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Rauschgift-Statistik: Zahl der Drogentoten sinkt rapide

DPAEs ist ein Erfolg im Kampf gegen harte Rauschmittel: Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist innerhalb nur eines Jahres um ein Fünftel gesunken. Doch die Statistiken von Bundesregierung und BKA enthalten auch eine schlechte Nachricht - sie betrifft ausgerechnet jüngere Menschen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...823763,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Erfolg im Kampf gegen harte Rauschmittel: Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist innerhalb nur eines Jahres um ein Fünftel gesunken. Doch die Statistiken von Bundesregierung und BKA enthalten auch eine schlechte Nachricht - sie betrifft ausgerechnet jüngere Menschen.

    Rauschgift-Statistik: Zahl der Drogentoten sinkt rapide - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Die härteste Droge, die im fünfstelligen Bereich Opfer Jahr für Jahr kostet, ist offensichtlich nicht aufgeführt.
  2. #2

    ..........

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Erfolg im Kampf gegen harte Rauschmittel: Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist innerhalb nur eines Jahres um ein Fünftel gesunken. Doch die Statistiken von Bundesregierung und BKA enthalten auch eine schlechte Nachricht - sie betrifft ausgerechnet jüngere Menschen.

    Rauschgift-Statistik: Zahl der Drogentoten sinkt rapide - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Die Zahl der Drogentoten sinkt seit Jahren. Zu danken ist dies vor allem der Tatsache das Heroin "aus der Mode gekommen ist".
    Bei den restlichen Rauschmitteln heisst es naemlich, dank voellig gescheiterter Drogenpolitik, mehr Konsumenten und noch mehr Konsumenten........
  3. #3

    Kindergarten

    Zitat von Dromedar Beitrag anzeigen
    Die härteste Droge, die im fünfstelligen Bereich Opfer Jahr für Jahr kostet, ist offensichtlich nicht aufgeführt.
    Es ist einfach nervig immer wieder die gleiche Scheindebatte zu führen. Also einfach mal nachdenken, ging es bei der Pressemitteilung um das Problem "legale bzw. illegale Drogen"? Also, Alkohol, Nikotin.... versus Heroin, Marihuana....? Oder ging es wohl um verbotene "Rauschmittel"?
  4. #4

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Oder ging es wohl um verbotene "Rauschmittel"?
    Es ist doch VOLLKOMMEN EGAL ob ein Rauschmittel "verboten" oder "erlaubt" ist.
    Rauschmittel bleibt Rauschmittel.
  5. #5

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Es ist einfach nervig immer wieder die gleiche Scheindebatte zu führen. Also einfach mal nachdenken, ging es bei der Pressemitteilung um das Problem "legale bzw. illegale Drogen"? Also, Alkohol, Nikotin.... versus Heroin, Marihuana....? Oder ging es wohl um verbotene "Rauschmittel"?
    Alkohol tötet mit weitem Abstand die meisten Leute,
    im Vernichtungsgrad liegt es sogar noch weit vor Heroin,
    es dauert da bloß 5 Jahre länger.

    Sorry, im Drogenbericht hat die Unterscheidung zwischen legalen oder illegalen Drogen nichts zu suchen.

    Fakt ist nunmal, dass Alkohol mit Abstand die meisten Leben in Deutschland zerstört. Nur im Gegensatz zu Nikotin wird das immer noch verharmlost. Ich bin nicht für die Prohibition. Aber dafür, das offen aussprechen zu können und das dies auch in offiziellen Stellungsnahmen so gehandhabt wird. Alkohol ist im Gegensatz zu Marihuana eben keine weiche, sondern eine sehr harte Droge.
  6. #6

    +++

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist ein Erfolg im Kampf gegen harte Rauschmittel: Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist innerhalb nur eines Jahres um ein Fünftel gesunken. Doch die Statistiken von Bundesregierung und BKA enthalten auch eine schlechte Nachricht - sie betrifft ausgerechnet jüngere Menschen.

    Rauschgift-Statistik: Zahl der Drogentoten sinkt rapide - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Die Todeszahlen könnten noch niedriger sein, wenn die Politik endlich ihren Widerstand gegen die Originalstoffabgabe aufgeben würde.
    Die entsprechenden Modellprojekte zeigen seit Jahren, dass die Diamorphinbehandlung besser funktioniert als die Substitution mit Methadon, egal, ob es um die Gesundheit der Süchtigen geht, ihre Sozialperspektive oder die Chancen, erfolgreich zu entziehen.
    Trotzdem wird eine flächendeckende Anwendung dieses Ansatzes weiterhin blockiert, dabei ist die rechtliche Grundlage dafür -gegen den erbitterten Widerstand der Union- schon vor Jahren geschaffen worden.

    Das Problem an der Sache : wenn sogar die nach wie vor gefährlichste Droge überhaupt als pharmazeutisch reines und für den Konsumenten frei verfügbares Produkt weniger Schaden anrichtet, als sie es unter der von konservativen Kreisen favorisierten repressiven Politik tut, wird das Fehlen einer faktischen Grundlage für die Prohibition zu offensichtlich.
    Die endgültige Niederlage im Krieg gegen die Drogen, das seit einem Jahrhundert andauernde Versagen dieses Ansatzes als Mittel gegen die Folgen des Drogenkonsums wollen sich manche Leute noch immer nicht eingestehen, und darum werden wir weiter jedes Jahr mehr Drogentote beklagen müssen als unter einer pragmatischen Drogenpolitik, die auf Schadensbegrenzung abzielt und nicht auf die utopische Vorstellung einer drogenfreien Gesellschaft.
  7. #7

    ...

    Zitat von Dromedar Beitrag anzeigen
    [...]
    Fakt ist nunmal, dass Alkohol mit Abstand die meisten Leben in Deutschland zerstört. Nur im Gegensatz zu Nikotin wird das immer noch verharmlost. Ich bin nicht für die Prohibition. Aber dafür, das offen aussprechen zu können und das dies auch in offiziellen Stellungsnahmen so gehandhabt wird. Alkohol ist im Gegensatz zu Marihuana eben keine weiche, sondern eine sehr harte Droge.
    Alkohol als eine sehr harte Droge zu bezeichnen ist völliger Blödsinn!

    Sie haben recht, wenn Sie sagen dass Alkohol weit mehr Leben fordert als manch eine harte Droge - aber der Fakt allein macht Alkhol selbst nicht "hart".

    Wir leben in einer Gesellschaft in der Alkohol als gesellschaftlicher Bestandteil legitimiert ist, kiffen dagegen z.B. weithin als verpöhnt gilt. In anderen, v.a. arabisch-geprägten Ländern ist das kultur-historisch exakt anders herum. Das ist nunmal kulturell so entstanden.

    Wenn Sie nun aber einfach nur die blanken absoluten Todeszahlen von Alkohol- mit Harte-Drogen-Toten vergleichen ist das mehr als einseitig! Vergleichen sie einmal die relativen Zahlen. Wieviele Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol? Der einstellige Millionenbereich wird da nicht hin kommen. Und wieviel davon sterben? Wieviel nun konsumieren harte Drogen und sterben daran? Der Prozentsatz ist weitaus höher!
    Das selbe gilt übrigens für die Rückfall- und Suchtquote. Wieviele Menschen von der Gesamtheit der Konsumenten werden nach 1,2,3,... Pillen/Schüssen Crystal, Herion, etc. süchtig davon und wieviele davon nach 1,2,3,... Glas Bier oder Flaschen Vodka?

    Und gerade beim Alkohol zählt auch nicht das von den Medien geschilderte allwöchentliche Komasaufen am Wochenende. Wenn so etwas praktiziert wird, dann aus sozialer Zugehörigkeit, die wenigsten machen das aus blanker Sucht! Ebenso wie der Großteil der Bevölkerung, der es etwas gediegener angeht.

    Ich will gar nicht abstreiten, dass Alkohol nicht auch gefährlich sein kann. Absolut, da gebe ich ihnen recht. Aber das alleine macht ihn nicht hart!
  8. #8

    nicht hart?

    Zitat von Sollu Beitrag anzeigen
    Alkohol als eine sehr harte Droge zu bezeichnen ist völliger Blödsinn!

    Sie haben recht, wenn Sie sagen dass Alkohol weit mehr Leben fordert als manch eine harte Droge - aber der Fakt allein macht Alkhol selbst nicht "hart".
    ...
    Ich will gar nicht abstreiten, dass Alkohol nicht auch gefährlich sein kann. Absolut, da gebe ich ihnen recht. Aber das alleine macht ihn nicht hart!
    Dann beteiligen sie sich mal an einer Runde Komasaufen, nur weil da nicht aufgeführt wird in welcher Art und Weise man konsumieren sollte bzw. nicht sollte ist Alc. auch nicht als Weich zu bezeichnen. Übrigens ist genau diese Verharmlosung mit ein Grund für die ganzen Alcis., die noch jahre denken sie haben den Konsum im Griff ....

    Nehmen sie doch einfach mal 2-3 gramm Gras mit "normalem" THC Anteil und rauchen das in einem, danach sind sie sicher am A..., aber nicht Tod! Versuchen sie selbíges mal mit einer 0.7 L Flasche Tequlia oder ähnlichem Getränk selber Stärke, ich würde wetten der Alc. wird ihr Leben eher gefährden als das Gras!

    Aber das ist im Prinzip nur die typisch Langweilige legal illegal Diskussion. Fakt ist doch das der Mensch das Problem ist, wir sind verantwortlich wie wir Zugang zu Substanzen schaffen und vorallem können wir immer nein sagen. Aber wir zensieren lieber und verbieten, obwohl die verantwortlichen für diese bestimmungen größenteils nichts von den verbotenen Inhalten verstehen.

    Alc. ist kein Crack, Gras ist es auch nicht, beides ist ab gewisser Regelmässigkeit konsumiert sicher keine gute Entscheidung.
    Übrigens, Glückspiel macht auch süchtig, Computerspieler werden süchtig, Sport kann süchtig machen, na klingelts?
  9. #9

    +++

    Zitat von Sollu Beitrag anzeigen
    Wieviele Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol? Der einstellige Millionenbereich wird da nicht hin kommen. Und wieviel davon sterben? Wieviel nun konsumieren harte Drogen und sterben daran? Der Prozentsatz ist weitaus höher!
    Das selbe gilt übrigens für die Rückfall- und Suchtquote. Wieviele Menschen von der Gesamtheit der Konsumenten werden nach 1,2,3,... Pillen/Schüssen Crystal, Herion, etc. süchtig davon und wieviele davon nach 1,2,3,... Glas Bier oder Flaschen Vodka?
    Der Prozentsatz der Konsumenten, die problematische Konsummuster entwickeln, ist bei Alkohol höher als bei Amphetaminen, Cannabis und Psychedelika. Koks ist in dieser Hinsicht geringfügig schlimmer, Heroin und Nikotin sind mit Abstand die Spitzenreiter (s. Beckley-Report).
    Von der Suchtquote her sieht es also für den Alk im Vergleich nicht gerade gut aus, allerdings muss man anmerken, dass immer noch gut 85% der Erstkonsumenten nicht zu Alkoholikern werden.

    Was die Todesquote der Abhängigen angeht, ist Alkohol ebenfalls eher im Mittelfeld anzusiedeln.
    Spitzenreiter sind auch dort -in relativen, nicht bloß absoluten Zahlen- Nikotin und dann mit einigem Abstand Heroin.

    Die Todeszahlen bei anderen Drogen nehmen sich dagegen mikroskopisch aus, wenn sie überhaupt Todesopfer fordern, was man ja nunmal nicht für jede Droge behaupten kann.

    Es ist also durchaus berechtigt, Alkohol als eine harte Droge zu bezeichnen, wenn man die gleiche Bezeichnung auf Amphetamin, MDMA oder LSD anwendet.
    Es ist auch berechtigt, Alkohol als ein Beispiel dafür zu betrachten, dass man erwachsenen Menschen den Umgang mit harten Drogen im Normalfall durchaus zutrauen kann, genau so, wie er ein Beispiel dafür ist, dass es immer eine Minderheit geben wird, die mit Drogen einfach nicht verantwortungsbewusst umgehen kann.

    Man könnte jetzt die Frage stellen, ob man diese Minderheit zu Lasten der Mehrheit qua Verbot schützen muss, aber ich denke, die eigentliche Frage ist erst mal, ob man sie überhaupt auf diese Weise schützen KANN. Ich denke, das funktioniert nicht. Hat es noch nie.


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