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Reaktionen auf Neonazi-Terror: In zu stiller Trauer

Wie kann eine Neonazi-Zelle mordend durchs Land ziehen? Und warum gibt es kaum öffentliche Solidarität mit den Opfern? Regierung und Opposition*fürchten, dass der Ruf Deutschlands nachhaltig leidet - und wollen nun mit*öffentlichkeitswirksamer Trauerarbeit gegensteuern.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...798013,00.html
  1. #100

    Ausland ist völlig desinteressiert

    was soll diese Überschrift?
    ich habe ständig mit Gesprächspartnern im europäischen Ausland zu tun.

    nicht einmal bin ich in den letzten tagen überhaupt auf den Vorgang angesprochen worden. ich habe vielmehr den Eindruck, daß außer ein paar Interessenverbänden - die Leute im Ausland den Fall überhaupt nicht registriert haben.
  2. #101

    .

    Zitat von nepo77 Beitrag anzeigen
    Das Oktoberfestanschlag geht auf eine Gladio Operation zurück, die Sache wurde nur den Nazis in die Schuh geschoben um politische Ausfälle mit USA zu vermeiden und gleichzeitig den Siegeszug rechter Parteien zu der Zeit in den Landesparliamenten zu unterbinden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gladio
    Wenn ich richtig lesen kann steht da im Wiki:
    Eine Verbindung von Gladio-Mitgliedern zum Bombenanschlag auf das Münchener Oktoberfest 1980 ist nicht bewiesen,...
    Sei es wie es sei, jedenfalls komme ich aus Mittelfranken und was glauben Sie wie man da heute noch Hoffmann an so manchen Stammtischen vergöttert.
    Es wird allmählich Zeit, dass die ganze Wahrheit aus den letzten Jahrzehnten ans Licht kommt und Deutschland endlich aus seiner Vergangenheit lernt.

    Dabei sollte man folgendes beachten:
    Wer den Sumpf trocken legen will, darf die Frösche nicht fragen.
  3. #102

    .

    Zitat von niketz Beitrag anzeigen
    Zunächst mal liegen die Morde zwischen 5 und 11 Jahren zurück. Ist es nicht etwas seltsam, jetzt in kollektive Trauer zu verfallen, weil die Täter nun als Neonazis ermittelt wurden?
    Falsch! Hier geht es darum, dass sich nun herausstellt, dass der Staat viele dieser Morde hätte verhindern können – ja, verhindern müssen. Er hat versagt.
  4. #103

    Deutschlands Ansehen

    Deutschlands Ansehen durch Verwicklung der staatlichen Behörden in diesem Terror Fall wird folgenden Tagen möglicherweise noch Tiefer am Boden liegen, als heute. Es kommen jeden Tag wenn auch Bruchstückhaft neue Details zum Tageslicht. Ein durch Politik organisierte Trauer und Mitgefühl Demonstration konnte vielleicht bedingt zur Ansehen helfen, aber diese Tiefstand des Ansehens leider nicht verbessern. Einzig und Alleine kann nur eine Lückenlose Aufklärung mit all ihren Details Ansehen Deutschlands stabilisieren.
  5. #104

    Thüringen?

    [QUOTE=huberwin;9140768....
    Obwohl Zwickau in Thüringen liegt ....[/QUOTE]
    Jawoll. Und Hamburg liegt in Mecklenburg, und Köln in Schwaben.
  6. #105

    Wir brauchen die Geschichten der Hinterbliebenen

    Ich bin dafür, dass die Medien die Geschichten der Hinterbliebenen aufarbeiten, so weit das möglich ist.
    Warum? Ich möchte gerne wissen, welche Abstrusen Theorien die Kriminalbeamten den Verwandten und Freunden aufgetischt haben. Warum? Weil es kein Spaß ist, wenn die Mörder im persönlichen Umfeld gesucht werden - und die wahren Mörder faktisch als potentielle Verdächtige ausgeschlossen werden. Das kann jeden von uns treffen. Für unsere Freiheit ist es wichtig, immer wieder zu hinterfragen und eingefahrene Prozesse zu verändern.
  7. #106

    .

    Einen Mangel an Trauer kann ich bei gesunden Menschen nur Schwer erkennen erkennen. Viele Menschen sind entsetzt über die Taten der rechtsextremen Terrorgruppe. Aber wer möchte denn seine Empfindungen öffentlishc kommunizieren, solange selbst im offentsichtlichen Beileidsthread des Spiegelforum die Rechtsextremen wutgeifernd gegen Ausländer, Muslime und die Politik hetzen, polemisieren und keine Chance auslassen nochmal die Leichen der Opfer mit ihren rechtsradikalen Fantasigebilden zu schänden?
  8. #107

    Wie unreflektiert...

    ...sie Ihre eigenen Vorurteile gegenüber einer von Ihnen definierten Bevölkerungsgruppe pflegen. Ganz schön harter Tobak. Es braucht wohl jeder seinen eigenen Sündenbock.

    Zitat von backtoblack Beitrag anzeigen
    ...
    Ich hingegen schäme mich für einen nicht unbeträchtlichen Teil Ostdeutschlands, für diese Mischung aus Verbissenheit, Ausländerhass und dumpfem Untertanengehorsam, der einem immer noch allenthalben entgegen ........
  9. #108

    Das Potential ...

    Zitat von burgundy Beitrag anzeigen
    Wie hätte es da also eine solidarische Reaktion der Öffentlichkeit geben sollen? Es gibt also keine "Schande für Deutschland". Was da passiert ist, das ist sicherlich eine der finstersten Episoden deutscher Innenpolitik - und ein Scheitern der entsprechenden polizeilichen aber auch gesellschaftlichen Aufklärungsarbeit.

    Denn der moderne Rassismus ist kein genetischer, sondern ein sozialer.
    ... dafür hätte aber das deutsche Volk ! Gut organisiert, dizipliniert ,selbstbewusst und entschloßen...
    Lassen wir mal die Wirtschafts- und Finananzkrise noch ein wenig auf die Menschen einwirken, schon bald wird man/frau die Schuldigen suchen-finden-und vernichten. Ist es möglich , aus einem Wolf innerhalb von ca. 70 Jahren ein Vegetarier wird ?! Sie reden nur die Dinge schön...
  10. #109

    guter Einwand

    Zitat von fatih_ersoy Beitrag anzeigen
    Sorry, aber selbst wenn es gut gemeint sein sollte: warum besucht der Außenminister (in Begleitung des türkischen Botschafters) die TGD? Wenn überhaupt, wäre das eine Sache des Innenministers. Und wieso wird dieser Selbstdarsteller Kolat derart aufgewertet?
    Verstehe ich auch nicht.
    Die TGD hat bundesweit (wenn es hoch kommt) ein paar tausend Mitglieder und wird von Politik und Medien behandelt, als sei sie Dreh- und Angelpunkt deutsch-türkischer Strukturen in diesem Land.
    Wer wäre denn aus ihrer Sicht der richtige Ansprechpartner?


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