Mit einem Krieg steigen seine Chancen auf Wiederwahl - warum also ein Fernsehduell, wenn er sich heute als der große Kriegsherr gegen Assad profilieren kann
REUTERSDas Echo auf die TV-Debatte zwischen Barack Obama und Mitt Romney ist eindeutig: Der Republikaner landete einen klaren Punktsieg. Selbst im Obama-Lager gibt man sich kleinlaut.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859373.html
Mit einem Krieg steigen seine Chancen auf Wiederwahl - warum also ein Fernsehduell, wenn er sich heute als der große Kriegsherr gegen Assad profilieren kann
Wie zu erwarten war, wenn die Kandidaten direkt aufeinander treffen. So eine Debatte ist halt etwas Anderes, als eine vorbereitete Rede vom Teleprompter abzulesen.
Dazu besteht kein Anlass. Ab morgen treffen nicht mehr die Kandidaten, sondern wieder deren mediale Reflektionen aufeinander. Da landet dann Obama wieder die Punktsiege.
LOb für Wall Street's Maronette aus den Ländern des Epizentrums der Bankenkrise. Romney ist der Garant für den nächsten Raubzug durch die Staatskassen: Weiter so, wie bisher. Dem Wähler-Schaf suggerieren: Was für die Top-Reichen gut ist, ist auch für euch gut.
Jede neue Generation hat halt genug Dumme, denen man wieder die Hose runterziehen kann, nicht wahr , Mr. Romney?
... wird erst nach zwei weiteren Debatten und dann am Wahltag, dem 6. Nov. 2012.
Mr. Romney hat bisher nur den Kandidaten-Job. Mr. Obama hat dazu noch den Job, d.h. die Arbeit des zur Zeit verantwortlichen Präsidenten.
Warten wir es ab!
Es ist schon sehr erstaunlich wie unsere Medienwelt funktioniert.
Rommey lügt sich um alle strittige Fragen herum. Und wird anschließend als Sieger gefeiert unabhängig von den echten Positionen, die er und die Partei vertritt.
Als Obama ihn bspw. fragt wie er gleichzeitig Steuern um 5 Billionen senken und einen ausgeglichenen Haushalt haben will. Leugnet Rommey, dass er Streusenkungen als Plan habe.
Im Faktencheck bei CNN lief das dann so ab. Unabhängige Wirtschaftsexperten stimmen mit Obama überein, das die von Rommey vorgeschlagenen Steuersenkungen um 20% 4,8 Billion $ kosten würde, Rommey leugnet das. Fazit: Obamas Vorwurf ist falsch.
Das gleiche kann man für alle anderen Themen, Medicare, Obamacare, Sozialstaaat durch deklinieren.
Obama muss man allerdings vorwerfen, dass auch er Rommney damit hat durchkommen lassen.
Dem zitierten "Telegraph"-Korrespondenten muss wohl entgangen sein, was Romney - unter anderem - zu der Frage sagte, "wie [er] Steuern streichen will, ohne das Staatsdefizit zu vergrößern."
Romney sagte: Indem er Jobs schafft, um so einige Millionen Empfänger von Arbeitslosenunterstützung zu Steuerzahlern zu machen.
Romney schloss auch Steuersenkungen aus, wenn sie das Defizit erhöhten.
wieder ein positives Momentum für das Romney-Lager. Kein Wunder, dass sie versuchen, das gleich in einen Hype zu verwandeln. Der Rückstand war schon beinahe auf einem Level den man als uneinholbar bezeichnen konnte.
Mal sehen, wie sich das dann wirklich in den Umfragen niederschlägt.
Die Amerikaner halten an der Debattentradition fest, doch im Zeitalter moderner Medien schwindet ihr realer Einfluss. Debatten sind nur noch TV-Unterhaltung wie Fußballspiele: Man stellt Wetten an, wer sie gewinnt, aber relativ wenige Wähler lassen sich dadurch umstimmen.