliche Parteisprech von Künast & Nahles.
    ... ist allerdings der Beitrag des Herr Rösler zum Thema, den Realsatire zu nennen noch untertrieben wäre. Herr Rösler ist nämlich der Meinung, in Herrn Röttgens Rauswurf und Herrn Altmaiers Ernennung erkenne man

    Zitat von Philip Rösler
    "eine Fortsetzung der stabilen Zusammenarbeit in der Regierungskoalition [...]."
  5. #14

    Das Beste ...

    Zitat von elbdampfer Beitrag anzeigen
    [...] Den Stellungnahmen der bekanntermaßen rückgratbehafteten Bosbach & Kretschmann muss man ja nicht zustimmen. Sie wirken aber allemal authentischer als der hämisch-dümmliche Parteisprech von Künast & Nahles.
    ... ist allerdings der Beitrag des Herr Rösler zum Thema, den Realsatire zu nennen noch untertrieben wäre. Herr Rösler ist nämlich der Meinung, in Röttgens Rauswurf erkenne man

    Zitat von Philip Rösler
    "eine Fortsetzung der stabilen Zusammenarbeit in der Regierungskoalition [...]."
  6. #15

    optional

    Der Rauswurf von Herrn Röttgen ist für mich die logische Konsequenz der Wahlniederlage in NRW und der verkorksten Energiepolitik.
    Frau Merkel ahnt wahrscheinlich, dass der hastige Ausstieg aus der Atomenergie zu hastig und zu unüberlegt war, und sie befürchtet, getroffene Entscheidung über die Stilllegung von Atommeilern wieder rückgängig machen zu müssen.
    Für mich war Herr Röttgen ein Sinnbild für einen Karrierepolitiker, der keine Feunde, aber auch seine Grenzen nicht kennt.
  7. #16

    Zitat von Muenzi Beitrag anzeigen
    ...Das war richtig, denn unabhängig von der Eignung Röttgens für diese Aufgabe hatte er nach der NRW Wahl nicht mehr das politische Gewicht, um schwierige oder unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen...
    Röttgen hin oder her - aber welche "schwierigen oder unpopulären Maßnahmen" kann denn ein solcher Minister durchsetzen, die nicht in Muttis Kram passen? Merkel ganz allein (Kraft ihrer Physik"kenntnis"-Wassersuppe?) hat den Ausstieg vom Ausstieg aus dem Atomausstieg befohlen und nicht etwa der zuständige Minister - obwohl der in seiner Funktion als 'Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit' lange vorher kritische Töne verlauten ließ. Das musste er logischwerweise, so wie Merkel im selben Amt unter Kohl, wo sie auch das Dosenpfand forcierte. Was hat die gemeckert auf die Einführung der "Öko-Steuer" und wie schnell die wieder abgeschafft würde, wenn sie nur das Sagen hätte...
  8. #17

    Stimme Ihnen zu

    Zitat von berndbezau Beitrag anzeigen
    Norbert Röttgen hat nichts, aber auch garnichts verbockt, was mit seinem Hauptberuf als Bundesminister zu tun hat, und was seine Entlassung rechtfertigen würde. Er hat noch nicht mal einen Pfandbon geklaut.
    Er hat für die CDU krachend eine Wahl verloren und im Wahlkampf einige Böcke geschossen.
    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
    Das politische Geschäft ist halt kein Streichelzoo.
    In einem anderen Artikel wird Angela Merkel Härte nach gesagt. Aber für mich ist das Dummheit oder Berechnung! Wer hat ihn denn nach NRW geschickt. Muss man sich doch einmal fragen. Und dass er überhaupt keine Chance, gegen Spitzenkandidaten Kraft gehabt hat, ist auch unbestritten. Und wer sagt denn nicht, dass, die ganze CDU, sich dieses miese Wahlergebnis in NRW zu zuschreiben hat.
    Er muss als Sündenbock für die CDU, aber auch für die CSU herhalten.
  9. #18

    Bravo Frau Merkel!

    Man kann Frau Merkel nur dazu gratulieren, dass sie diesen Idioten in die Wüste geschickt hat.

    Ich beobachte die deutsche Politik seit vielen Jahren. Es gibt sicher genug unerfreuliche Typen darin - so wie überall. Aber die kaltschnäuzige Art, mit der dieser Röttgen so tat, als wäre er der Grösste, war schon etwas Besonderes - allenfalls vergleichbar mit dem ehemaligen Soziumweltminister Gabriel.

    Dass Röttgen nur die NRD-Wähler für dumm genug hielt, ihn zu wählen, obwohl es ihm dabei nur um sich selbst und nicht um NRW ging, war schon schlimm. Dass er auch noch die Frehcheit besass, sich erst als Gegenentwurf zur Kanzlerin darzustellen und dann noch den ihm nahegelgten Rücktritt abzulehnen zeigt, dass der Mann eigentlich in einer geschlossenem Anstalt weggesperrt werden sollte.

    Mat hat das Gefühl, dass so etwas wie Röttgen richtig gemeingefährlich ist.
  10. #19

    Schade!

    Röttgen war einer der fähigeren Minister, der auch mal über Parteigrenzen hinweg den vernünftigeren Weg gewählt hat.
    Scheinbar ist er ein paar CDU-Hardlinern zu unbequem geworden, da musste man ihn mit Hilfe der aussichtlosen Wahl in NRW entsorgen.








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