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Reaktion auf*Schuldenschnitt: Ackermann droht Euro-Staaten mit Geldentzug

Vor wenigen Wochen hat Josef Ackermann den Schuldenschnitt für Griechenland noch selbst mit ausgehandelt. Jetzt kritisiert der Deutsche-Bank-Chef die Lösung. Man habe damit die "Büchse der Pandora" geöffnet. Für die Finanzierung der Staaten könne das schwere Folgen haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...796740,00.html
  1. #20

    Danke Finanzmarkt

    Zitat von Istana Beitrag anzeigen
    Endlich merkt auch der letzte Anleger und Banker dass die vornehmliche Sicherheit von Staatsanleihen nicht viel wert ist. Endlich werden die Regierungen gezwungen ihre Ausgaben mit den Einnahmen in Einklang zu bringen. Endlich müssen Anleger und Banken sich um gewinnbringende Anlagen .....
    Gut angemerkt. Dadurch, dass die Finanzmärkte auf das Verschuldungsproblem (etwas spät) aufmerksam geworden sind und in Zukunft jede schwache politische Entscheidung mit Bonitätsverlust einher gehen wird, kann sich kein Politiker mehr erlauben zu ungunsten zukünftiger Generationen zu entscheiden. Jede Entscheidung die ungünstig für die Bewertung eines Staates ist, wird mit höheren Zinszahlungen vom Markt bestraft. Dies dürfte in Zukunft zu besseren Entscheidungen und effizienteren Gesellschaftssystemen führen. Alles was Staaten eine sicherere Rückzahlung seiner Staatsanleihen ermöglicht wird honoriert werden, wie beispielsweise das Abschalten von Atomkraftwerken, Einführen einer direkten Demokratie, Senkung der Staatsausgaben, Abbau von Subventionen und viele andere für die Gesellschaft positive Entscheidungen. Danke Finanzmarkt, dass du endlich ein Auge auf die politischen Entscheidungen wirfst.
  2. #21

    Herr Ackermann

    Herr Ackermann dtoht nicht. Er zeigt nur die Probleme auf was geschieht wenn Staatsanleihen als weniger sicher gelten.
    Und da hat er Recht. Und ich finde es gut wenn es den Staaten in Zukunft schwerer gemacht wird Schulden aufzunehmen. Es wird Zeit für die Staaten in normalen und guten Zeiten einen Haushalt OHNE neue Schulden hin zu bekommen. Vieleicht lernen dann die Politiker wünschenswerte vom machbaren zu unterscheiden.
  3. #22

    Na ja, das wird dann anerderswo verbraten

    Zitat von Frederik72 Beitrag anzeigen
    Naja, momentan flüchten viele in deutsche Anleihen, deshalb zahlt D nur 0,08% Zinsen dafür. So profitiert D am Ende noch von der Krise...
    http://de.reuters.com/article/econom...7A60B120111107
    Das freut aber die Sparer in Nord-Rhein-Westfalen! Dann ist ja Geld bei den Sparkassen vorhanden, womit die Rot-Grüne Landesregierung ihre diesjährige Schuldenerhöhung von 4 Milliarden Euro finanzieren kann.

    Leute in NRW! Fragt doch mal nach einer Zinsenerhöhung für Eure Einlagen! Schließlich finanziert Ihr Eure Politik!
  4. #23

    Der Geldbaum ist gefällt

    Zitat von Istana Beitrag anzeigen
    Endlich merkt auch der letzte Anleger und Banker dass die vornehmliche Sicherheit von Staatsanleihen nicht viel wert ist.
    Staatsanleihen waren bislang so sicher, gerade weil die Staaten sie immer bedienen konnten und zwar wie?! Zwei möglichkeiten: entweder sie haben sich verschuldet oder haben die Drucker angeschmissen. Da kann also kein Ausfall statt finden. Geht dummerweise bei den Staatsanleihen aus dem Euro-Raum schon, weil den Ländern keine Kapitalhoheit mehr zu steht!

    Zitat von Istana Beitrag anzeigen
    Endlich wird den Regierungen nichts anderes übrig bleiben als ihren leichtgläubigen Wählern die Wahrheit zu sagen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst sondern erarbeitet werden muss.
    Auch das war für souveräne Staaten mal anders in der EU. Wer wie oben beschrieben auf Geld zugreifen kann en masse, für den wächst Geld auch auf Bäumen. Mit dem Euro haben sich die Euro-Länder ihren privaten Geldbaum gefällt und müssen sich jetzt einen mit den anderen 16 teilen....dass da die Ernte nicht mehr so ertragreich ist, ist ja wohl klar!

    Zitat von Istana Beitrag anzeigen
    Endlich wird den Regierungen nichts anderes übrig bleiben als ihre ausufernden sozialen Wählerbestechungsprogramme drastisch zu kürzen.
    Da wäre ich ganz ganz vorsichtig!!! Sozialleistungen kürzen kann ganz schnell nach hinten los gehen! Das hat nichts mit Bestechung zu tun, sondern einfach mit einer Vorsorge des Staates für seine Bürger!
  5. #24

    Typisches SpiegelDeutsch!

    Der gute Herr Ackermann kann keinem Staat mit "Geldentzug" drohen. Vermutlich meint er "keine weiteren Kredite ausreichen". Geld entziehen wäre wohl so eine Art Raubüberfall auf Goldtransporte oder Beschlagnahme von Vermögen eines Staates, jedenfalls eine aktive Handlung gegen einen Staat zum Zwecke der Aneignung dessen Geldes.

    Eigentlich nennt man so eine Handlung gegen einen Staat "Krieg". Aber warum die Kuh schlachten, die immer noch Milch liefert?
    Mit Ausnahme von Deutschland wird sich wohl jeder Staat gegen solche Aktivitäten zur Wehr setzen z. B. durch Verstaatlichung solch einer Bank. Nur unsere deutschen BankHeloten würden das sicher als alternativlos hinnehmen und uns als soziale Großtat verkünden.
    Also: Lernt Deutsch SPON-Genossen!
  6. #25

    Guten Morgen Herr Ackermann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor wenigen Wochen hat Josef Ackermann den Schuldenschnitt für Griechenland noch selbst mit ausgehandelt. Jetzt kritisiert der Deutsche-Bank-Chef die Lösung. Man habe damit die "Büchse der Pandora" geöffnet. Für die Finanzierung der Staaten könne das schwere Folgen haben.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...796740,00.html
    Kein Bankengeld mehr fuer marode Regierungen und marode Staaten. Das ist doch wirklich die Erkenntnis der Jahrhunderts.

    Schon im Mittelalter haben die Bankiers der Lombardei und von Augsburg schlechte Risiken vermieden, denn Geld leihen welches dann verloren geht, macht keine Freude. Eigentlich sollte es strafbar sein.

    Die Englische Autorin Jeanette Winterson gab heute im BBC TV Programm 'Hardtalk' ein hartes Urteil ueber das Benehmen der Bankiers. Da ich diesen Beitrag am Zensor vorbeibringen moechte, werde ich ihre Worte hier nicht wiederholen, sie gab jedoch der Einstellung ausdruck dass manches was vorgegangen ist in die rechtswidrige Szene gehoert.

    Ich kann nur zustimmen.

    Aber Herr Ackermann ist ein reformierter Charakter und wenn ihm die Bundesregierung nicht verspricht die Ueberschulden der anderen auszugleichen, dann will er maroden Staaten kein Geld mehr leihen.

    Im Artikel ist es so zusammengefasst:

    "Im Klartext heißt das: Die Banken werden künftig vorsichtiger sein beim Kauf von Staatsanleihen - und den Regierungen nicht mehr blind Geld leihen. Die Staaten müssen sich das Geld also entweder woanders besorgen, oder einfach mehr sparen."

    Applaus, applaus, applaus... grosse Verbeugung.

    Nicht mehr blind Geld verleihen - diese Erkenntnis verdient einen extra Bonus.

    Applaus... Applaus.. Bravo... Bravo.
  7. #26

    Ackermann

    Ja, seine Aussagen sind korrekt, aber es geht nicht an, dass Staaten nur noch auf Pump leben. Wenn eine Bank einem halbbankrotten Staat Geld leiht, ist das deren Problem. Mir, waere ich arbeitslos und ueberschuldet, wuerden die auch keinen Kredit genehmigen ( bin eben kein Amerikaner). Warum soll ein Staat anders gehaendelt werden? In meinem persoenlichen Leben bin ich mit Regeln, Gesetzen, DIsziplinarmechanismen konfrontiert - WARUM SOLL DAS NICHT FUER STAATEN GELTEN?
    Haetten die Banken nicht soviel Schwachsinn verursacht, immer mehr Geld auf Pump unter" Land und Leute" gebracht, ginge es uns derzeit besser.
    Es sind doch die Banken, die dafuer gesorgt haben, dass SPAREN ein Fremdwort geworden ist.
  8. #27

    Daran ist nicht "Ackermann" schuld

    Die ewig gleiche Leier.
    Ackermann der Sündenbock.
    Verantwortlich für die langfristigen politischen Entscheidungen:
    a) daß sich der Staat überhaupt in größerem Stil dauerhaft Geld leiht

    b) politische quasi-Bürgschaften innerhalb Europas, die nach den Regeln der vernünftigen Annahmen zu dem Südeuropa-Schuldendesaster führen mussten, was sehr viele Experten seriös vorhersagten

    ist die Politik.
    Diese agiert legitimiert durch Wahlen, allerdings ist der Einfluß von interessengeleiteten Agenden auf die Medien so stark, daß die Grundlage der demokratischen Politik, eine transparente Öffentlichkeit, stark zugunsten wohlorganisierter Interessen verzerrt ist.

    Das führt dazu, daß Medien und Politik wechselwirkend und parteiübergreifend den jetztigen Zustand erzeugen konnten.

    Die Bürger, die nicht zu den Beteiligten und Begünstigten gehören, haben das Nachsehen.

    ***

    Der Öffentlichkeit werden ständig vewirrende, widersprüchliche Thesen und Informationen vorexerziert.

    Ziel ist, die Verantwortung, die Zusammenhänge unsichtbar zu machen, Fehlentwicklungen quasi einen naturgesetzlichen Sempel aufzudrücken und Änderungsoptionen somit von vorneherein in die Defensive zu bringen oder zu disqualifizieren.

    ***

    Was tun?

    Wir brauchen im Kern eine Stärkung der Demokratie, dazu:

    - eine erhebliche Stärkung der Transparenz in der pluralistischen Öffentlichkeit

    Wie?

    - starke wirksame gesetzlich verankerte Mechanismen zum Aufzeigen der informationellen Netzwerke zwischen Lobby, Medien und Politik

    - Neuordnung der Strukturen im ö.r. TV zugunsten von mehr Pluralismus und Transparenz

    - Neuordnung der Medien und Presse betreffenden Gesetze zugunsten mehr Pluralismus

    - Sofortmaßnahmen gegen Kampagnen- und Agendanetzwerke

    - Stärkung des unabhängigen Journalismus

    - Installation ständiger Mechanismen zur Veröffentlichung und Bekämpfung von Medienmanipulationen
  9. #28

    Wie?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vor wenigen Wochen hat Josef Ackermann den Schuldenschnitt für Griechenland noch selbst mit ausgehandelt. Jetzt kritisiert der Deutsche-Bank-Chef die Lösung. Man habe damit die "Büchse der Pandora" geöffnet. Für die Finanzierung der Staaten könne das schwere Folgen haben.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...796740,00.html
    Wie? Sollen die Staaten jetzt ihre Haushalte sanieren?
    Das wäre mal was ganz neues!
  10. #29

    Kontrolle!

    Es muss endlich Schluß damit sein, dass Banken die Richtlinien der Politik bestimmen. Legt die Zocker endlich an die Kette oder verstaatlicht die Banken solange, bis den Geldgeschäften gesetzlich engere Rahmen vorgegeben sind.
    Geschäfte mit Geld, das gar nicht da ist, mit Waren, die noch gar nicht prodiziert sind, mit Anteilen künstlich aufgeblähter Unternehmen (ohne realen, materiellen Gegenwert)müssen verboten werden. Das gilt vor allem für Nahrungsmittel und Energie. Ebenso Wetten, die Verluste zu Gewinnen macht - wie pervers ist das denn?
    Alles, was bisher passierte, hat nichts mit der längst überfälligen Regulierung der Finanzwirtschaft zu tun sondern diente ausschließlich der Rettung der Banken.
    Immer wieder den Ackermann um Rat zu fragen heißt den Bock zum Gärtner machen.


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