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Reaktion auf*Schuldenschnitt: Ackermann droht Euro-Staaten mit Geldentzug
Vor wenigen Wochen hat Josef Ackermann den Schuldenschnitt für Griechenland noch selbst mit ausgehandelt. Jetzt kritisiert der Deutsche-Bank-Chef die Lösung. Man habe damit die "Büchse der Pandora" geöffnet. Für die Finanzierung der Staaten könne das schwere Folgen haben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...796740,00.html
- #1 09.11.2011 10:49 von
- #2 09.11.2011 10:56 von
- #3 09.11.2011 10:57 von
- #4 09.11.2011 11:01 von
...
Er droht also damit, dass seine Leute in Zukunft ihre Arbeit machen könnten, und das Geld der Sparer und Anleger nicht mehr verjubeln ohne Fragen zu stellen, oder wie John Stewart gestern über Investitionen in Südeuropa sagte: "Playing roulette and betting everything on purple."
Was er als IIF Chef natürlich wie seine Kollegen unterschlagen muss, ist dass nicht "die Staaten" das Problem sind, sondern dass man sich in einer Gruppe von Staaten verzockt hat, und hinterher von einer anderen Gruppe von Staaten gerettet werden will. - #5 09.11.2011 11:03 von garfield53
Mmmm...
Wieso droht der "Privat-Banker" Ackermann mit "Geldentzug"?
Ich Naivling war immer davon ausgegangen, dass das "Geldmonopol" in staatlicher Hand, jetzt EZB sei.
Deshalb bin ich einigermassen verwirrt, das der EZB-Präsident, ja alle europäischen Staaten, "Angestellte" von ihm seien, was bei seinen Party`s im Kanzleramt ja auch leicht zu Irritationen führen kann.
Aber die Gerüchte hatten sich ja sowieso verdichtet, das die europäischen und staatlichen Einrichtungen weisungsgebundene Abteilungen der globalen Konzerne sind, bedenke mann/frau nur die vielen "Rettungsschirme" und Steuergeschenke incl. Machtabgabe an die s.g.private Wirtschaft, auch bei Insidern "OK" genannt.
Ist das nun Ackermann`s "Sportpalast"-Auftritt an uns Alle, nach der Devise, wenn wir, die Konzerne untergehen, bekommt ihr den "totalen Finanzkrieg".
Dürfen sich solche Erpressungen die Regierungen gefallen lassen oder sind sie schon so korrupt und feige, wie wir alle glauben zu wissen, unter allen Umständen dieses System zu erhalten.
Jaaa, wo leeeben wir denn? - #6 09.11.2011 11:09 von Palmstroem
Lieber 5% Inflation als 50% Schuldenschnitt
- #7 09.11.2011 11:09 von
Pfeifen im Walde
Das Geschäftsmodell der Banken und Versicherungen funktioniert in Zukunft weniger oder gar nicht mehr. Kapitallebensversicherungen zB legen die Prämien, vornehmlich in Staatsanleihen zu höheren Zinsen an. Entziehen dabei Verwaltungsgebühren für Personal und Innenstadt-Paläste und reichen die restlichen Erträge weiter an die Lebensversicherungskunden. Aber Staatsanleihen werden in Zukunft nicht mehr so sicher sein wie bisher oder werfen kaum Rendite ab. BigProblem – Geschäftsmodell am Ende.
- #8 09.11.2011 11:10 von
Problem oder Lösung?
"Die Banken werden künftig vorsichtiger sein beim Kauf von Staatsanleihen - und den Regierungen nicht mehr blind Geld leihen." - Ähm, erwartet man dies nicht eigentlich von Wirtschaftsunternehmen? Oh, entschuldigung, bislang konnten die Banken ihre Verluste ja "sozialisieren", da konnte man ja wetten auf Teufel komm raus.
- #9 09.11.2011 11:10 von
Gut so...
Das ist wenig überraschend und die logische Konsequenz auf den Schuldenschnitt. Auch wenn jetzt viele wieder maulen werden: Ich erwarte genau dieses Verhalten von den Banken, alles andere wäre wirtschaftlicher Irrsinn (den wir am Ende ja doch bezahlen müssen). Und das Positive ist: Den Staaten bleibt nichts anderes übrig, sich vom Konzept der "Wählerbestechung" via Verschuldungsorgien zu verabschieden.
Zusätzlich wird eine Sache transparent, die in der Griechenland-Diskussion gerne verdrängt wird: Das eigentlich akute Problem von Griechenland ist nicht die Bedienung der Altschulden, sondern die daraus resultierende fehlende Möglichkeit, neue Schulden aufzunehmen, um den Schlendrian weiter zu finanzieren.
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