Forum


 

Reaktionen auf Karlsruher Urteil: Auf zum neuen Wahlrecht

dapdDeutschland hat kein gültiges Wahlrecht, so urteilten die Verfassungsrichter in Karlsruhe und verwarfen die jüngste, von Schwarz-Gelb durchgepaukte Reform. Die Opposition triumphiert, die Union sucht ihr Heil in der Flucht nach vorn - und kündigt schnelle Gesprächsangebote an.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...846437,00.html
  1. #1

    Wo ist hier eigentlich das Problem?

    Es gibt zwei saubere Möglichkeiten:

    1) Mehrheitswahlrecht personenbezogen, d.h. der Abgeordnete eines Wahlkreises, der die meisten Stimmen auf sich vereinigt, bekommt das Mandat.

    Die Stimmen der unterlegenen Parteien gehen hier verloren.

    2) Listenwahlrecht, d. h. jede Partei stellt eine Liste auf und bekommt anteilmäßig soviele Sitze, wie ihr nach dem Erbebnis zustehen.

    Keine Überhänge, demokratisch perfekt.
  2. #2

    Die Dreistigkeit von Merkel und ihrer Regierung ist nicht mehr zu überbieten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland hat kein gültiges Wahlrecht, so urteilten die Verfassungsrichter in Karlsruhe und verwarfen die jüngste, von Schwarz-Gelb durchgepaukte Reform. Die Opposition triumphiert, die Union sucht ihr Heil in der Flucht nach vorn - und kündigt schnelle Gesprächsangebote an.

    Urteil zum Wahlrecht: SPD greift Merkels schwarz-gelbe Regierung an - SPIEGEL ONLINE
    Und die Wähler hofieren sie mit Spitzen-Umfragewerten. Deutschland verrückt!
    Man muss sich dies vorstellen, da erklärt das BVerfG das Wahlrecht 2010 als nicht konform mit der Verfassung und moniert die seit Jahren umstrittenen Überhangmandate, die es zu überarbeiten gilt - binnen einer Frist. Die gesetzte Frist wurde von der CDU überschritten und heraus kamen noch mehr Überhangmandate als vorher.
    Oh, was haben wir für eine Regierung, und die soll 2013 noch mal eine Legislatur bekommen??? Vielleicht kommt die Bevölkerung zur Besinnung, wenn es spätestens nächstes Jahr den € zerreißt.
  3. #3

    Täumen darf erlaubt sein...

    Logisch unabweislich begünstigen Überhangmandate per se große Parteien. Ferner sind direkt gewählte Abgeordnete auch eher Makulatur angesichts Fraktionzwang etc. Gar nicht zu reden von obskuren und subtileren Methoden der Einflussnahme (z.B. auch über Listenplatzbesetzungen...).

    Alles zusammen genommen drängt sich die Diagnose auf, dass Parteien-Demokratie dabei ist, sich zu überleben - zumal nur ein verschwindender Teil der Bevölkerung überhaupt (wenigstens formell) stimmberechtigtes Mitglied einer Partei ist.

    Durch die alltägliche Realität in Berlin (und anderswo) darf der allgemeine Demokratie-Notstand längst als bewiesen gelten...

    Angesichts der aktuellen Entwicklungen stünde im Übrigen auch noch die 5% Klausel zur Disposition - die die Entstehung neuer politischer Kräfte praktisch vollkommen unterdrückt.

    Nehmen wird das gute: mitten in Demokratie- und Eurokrise hätten unsere Diäten-"Verzehrer" jetzt die einmalige Chance etwas grundlegend Vernünftiges neu zu gestalten.

    Allerdings fürchte ich, honorar-bewehrte Auftritte bei irgendwelchen Konzern-Ringelpitzen wird für die wenigen hierzu wirklich Beitragsfähigen weiter wichtiger sein - und der Rest eignet sich meist eh eher als Dachlatte...

    Hiermit steht zu befürchten, dass jedwede Neuregelung amEnde allenfalls Unterschiede der Diäten-"Verzehrer" untereinander nivelliert. Der Souverän (das Volk) indes muss sogar befürchten, noch weiter von der Macht abgedrängt zu werden - denn darin dürfte sich unter den Privilegien-Genießern zu erheblichen Teilen Einigkeit bestehen.
  4. #4

    Bananenrepublik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland hat kein gültiges Wahlrecht, so urteilten die Verfassungsrichter in Karlsruhe und verwarfen die jüngste, von Schwarz-Gelb durchgepaukte Reform. Die Opposition triumphiert, die Union sucht ihr Heil in der Flucht nach vorn - und kündigt schnelle Gesprächsangebote an.

    Urteil zum Wahlrecht: SPD greift Merkels schwarz-gelbe Regierung an - SPIEGEL ONLINE
    ... tja, das kommt dabei heraus, wenn man mit allen Tricks an der Macht bleiben will. Diese schwarz gelbe Regierungstruppe ist nur noch peinlich. Alle ruhen sich auf den Umfragewerten der Kanzlerin aus. Wann werden die Wähler eigentlich wach und wo ist EINER in der Opposition der eine Alternative glaubhaft vertritt.
    Ich befürchte die Wurschtelei geht noch bis zur Bundestagswahl weiter.
    Meldegesetz, Betreuungsgeld, Energiewende, Fiskalpackt, Mapus usw.
    Wir können unseren Vätern des Grundgesetzes nur dankbar sein. Zum Glück gibt´s Karlsruhe!
  5. #5

    wie wär´s

    mit kumulieren und panschieren wie im kommunalwahlrecht oft praktiziert ? vorteil, die wähler können wirklich diejenigen wählen die in den bundestag kommen. die abhängigkeit vom listenplatz wäre damit perdu. damit auch die angst bei abstimmungen wie zur zeit, dem ruf der herrin zu folgen.
    also, wieso nicht - direktere demokratie für uns.
    aber davor machen sich die berufspolitiker wohl in die hose
  6. #6

    Weitere Lösung

    Wie in einigen Ländern kann das Problem der Überhangmandate auch dadurch gelöst werden, dass die anderen Parteien so viele Ergänzungsmandate erhalten, bis die Verteilung wieder stimmt.
    Das negative Stimmgewicht lässt sich dabei vermeiden, wenn die Überhangmandate und die aus ihnen folgenden Ergänzungsmandate nur in dem Land berücksichtigt werden, in dem sie entstehen. Die Verteilung der Sitze in den anderen Ländern findet weiter so statt, als gäbe es keine Überhangmandate.
  7. #7

    Zu wo ist das Problem

    Eine Anmerkung zu Nr.1 Variante von thevicar: Dies wäre genauso Verfassungswidrig wie das jetzige Wahlrecht auch, da die Wahl GLEICH sein muss, d.h jeden Stimme muss die gleiche Erfolgschance haben. Das hat sie nicht wenn Stimmen einfach weg fallen. Wenn das alles so einfach wäre würde es ja gar kein Problem geben
  8. #8

    optional

    Schröder hatte recht mit der Legendären Aussage "Die kann es nicht". Dieser Satz ist nach fast 7 Jahren Merkel Universum aktueller den je.Aber die meisten sagen ja die macht es besser als erwartet.NEIN macht sie nicht sie ist wesentlich schlimmer als es Rot-Rot-Grün jemals sein kann.
  9. #9

    Hatte jemand von Merkel & Co.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland hat kein gültiges Wahlrecht, so urteilten die Verfassungsrichter in Karlsruhe und verwarfen die jüngste, von Schwarz-Gelb durchgepaukte Reform. Die Opposition triumphiert, die Union sucht ihr Heil in der Flucht nach vorn - und kündigt schnelle Gesprächsangebote an.

    Urteil zum Wahlrecht: SPD greift Merkels schwarz-gelbe Regierung an - SPIEGEL ONLINE
    im Ernst etwas anderes erwartet. Mutti will ihre Macht behalten, der Rest ist ihr scheissegal - business as usal. Schaut man sich die Beliebsheitsumfragen an, die Merkel mit weitem Abstand an der Spitze sehen, so bleibt da eigentlich nur der Schluss der totalen Verbloedung der Deutschen, die wie auch schon im Falle Kohl, nun mal nicht sehr lernfaehig sind.

    Die letzten 3 Regierungsjahre Merkels waren die teuerersten in der Nachkriegsgeschichte des Landes, aber die Meisten klatschen - so what ?

    Es bleibt zu hoffen, dass es in Karlsruhe noch ein paar wache und sensible Mitmenschen gibt, sonst gibt Merkel dem Land schnell den Rest. Die Krise erreicht D schneller als einige Jubler glauben machen moechten.








TOP



TOP