In einem mehr als fragwürdigen "gottesstaat" hätte eine solche klage evt. sogar chancen, in einem rechtsstaat wäre sie lächerlich und würde gar nicht zur anklage kommen. Niemand MUSS sich beschneiden lassen. Wer es allerdings trotzdem will, z.b. eben aus religiösen gründen, muß dann auch das risiko selbst tragen. Religiöse riten haben sich dem gg anzupassen, sonst wäre kopfgeldjägerei und kanibalismus ebenso zu schützen.
Sorry, aber das ist auch in medizinischer hinsicht einfach grober unsinn ! Während des ganzen lebens hält die vorhaut die eichel zart und feucht und schützt sie vor verletzungen, reibung und austrocknung. Reibung (auch durch kleidung) führt zu verringerung der reizbarkeit. Die vorhaut enthält zahlreiche meissnersche tastkörperchen, die durch dehnung stimuliert werden.Eine balanitis kann auch bei übertriebener intimhygiene auftreten. Grundsätzlich sollten ein bis maximal zwei reinigungen am tag vollkommen ausreichen. Ebenfalls sollten männer (wie auch frauen) für den intimbereich keine seifen, feuchttücher oder intimdeodorants verwenden. Grundsätzlich ist klares wasser zum reinigen am besten geeignet. Auch die klitoris, das bei der frau dem penis entsprechende organ, ist mit einer vorhaut versehen. Sollte man also bei mädchen auch wieder beschneiden ?
Es bleibt wohl dabei. So sehr ich auch die rechtfertigungsversuche betroffener nachempfinden kann, gibt es keinerlei argumente für eine vorhautamputation ausser die rituellen. Diese aber können und dürfen nicht über das körperliche unversehrtenrecht von kindern gehen.



