dapdViele Spitzenpolitiker in Deutschland haben erleichtert auf den Rücktritt von Christian Wulff reagiert. Als neues Staatsoberhaupt wird nun ein Präsidentschaftskandidatet gewünscht, "der Vertrauen genießt".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816000,00.html
die Chance nicht verpassen, ueber das Amt des Bundespraesidenten nachzudenken. Ist es ueberhaupt noch erforderlich ? Wenn ja, dann waere es sehr sinnvoll, dass der Bundespraesident vom Souveraen gewaehlt und damit parteipolitischen Taktieren vermieden wird.
Dazu muessten moeglicherweise einige bestehende Gesetze modifiziert werden. Bis dies geschen ist, muesste ein sogenannter Ueberganspraesident die Amtsgeschaefte wahrnehmen.
Warum kann man sich in dieser wichtigen Frage nicht dazu durchringen, einen Volksentscheid zu zu lassen ? Diese ist nach meiner Kenntnis ja nicht grundsaetzlich ausgeschlossen. Ich lasse mich aber gerne belehren, sollte ich mich diesbezueglich irren.
Zu früh aufgeatmet, liebe Spitzenpolitiker. Kaum ist der Eine aus dem Amt und der/die Nächste noch nicht einmal als Kandidat nominiert, schlägt das StuG der Demokratie schon auf diejenigen ein, die seiner Meinung nach auf gar keinen Fall in Frage kommen dürfen. Der Artikel über Herrn Seehofer als Interimspräsident ist so ein Schnellschuss aus dem StuG. Ich bin diese Stimmungsmache so leid, dass ich es mir künftig versagen werde, den gedruckten Spiegel zu kaufen. Linke Meinungsmacher haben wir schon, sie sitzen, wie es sich gehört im Parlament. Bei einem NACHRICHTENmagazin will ich hauptsächlich ebendiese lesen und keine Kommentare, die in immer weniger Fällen als solche gekennzeichnet sind.
Oh ja! Die Herausgeber zittern nun vor Angst!
Lassen Sie doch die Pierrot-Nummer einfach bleiben, und akzeptieren:
Es gibt Bürger, denen jedes Vertrauen in die Politiker abhanden gekommen ist. Diese Tatsache wird durch die Medien zum eigenen Nutzen ausgeschlachtet, wofür Leute wie Sie Verständnis haben sollten.
Das ändert nichts an den Tatsachen. Wulff ist nicht Presseopfer, sondern er hat gegen Spielregeln verstossen in einer Weise, die jedem Dorfpolizisten das Genick bricht, wenn man ihn erwischt.
Herr Wulff hat da ganz schoen lang gezappelt, aber am Ende war es doch ein zivilisierter Ruecktritt.
Herr Wulff mag ein netter Mensch sein, ist aber kein Staatsmann und war es nie.
Alles Liebe und Gute auf seinen Weg durchs Leben.