Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Psychedelika und Entaktogene wieder legal in der Psychotherapie eingesetzt werden.
In kanadischen Entzugskliniken wird seit Jahren Ibogain eingesetzt, es laufen international eine ganze Reihe von Pilotstudien mit LSD, MDMA und Psilocybin, sowohl als neurologische Grundlagenforschung als auch unter therapeutischen Gesichtspunkten.
Da steckt einiges an Potential drin.
Was den rekreationalen Markt für LSD angeht : den gab es auch nach der Nixon-Ära. LSD war bis Mitte der 90er in der Ravekultur populär, dann hat MDMA es zu einem Nischendasein verdammt.
So groß wie in den 60ern wird es nie mehr werden, dafür gibt es zu viel Konkurrenz in Zeiten, in denen auch zahllose Phenethylamine, Tryptamine und Arylcyclohexylamine leicht verfügbar sind.
Dass Halluzinogene im Allgemeinen nie mehr in Mode kommen werden, sehe ich so allerdings nicht.
Der im Artikel genannte Anstieg des Stimulanzmittelkonsums hat in den USA mittlerweile wohl seinen Zenit überschritten, da werden wir bald andere Formen des Drogenkonsums sehen.
Gut möglich, dass als nächstes mal die dissoziativen Halluzinogene wie Ketamin und seine Verwandten dran sind.
Wir haben gerade eine ganze Generation jugendlicher Erstkonsumenten, die sich mit den entpsrechende Wirkung entfaltenden Inhaltsstoffen diverser Hustenstiller vergnügt, nebenbei völlig ungestört von der Politik, die sich lieber um legal highs kümmert, die es nicht rezeptfrei in der Apotheke gibt (ein Schelm, wer Margot Dyckmann und ihrer Apothekerlobbypartei dabei Böses unterstellt).
In China ist Ketamin mittlerweile die Modedroge überhaupt, in England sieht es ähnlich aus.
Da kommt noch Einiges.

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