re:publica-Highlights: Kathrin Passigs Standardsituationen der Technologiebegeisterun
SPIEGEL ONLINEBrüderlichkeit, Weltfrieden, unbegrenztes Wissen - ganz automatisch durch das Internet? Nicht so schnell. Auf der re:publica präsentierte die Schriftstellerin Kathrin Passig ihren ganz eigenen Blick auf allzu große Netz-Euphorie. Hier die Aufzeichnung in voller Länge - mit konkretem Selbsthilfeteil.
Seit Tacitus gehören Zeitkritik und die Kritik der Zeitkritik zum Standardrepertoire aller Zukunftsforscher. Passig macht da keine Ausnahme. Überraschend und originell ist da wenig ... Leider!
tun zu allen Zeiten immer wieder alle so, als seien sie die ersten, die die allertiefgreifendsten gesellschaftlichen Veränderungen erleben. Auch wenn ich die von Frau Passig vorgetragene Variante von "Kritik der Zeitkritik" deswegen nicht so toll finde, weil ich sie mir zu unsystematisch ist: es ist seit Tacitus schön, dass es "Zukunftsforscher" gibt (was das auch immer sein soll), die den pathetischen Alarmismus als ziemlich routiniertes Ritual enttarnen.