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Reaktionen auf Schlecker-Blockade der FDP: "Das ist ein Skandal"

dapdDie Transfergesellschaft für 11.000 Schlecker-Mitarbeiter stand schon fast - dann verhinderte die FDP die Lösung. Nach ihrer Blockade müssen sich die Liberalen heftige Kritik aus allen politische Lagern gefallen lassen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824706,00.html
  1. #50

    Schlecker-Rettung: SPD verantwortlich für Pflegenotstand in Altenheimen!

    Wenn die SPD jetzt Geld für die Schlecker-Rettung ausgibt - dann wird es im sozialen Bereich fehlen. Wer Löhne für Drogerie-Arbeitsplätze ausgibt, dem fehlt es bei den Pflegekräften, bei der Versorgung der Alten, Kranken!
    Dabei haben wir heute schon einen Pflegenotstand!
    Die SPD ergeht sich in moralischer Überheblichkeit in Zeiten des Wahlkampfs: Für Drogerien soll jetzt mehr getan als für Altenheime, mobile Pflegeservices und dergleichen (momentan nicht in der Presse).

    Soziale Kälte ist es wenn man sich aus wahltaktischen Gründen auf die überalternde Bevölkerung nicht vorbereitet, den Pflegenotstand weiter verschärft, indem Resourcen für die Rettung von Drogerien verschwendet werden.
    Die alte Oma hat nichts davon, in 3 statt 2 Drogerien einkaufen zu können!

    P.S. Wo war die SPD als neulich um die Ecke ein kleiner Handwerker pleite gegangen ist? Hat da jemand gerettet? Eben! Es geht nur um Wahlkampf!
    P.P.S. Selbst wenn man die Steuern erhöhen würde, vielleicht Mehreinnahmen hätte, stellt sich die Frage nach den Prioritäten: Neuer Kindergarten - oder eine Schlecker Filiale retten?
  2. #51

    Freiheit?

    Zitat von Demokrator2007 Beitrag anzeigen
    Ich will keine freie Marktwirtschaft, denn "frei" bedeutet im wirtschaftspolitischen Zusammenhang, das andere "unfrei" sind. Was sie damit von Marktwirtschaft verstehen und wes Geistes Kind das ist, sieht man täglich weltweit. Da haben die dann allerdings recht, die meinen das die Schlecker-Mitarbeiterinnen schnell wieder einen neuen Job finden, zur Not eben für 1,50 Euro die Stunde bei Tafel, Kleiderkammer, oder als KiK-Warenverräumer.
    Und hey- immerhin kriegt man da mehr als in Bangladesh wo für 35 Euro Vollzeit gearbeitet werden muß.
    Insofern fast so human wie die bei Neoliberalen verhaßte Stasipartei SED die im Prinzip das gleiche machte, es nur anders nannte.


    P.S. Damit ein Neoliberaler auch versteht was ich meine, Diktatur bleibt Diktatur, egal wes Geistes Kind sie ist, mit Freiheit hat es nichts zu tun andere zu unterdrücken.
    Hört sich sehr schlüssig an, Ihre Aussage: ..."frei" bedeutet, dass andere "unfrei" sind...
    Und wenn wir alle frei wären, was dann? Kapitalismus und Arnachie sind nämlich fast dasselbe, unsere Demokratie aber ist eine Diktatur, nach dem Motto: Zwei Wölfe und ein Schaf stimmen über das Essen ab, lol
  3. #52

    Recht hat sie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach ihrer Blockade müssen sich die Liberalen heftige Kritik aus allen politische Lagern gefallen lassen.
    Die FDP hat Recht - und wird von Opportunisten aller Couleur niedergemacht (bin aber froh, das hier im Forum auch Vernünftige vorsprechen).

    In D gewinnt noch immer der, welcher blühende Landschaften verspricht, nicht der, welcher ehrlich, vernünftige Politik verkaufen möchte. Den Wohltatsführern von Hameln laufen alle nach, der Staats soll's richten, der Staats soll's bezahlen. Weiter so nach Griechenland.

    (und die Geschichte mit den Banken und anderen Rettungen ist nunmal eine andere Sache)
  4. #53

    Zitat von Sevilla Beitrag anzeigen
    Deutsche Politiker werden standardmäßig aktiv, wenn große
    Unternehmen in Problemen sind. Dies widerspricht
    marktwirtschaftlichen Prinzipien (z.B. Wettbewerb, Gleichbehandlung).
    Die FDP liegt mit ihrer Entscheidung richtig, auch bei
    missglückter .....
    Ja und nein..Bei dem meisten was Sie schreiben kann ich voll und ganz zustimmen. Aber:
    Der Staat kann unter gewissen Umständen auch Firmen helfen. Auch im Interesse aller deutschen Staatsbürger. Beispielsweise wenn das Unternehmen nicht aufgrund von Mißmanagment in Gefahr geraten und eine Erholung absehbar ist. Dann ist es kein rausgeschmissenes Geld, sondern eine Investition in die Zukunft quasi. Solche Fälle MÜSSEN aber die Ausnahme sein. Und es müssen ganz bestimmte Rahmenbedinungen erfüllt sein etc.
    In diesem Fall ist der Sachverhalt klar - und die Entscheidung der FDP richtig.

    Genauso ist es bei den Banken. Das ist quasi wie Risikomanagment was derzeit passiert. Man gibt lieber Garantien für zugegeben hohe Beträge, aber man fürchtet die Alternative. Kann ich nachvollziehen. Ich hätte zwar sofort die Rettungsschirme unendlich groß gemacht, weil man dann viel weniger Geld verbrannt hätte als jetzt, aber den Kurs kann ich ebenfalls nachvollziehen.

    Basisdemokratie in allen Ehren, aber die Wirtschaft von heute ist so dermaßen komplex (manche denken, man könnte dies mit einfacher Mathematik begreifen), dass bei solchen Themenfeldern bitte Politiker, die sich das ganze Jahr damit befassen, entscheiden sollen.
  5. #54

    Bei 11.000 Transfergesellschaft, bei 350 ARGE

    Ich bin aktiver Sozialdemokrat und somit FDP-unverdächtig und ich möchte, dass es allen Menschen gut geht. Aber ich frage auch, ob die Transfergesellschaft richtig ist. In meiner Nachbarstadt hat eine Firma mit 350 Beschäftigten Insolvenz angemeldet. Da läuft das volle Programm der Insolvenz mit Arbeitsamt. Warum gibt es denn für 11.000 Schlecker-Leute eine Extrabehandlung? Warum gibt es für die 350 keine Transfergesellschaft? Nur weil das weniger sind? Was ist das für eine Logik! Und für viele kleine Handwerker, Autohäuser, Druckereien, die leider Insolvenz anmelden müssen, gibt es auch keine Transfergesellschaften.
    Wozu haben wir denn die Arbeitsämter mit ihren ARGEN?
  6. #55

    Anschlussverwendungen

    Rösler identifiziert sich mit seiner Wortwahl als williger Jünger der macchiavellistischen freien Marktwirtschaft. Nach "Anschlussverwendungen" werden er und seine derzeitigen Parteifreunde auch bald suchen dürfen, ich stehe offen zu meiner Schadenfreude.
    Es ist allerdings ernsthaft zu fragen, ob die Subventionierung von Schlecker den Angestellten tatsächlich hilft: das, was sie auch dann von ihrem Arbeitgeber zu erwarten haben, wird wahrscheinlich immer noch weniger sein, als wenn sie sich arbeitslos melden, die 80% ihres derzeitigen Lohns werden dann so unterirdisch wenig sein, daß sie ergänzende Sozialhilfe beantragen können - für die soziale Unterstützung dieser Leute zahle ich lieber Steuern als für den Erhalt eines Unternehmens, das seine Methoden dem Personal gegenüber schon jahrzehntelang ungehindert verwirklichen konnte.
  7. #56

    Nachdenken

    Zitat von Ausfriedenau Beitrag anzeigen
    Eine 1,2%-Partei hat sich bei derart wichtigen Entscheidungen rauszuhalten, insbesondere wenn der Rest der Parteien anderer Meinung ist. Und noch eines: hier versucht eine Partei, sich bei den letzten Marktradikalen wieder ins Gespräch zu bringen ohne Rücksicht auf Verluste, die in diesem Fall leider die Schleckerfrauen darstellen. Mit dieser brutalen Methode will die FDP - undemokratisch und asozial - mit Hilfe der Medien, die allesamt das "Spielchen" mitmachen (keine talkshow ohne FDP-Schwätzer) das Überleben bei Wahlen sichern. Auch hier zeigt sich das wahre Gesicht der FDP: sozialstaatsgefährdend!!!
    Noch werden bei uns politische Parteien und deren Verantwortung bei Wahlen geregelt, und nicht täglich bei Umfragen. Ausserdem ist es ja nicht wirklich unsozial, wenn verhindert wird, das Personengrupppen, welche zum aktuellen Zeitpunkt im Interesse der Öffentlichkeit stehen, nur aus populisitischen Gründen besser behandelt werden, also diejenigen, welche diese Glück nicht haben.
    Wenn eine politische Gruppierung in dieser Republik der Meinung ist, das alle Arbeitnehmer, welche durch die Insolvenz ihrer Firma in die Arbeitslosigkeit abrutschen in Auffanggesellschaften ein halbes Jahr vor der Arbeitslosigkeit gerettet werden, dann kann das ja in das Wahlprogramm für die nächste Bundestagswahl mit aufgenommen werden. Die Finanzierung ist ja auch kein Problem, muss man nur die Arbeitsämter auflösen, die haben ja dann ihre Aufgabe verloren. Dafür kann man ja dann für die Mitarbeiter in den Arbeitsämtern eine Auffanggesellschaft gründen.
  8. #57

    nee

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    was ist denn daran ein Skandal, jeder will von der freien Marktwirtschaft profitieren, dazu gehört auch, dass man marode Firmen nicht rettet.
    Und jetzt nicht Griechenland in den Topf werfen, das ist etwas ganz anderes und wer das nicht versteht sollte hier auch nicht schreiben.
    Dürfen denn die schreiben die freie und soziale Marktwirtschaft durcheinanderwerfen?
    Falls nein sind Sie raus!
    Über die Undemokraten deren Rest sich unter der zerrissenen Fahne der FDP versammelt das zu schreiben was ich gerne täte verbietet meine Erziehung.
  9. #58

    Zum Glück befinden nicht "Leute" wie Sie wer hier

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    was ist denn daran ein Skandal, jeder will von der freien Marktwirtschaft profitieren, dazu gehört auch, dass man marode Firmen nicht rettet.
    Und jetzt nicht Griechenland in den Topf werfen, das ist etwas ganz anderes und wer das nicht versteht sollte hier auch nicht schreiben.
    schreiben darf und wer nicht.
    Zöge man Die "Familie" Schlecker mit ihrem Gesamtvermögen zur Haftung des Einzelunternehmers heran. wäre es gerecht.
    Aber nein, zur Kostenkompensierung für Altenheime werden Schenkungen der letzen 10 Jahre rückabgewickelt.
    Wann wurden denn die Schlecker-GmbHs gegründet ??
    Alles nur zum Schein (?) als man merkte dass die Karre tief im Dreck steckt.
    Einfach nur Ekelhaft und die FDP wird genau die Quittung bekommen, die sie verdient hat.
    Raus aus allen Parlamenten !!
  10. #59

    Hurra: Gehaltsfortzahlung für ALLE!

    1. April 2012: Andrea Nahles und Kurt Beck kämpfen für die Einführung einer garantierten Gehaltsfortzahlung für SÄMTLICHE Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland.

    Prima. Dann bekommt jeder sein volles Gehalt einfach weiter - ob beschäftigt oder nicht! Wir können ja die Steuern erhöhen.








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